Das Integrationsbüro im Main-Kinzig-Kreis

Koordinationsstelle über Projekte zur Willkommens- und Anerkennungskultur

Der Main-Kinzig-Kreis zeichnet sich durch eine wachsende Vielfalt von Nationalitäten und Kulturen aus. Etwa 23 Prozent der mehr als 410.000 Einwohner im Landkreis haben einen Migrationshintergrund; mehr als 150 Nationen sind im Main-Kinzig-Kreis vertreten. Eine erfolgreiche Integration und Inklusion sind dabei wichtige Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben der deutschen und nicht-deutschen Bevölkerung. Das Integrationsbüro versteht sich als zentrale Anlaufstelle, um Hilfe und Informationen zu vermitteln. Es beantwortet Fragen von Ehrenamtlichen wie auch Hauptamtlichen und stellt Kontakte zu Fachstellen her. Es bildet Ehrenamtliche fort und qualifiziert sie beispielsweise zu Integrationslotsinnen und -lotsen oder Sprachvermittlerinnen und -vermittlern.

Für integrationsrelevante Fragen der Flüchtlingsarbeit stehen die Mitarbeiterinnen des Integrationsbüros zur Verfügung, wobei sie als Schnittstelle auch die Vernetzung und die Informationen über Kommunengrenzen hinweg und zwischen „Basis“ und übergeordneten Stellen erleichtern. Das Integrationsbüro arbeitet aber auch selbst an kreisweiten Projekten mit, etwa beim Aufbau eines flächendeckenden Deutschkurs-Angebots, der Unterstützung zur beruflichen Orientierung und dem kulturellen und sportlichen Austausch

Das Integrationsbüro bietet ehrenamtlich Tätigen Fortbildungen an. Informationen über das Seminarangebot und Termine zu Fortbildungsreihen erteilt das Integrationsbüro. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich per Mail an integrationsbüro@mkk.de für die Seminare anmelden.

Broschüre: Fortbildungen zur Stärkung der ehrenamtlichen Geflüchtetenhilfe [PDF].

Ehrenamtlichen Integrationslotsinnen und –lotsen

Zugewanderte können in vielen Lebenssituationen Unterstützung gut gebrauchen. Gerade für die vor kurzem zugewanderten Menschen kann die Orientierung im neuen Wohn- und Lebensumfeld sowie die Alltagsbewältigung eine wahre Herausforderung bedeuten. Ob es sich um die Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen handelt, um Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen oder Formularen, um Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Sprachkurs oder um Fragen zum deutschen Schulsystem und der Freizeitgestaltung - Menschen mit noch unzureichenden Sprachkenntnissen, neu zugezogene Mitbürger oder auch Menschen im Alter sind zum größten Teil mit diesen Situationen überfordert.
Vor diesem Hintergrund hat der Main-Kinzig-Kreis den Aufbau eines Lotsennetzwerkes initiiert. Das Netzwerk „Ehrenamtliche Integrationslotsinnen und Integrationslotsen im Main-Kinzig-Kreis“ hat die nachhaltige Integration von Menschen mit Migrationshintergrund als gesamtgesellschaftliche Aufgabe unter Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger – mit und ohne Migrationshintergrund – im Main-Kinzig-Kreis zum Ziel. Die Lotsinnen und Lotsen sind aus unterschiedlichen Herkunftsländern und unterstützen zugewanderte Menschen ehrenamtlich in verschiedenen Sprachen und unabhängig ihrer Herkunft, ihrer Religion bzw. ihrer Kultur. Die Hilfe ist für zugewanderte Menschen kostenlos. Die Integrationslotsinnen und –lotsen wirken als Mittler zwischen den Kulturen und Brückenbauer in die Aufnahmegesellschaft. Damit ergänzen sie die bestehenden Angebote vor Ort auf eine sehr effiziente und individuelle Weise und fördern gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung kultureller Vielfalt.
Das Integrationsbüro bietet für Interessierte regelmäßig Fortbildungen zur Integrationslotsin oder zum Integrationslotsen an und vermittelt bei Bedarf Kontakt zu den Lotsinnen und Lotsen. Die ehrenamtlichen Integrationslotsinnen und –lotsen stehen auch als Ansprechpartner für Behörden und Institutionen, jedoch nicht für Dolmetscher und Übersetzerdienste, zur Verfügung.

