Das Integrationsbüro im Main-Kinzig-Kreis

Koordinationsstelle über Projekte zur Willkommens- und Anerkennungskultur

Der Main-Kinzig-Kreis zeichnet sich durch eine wachsende Vielfalt von Nationalitäten und Kulturen aus. Etwa 23 Prozent der mehr als 410.000 Einwohner im Landkreis haben einen Migrationshintergrund; mehr als 150 Nationen sind im Main-Kinzig-Kreis vertreten. Eine erfolgreiche Integration und Inklusion sind dabei wichtige Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben der deutschen und nicht-deutschen Bevölkerung. Das Integrationsbüro versteht sich als zentrale Anlaufstelle, um Hilfe und Informationen zu vermitteln. Es beantwortet Fragen von Ehrenamtlichen wie auch Hauptamtlichen und stellt Kontakte zu Fachstellen her. Es bildet Ehrenamtliche fort und qualifiziert sie beispielsweise zu Integrationslotsinnen und -lotsen oder Sprachvermittlerinnen und -vermittlern.

Für integrationsrelevante Fragen der Flüchtlingsarbeit stehen die Mitarbeiterinnen des Integrationsbüros zur Verfügung, wobei sie als Schnittstelle auch die Vernetzung und die Informationen über Kommunengrenzen hinweg und zwischen „Basis“ und übergeordneten Stellen erleichtern. Das Integrationsbüro arbeitet aber auch selbst an kreisweiten Projekten mit, etwa beim Aufbau eines flächendeckenden Deutschkurs-Angebots, der Unterstützung zur beruflichen Orientierung und dem kulturellen und sportlichen Austausch.

Einen umfassenden Einblick in seine Arbeit gibt das Integrationsbüro in seinem Tätigkeitsbericht, hier für das Jahr 2017.

Interkulturelle Wochen 2018

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ knüpft der Main-Kinzig-Kreis auch in diesem Jahr wieder an die bundesweite Initiative der Interkulturellen Woche an. Wie in den Vorjahren, sind Gruppen, Initiativen, Vereine, Vereinigungen und Organisationen aufgerufen, sich aktiv einzubringen und diese Plattform zu nutzen. Geeignet sind alle Aspekte von Integration und Migration, interkulturelle Themen sowie weitere Ideen und Vorschläge zum interkulturellen Dialog.

Die Interkulturellen Wochen finden im Main-Kinzig-Kreis in diesem Jahr vom 1. bis 30. September statt. Dabei setzten die Koordinatoren im Integrationsbüro wieder auf die umfassende Kreativität der Akteure. Die möglichen Angebote sind Musik, Tanz, darstellende Kunst, Sport, ein Tag der offenen Tür, ein interkulturelles Fest, Vorträge oder Workshops.

Um die Aktion zu unterstützen, gibt es für die im September geplanten Veranstaltungen ein Programmflyer.





Darüber hinaus werden die interkulturellen Wochen mit Plakaten beworben werden. Auf diese Weise soll das Motto „Vielfalt verbindet“ als gelebte Wirklichkeit die kulturelle und gesellschaftliche Bandbreite abbilden. Wer eine Veranstaltung oder Aktion plant, wirkt damit auch gleichermaßen gegen rassistische und nationalistische Strömungen.

Bei Rückfragen ist die Koordinatorin Stephanie Michel zu erreichen im Integrationsbüro unter Telefon 06051/85-18253 oder E-Mail an integration@mkk.de .

Ziel der Intefrationsarbeit ist die Umsetzung einer nachhaltigen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund als gesamtgesellschaftliche Aufgabe unter Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger - mit und ohne Migrationshintergrund - im Main-Kinzig-Kreis. Insbesondere sollen eine Anerkennungskultur entwickelt und strukturelle Veränderungen angestoßen und umgesetzt werden, um die sozialen Integrationsbedingungen für zugewanderte Menschen zu verbessern. Dieses bürgerschaftliche Engagement zu fördern, ist ein Anliegen des Main-Kinzig-Kreises.

Das Integrationsbüro bietet ehrenamtlich Tätigen mehrere themenspezifische Seminare an, die einzeln belegbar sind. Personen, die sich in der Integrationsarbeit und Arbeit mit Geflüchteten ehrenamtlich engagieren möchten, können sich beim Integrationsbüro des Main-Kinzig-Kreises beraten lassen und ein für sich passendes Modul auswählen. Informationen über das Seminarangebot und Termine zu Fortbildungsreihen erteilt das Integrationsbüro. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich per Mail an integration@mkk.de für die Seminare anmelden.

Gemeinwesenorientierte Integrationsarbeit und Flüchtlingshilfe (2-tägig)

Mittwoch 07.03.2018 und Donnerstag 08.03.2018

Mittwoch 05.09.2018 und Donnerstag 06.09.2018

Seminarleitung: Frank Dölker

Angesichts der hohen Zahl in Deutschland ankommender Flüchtlinge stehen Kommunen und Landkreise vor großen Herausforderungen. Diese Aufgaben konnten in den letzten zwei Jahren dank einer hoch motivierten Zivilgesellschaft bewältigt werden. Ohne das Ehrenamt gäbe es vielerorts nur eine Grundversorgung der Geflüchteten. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie gut gemeinwesenorientierte Angebote funktionieren und welche guten Effekte sie zeigen. Aktuell lässt sich ein Rückgang im Ehrenamt feststellen. Überforderung und Mitgefühlserschöpfung haben dazu beigetragen, dass die Bereitschaft sich in der gemeinwesenorientierten Integrationsarbeit und Flüchtlingshilfe zu engagieren abnimmt. Aufgrund der sehr schwierigen Situation in den Gemeinden und kleineren Städten, besteht ein gesteigerter Bedarf an der Erarbeitung von Integrationskonzepten und neuen Handlungsstrategien für die Integration von Zuwanderern in bestehende Strukturen.
Das 2-tägige Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Akteure in der Integrationsarbeit und Flüchtlingshilfe sowie an alle engagierten Bürgerinnen und Bürger aus Kirchengemeinden, Vereinen usw.

Schulungsinhalte:

  • Interkulturelle Kompetenz
  • Umgang mit fremden Kulturen ohne Sprechkompetenz
  • Gemeinwesenorientierte Beteiligung und Integration in bestehende Strukturen
  • Entwicklung bedarfsorientierter Unterstützungsangebote vor Ort
  • Koordination der notwendigen Aktivitäten
  • Partnerschaftsmodelle und Lotsenfunktionen zu Ärzten, Behörden, Vereinen, Geschäften usw.

Bei den Terminen handelt es sich um einen fortlaufenden Kursblock von zwei Terminen.

Anmeldung: Integrationsbüro des Main-Kinzig-Kreises
E-Mail: integration@mkk.de oder Telefon 06051 85-18255

Ehrenamtlichen Integrationslotsinnen und –lotsen

Zugewanderte können in vielen Lebenssituationen Unterstützung gut gebrauchen. Gerade für die vor kurzem zugewanderten Menschen kann die Orientierung im neuen Wohn- und Lebensumfeld sowie die Alltagsbewältigung eine wahre Herausforderung bedeuten. Ob es sich um die Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen handelt, um Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen oder Formularen, um Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Sprachkurs oder um Fragen zum deutschen Schulsystem und der Freizeitgestaltung - Menschen mit noch unzureichenden Sprachkenntnissen, neu zugezogene Mitbürger oder auch Menschen im Alter sind zum größten Teil mit diesen Situationen überfordert.
Vor diesem Hintergrund hat der Main-Kinzig-Kreis den Aufbau eines Lotsennetzwerkes initiiert. Das Netzwerk „Ehrenamtliche Integrationslotsinnen und Integrationslotsen im Main-Kinzig-Kreis“ hat die nachhaltige Integration von Menschen mit Migrationshintergrund als gesamtgesellschaftliche Aufgabe unter Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger – mit und ohne Migrationshintergrund – im Main-Kinzig-Kreis zum Ziel. Die Lotsinnen und Lotsen sind aus unterschiedlichen Herkunftsländern und unterstützen zugewanderte Menschen ehrenamtlich in verschiedenen Sprachen und unabhängig ihrer Herkunft, ihrer Religion bzw. ihrer Kultur. Die Hilfe ist für zugewanderte Menschen kostenlos. Die Integrationslotsinnen und –lotsen wirken als Mittler zwischen den Kulturen und Brückenbauer in die Aufnahmegesellschaft. Damit ergänzen sie die bestehenden Angebote vor Ort auf eine sehr effiziente und individuelle Weise und fördern gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung kultureller Vielfalt.
Das Integrationsbüro bietet für Interessierte regelmäßig Fortbildungen zur Integrationslotsin oder zum Integrationslotsen an und vermittelt bei Bedarf Kontakt zu den Lotsinnen und Lotsen. Die ehrenamtlichen Integrationslotsinnen und –lotsen stehen auch als Ansprechpartner für Behörden und Institutionen, jedoch nicht für Dolmetscher und Übersetzerdienste, zur Verfügung.