Broschüre: Qualifizierung und Einsatz von ehrenamtlichen Integrationslotsinnen und Integrationslotsen im Main-Kinzig-Kreis [PDF].

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration koordiniert das WIR-Projekt, das zum Ziel hat, eine zukunftsorientierte Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe für die gesamte Gesellschaft umzusetzen. Insbesondere sollen eine Willkommens- und Anerkennungskultur entwickelt und strukturelle Veränderungsprozesse angestoßen werden. So sollen in Ämtern, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen die Integrationsbedingungen langfristig verbessert werden. Antragsberechtigt sind Landkreise und kreisfreie Städte. Im Main-Kinzig-Kreis ist Stephanie Michel WIR-Koordinatorin (Tel. 06051 85-18253, E-Mail: stephanie.michel@mkk.de). Unter anderem werden mit dem Förderprogramm bereits Integrationslotsinnen und Integrationslotsen zertifiziert.

Am 2. September beginnt die interkulturelle Woche im Main-Kinzig-Kreis

Veranstaltungen zum Thema „Vielfalt verbindet“

Main-Kinzig-Kreis. – Anlässlich der interkulturellen Woche 2017 laufen im Main-Kinzig-Kreis im September mehr als 25 Veranstaltungen. Zum Auftakt wird am Samstag, 2. September, eine internationale Theatergruppe im Barbarossasaal des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen auftreten. Geflüchtete Kinder und Jugendliche werden ihre Fluchterfahrungen anhand eines ungewöhnlichen Blickwinkels darstellen und verständlich machen.

Unter Leitung von Anita Losch und Torsten Stoll hat die vom Bürgerverein Soziales Erlensee ins Leben gerufene Theatergruppe ein ungewöhnliches Stück entwickelt: „Zu Hause in Globalien – Verkehrte Welt“ handelt von der Machtübernahme durch die DEP, die Deutsche Ekel Partei, die Andersdenkende unterdrückt und zur Flucht zwingt. Es ist ein gewagter Perspektivwechsel, der die Situation konstruiert, wie Deutsche aus ihrem Land flüchten müssten. Beim kulinarischen Ausklang bietet sich dann die Möglichkeit, sich über die Aufführung auszutauschen. Das Stück wird außerdem am 27. September in der Stadtbibliothek im Forum Hanau aufgeführt.

Bereits am 2. September, 20 Uhr, steht im Bürgerhaus in Biebergemünd ein internationales Ensemble auf der Bühne und schildert „Stationen und Erlebnisse aus dem Leben der Geflüchteten in vier Bildern“. Auch hier gibt es weitere Aufführungen am 10. und 22. September. Weitere Veranstaltungen zum Auftakt sind ein kreativer Workshop für Jugendliche und junge Erwachsene in Bad Orb sowie Open Air Kino am Pali in Gelnhausen mit dem Film „Willkommen bei den Hartmanns“.

Am folgenden Sonntag, 3. September, steht bei freiem Eintritt dann an gleicher Stelle der Film „Nur wir drei gemeinsam“ auf dem Programm. Die autobiografische Tragikomödie des französischen Schauspielers Manouchehr Tabib wird ab 11 Uhr gezeigt. Im weiteren Verlauf der interkulturellen Woche sind in Gelnhausen noch andere Vorführungen geplant.

Weitere Veranstaltungen sind unter anderem eine Fotoausstellung in Nidderau, gemeinsames Kochen in Maintal, ein Suppenfest in Schöneck sowie Workshops, Diskussionen und Begegnungen der verschiedenen Kulturen in Erlensee, Hanau, Maintal und Gelnhausen. Das ausführliche Programm mit allen Informationen findet sich hier.

Ansprechpartnerin

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Main-Kinzig-Kreis
Integrationsbüro
Barbarossastraße 16
63571 Gelnhausen

e-Mail: integration@mkk.de