Broschüre: Qualifizierung und Einsatz von ehrenamtlichen Integrationslotsinnen und Integrationslotsen im Main-Kinzig-Kreis [PDF].

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert mit dem Landesprogramm „WIR“ vielschichtige Integrationsmaßnahmen in Hessen. Das Programm ist die „konsequente Weiterentwicklung“ des Landesprogramms „Modellregionen Integration“, an dem der Main-Kinzig-Kreis von 2009 bis 2013 teilgenommen hat. Es ist ein „Meilenstein“ für die interkulturelle Öffnung und den interkommunalen Austausch, weil es in den Kommunen ansetzt, wo Menschen zusammen leben und wo Integration gelingen muss.

Ziel des Programms ist eine zukunftsorientierte Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe für die gesamte Gesellschaft umzusetzen. Das „WIR-Programm“ richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger Hessens – mit und ohne Migrationshintergrund – und zielt darauf ab, ihre Chancen auf Teilhabe auszubauen und zu festigen.

Unter anderem werden mit dem Förderprogramm bereits Integrationslotsinnen und Integrationslotsen zertifiziert.

Im Zentrum von „WIR“ steht die flächendeckende Förderung von „WIR-Personalstellen“ in allen hessischen Landkreisen, kreisfreien Städten und Sonderstatusstädten. Damit setzt die Landesregierung den gelungenen Ansatz der Koordinierung aus den Modellregionen Integration hessenweit um. Aufgabe der Koordinationskräfte ist es, vor Ort ein regionales Integrationsmanagement zu etablieren, das auf die interkulturelle Öffnung von kommunalen Regelangeboten sowie von Vereinen und Verbänden setzt. Darüber hinaus werden sowohl die Planung und Umsetzung interkultureller Öffnungsprozesse vor Ort als auch die Etablierung einer verbesserten Anerkennungskultur projektbezogen unterstützt.

Im Main-Kinzig-Kreis haben 2014 eine WIR-Koordinatorin sowie seit 2017 eine WIR-Fallmanagerin die Arbeit aufgenommen, um die im Landesprogramm formulierten Aufgaben in der jeweiligen Region umzusetzen.

„WIR"- Koordination

Im Main-Kinzig-Kreis ist Stephanie Michel WIR-Koordinatorin (Tel. 06051 85-18253, E-Mail: stephanie.michel@mkk.de). Ziel der „WIR“-Koordination ist es, die Kommune einerseits bei der Initiierung und der Weiterentwicklung der interkulturellen Öffnung kommunaler Regelangebote sowie von Vereinen und Verbänden zu unterstützen und andererseits die Entwicklung einer sozialräumlichen Anerkennungskultur voranzubringen. Durch das zusätzliche Wirken der Koordinatorin vor Ort können kommunale Kooperationen, bspw. mit kommunalen Integrationsbüros entstehen sowie ein regionales Integrationsmanagement etabliert werden.

„WIR-Fallmanagerin für Geflüchtete“

Im Main-Kinzig-Kreis ist Nada Sabanovski WIR-Fallmanagerin (Tel. 06051 85-18254, E-Mail: nada.sabanovski@mkk.de). Ziel der „WIR“-Fallmanagerin ist die Verbesserung der Integrationsbedingungen für Geflüchtete sowie der Ausbau und die Vernetzung der Multiplikatorensysteme, wie der Integrationslotsinnen und –lotsen. Durch ihre Unterstützung soll gewährleistet werden, dass Geflüchtete frühzeitig die passgenauen Angebote kennenlernen und nutzen können. Schließlich soll das WIR-Fallmanagement die Koordination zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen unterstützen.

Die bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie.

Die Interkulturelle Woche findet seit 1975 im September statt und wird von Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Integrationsbeauftragten und -beiräten, Migrantenorganisationen sowie Initiativgruppen bundesweit unterstützt und durch hunderte Veranstaltungsformate mitgetragen. Der Ende September abgehaltene bundesweite Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW.

Auch der Main-Kinzig-Kreis beteiligt sich jährlich an der bundesweiten Initiative, die eine willkommene Gelegenheit bietet auf die kulturelle Vielfalt in unserer Region und die Bereicherung, die diese Vielfalt für das Zusammenleben in der Region hervorbringt, aufmerksam zu machen.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis 2018

Vielfalt verbindet
… ist auch in diesem Jahr das Motto der bundesweit stattfindenden Interkulturellen Woche(n)
Eine willkommene Gelegenheit, auch im Main-Kinzig-Kreis im Rahmen dieser Aktion auf die kulturelle Vielfalt in unserer Region aufmerksam zu machen und die Bereicherung, die diese Vielfalt für unser Zusammenleben hervorbringt, sichtbar werden zu lassen.
Unsere regionale kulturelle Vielfalt „feiern“ wir im Main-Kinzig-Kreis auch in diesem Jahr wieder im gesamten Monat September.

Diese Initiative ist eine perfekte Plattform für alle Gruppen, Vereine, Vereinigungen und Organisationen, die sich für interkulturelle Themen, Migration und Integration engagieren. Es ist unsere – Ihre - Bühne für Toleranz und interkulturelle Vielfalt. Eine ideale Gelegenheit mit Aktionen und Veranstaltungen einen Beitrag zum interkulturellen Dialog zu leisten.

Alles ist möglich: Kulturelle Veranstaltungen und Aktionen im weitesten Sinne: ob Musik, Tanz, darstellende Kunst, Sport, ein Tag der offenen Tür, ein interkulturelles Fest, Vorträge, Workshops…
Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Das Programmn

Der Interkulturelle Frauentreffen – von Frauen für Frauen

Der Interkulturelle Frauentreff ist ein Projekt zur Unterstützung der Teilhabe von Frauen an der Gesellschaft.
Denn:
Frauen haben es häufig aufgrund ihrer familiären Einbindung viel schwerer (als Männer) am öffentlichen Leben in Deutschland teilzunehmen:
bspw. verzichten Frauen wegen ihrer Kinder auf die Teilnahme an einem Integrationskurs oder können wegen fehlender Kinderbetreuung keine Ausbildung oder Arbeit aufnehmen.

Für Frauen ist der Zugang zu Förderangeboten oft schwierig, Beratungsangebote sprechen sie nicht an, weil die Angebote die spezielle Situation von Frauen häufig gar nicht berücksichtigen.

WIR wollen mit dem Projekt die Teilhabe von Frauen in der deutschen Gesellschaft unterstützen – in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, wie bspw.:

  • dem Arbeitsmarkt,
  • dem Bildungs- und Gesundheitswesen,
  • oder beim ehrenamtlichen Engagement.

WIR wollen Frauen stärken und gemeinsam mit ihnen den Zugang zur öffentlichen Gesellschaft gestalten und verbessern.

WIR möchten zusammen mit den Frauen Förderangebote auf die spezielle Situation der Frauen anpassen:
Das Interkulturelle Frauentreffen ist zum einen ein Begegnungsangebot – ein Begegungsraum, kann aber – für die Frauen, die MEHR wollen, Hilfe und Unterstützung sein:
Mit Hilfe der Frauen, das heißt Zusammen mit den Frauen wollen WIR geschlechtsspezifische Integrationshindernisse erkennen und gemeinsam Strategien entwickeln und Wege finden, dass Frauen als eigenständige Akteure selbstbestimmt an der Gesellschaft teilnehmen können.

Flyer zum Interkulturellen Frauentreff

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin

  • Frau Sabanovski
  • 06051 85-18254
  • 06051 85-18256
  • integration@mkk.de
  • WIR-Fallmanagerin