Projekte und Berichte

Am Samstag, den 29. Oktober 2022 fand im Rahmen der „Generationenzukunft im MKK“ eine Zukunftswerkstatt zum Thema Bürgerschaftliches Engagement und soziale Teilhabe im MKK Forum, Barbarossasaal, statt. Veranstalterin war Amt 50.5 Leben im Alter unter Leitung von Irmhild Neidhardt. Die Moderatorinnen der Zukunftswerkstatt waren Frau Angela Schönemann und Frau Elena Zarges, beide Gerontologinnen, die bereits mehrere Zukunftswerkstätten zu anderen Themen im MKK durchgeführt haben.

Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe bilden ein eigenständiges Handlungsfeld der Sozialplanung für Senior*innen des Main-Kinzig-Kreises, die bereits vor zwei Jahren auf den Weg gebracht wurde.
Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, ehrenamtlich engagierten Menschen, aber auch Verantwortlichen aus unterschiedlichen Bereichen der sozialen und Seniorenarbeit wurde zu folgenden Fragestellungen diskutiert:

  • Wie können aktuelle Herausforderungen für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt gemeistert werden?
  • Gibt es hierbei Unterschiede zwischen Stadt und Land, die berücksichtigt werden können?
  • Welche Rahmenbedingungen, welche verlässlichen Infrastrukturen braucht das Ehrenamt?
  • Wer übernimmt vor Ort Verantwortung, setzt sich aktiv für den Zusammenhalt ein?

Gemeinsam mit einer sehr aktiven Gruppe von Teilnehmenden konnten Ergebnisse herausgearbeitet werden, die für zukünftige Planungen und Entscheidungen in der Seniorenarbeit von Bedeutung sein könnten. Die fast 5-stündige Zukunftswerkstatt befindet sich derzeit in der Ausarbeitung. Die Ergebnisse und einige Handlungsempfehlungen werden in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen.

Große Vielfalt an Möglichkeiten: Wie soll Wohnen im Alter aussehen?

Wie möchten die Menschen im Alter leben und welche Alternativen gibt es zum klassischen Pflegeheim hier im Main-Kinzig-Kreis? Diesen Fragen ging die kostenlose Informationsveranstaltung „Zukunftsorientierte Wohnformen“ nach, zu der die Abteilung „Leben im Alter“ im Main-Kinzig-Kreis für Dienstag, 19. Juli, ab 17 Uhr im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen eingeladen hatte. Präsentiert wurden interessante und alternative Wohnprojekte aus ganz Deutschland.

„Das Thema Wohnen ist gerade für ältere Menschen von großer Bedeutung. Denn mit zunehmendem Alter müssen Wohnräume viel mehr Anforderungen erfüllen, damit sie zu den Menschen passen, die darin leben wollen. Ein junger Mensch kann ein Treppenhaus ohne Aufzug besser bewältigen als dies einem älteren Menschen möglich ist. Barrierefreiheit wird immer wichtiger und das muss im Hinblick auf eine Gesellschaft, die immer älter wird, auch bei Wohnbauprojekten stärker in den Mittelpunkt rücken. Einen Überblick darüber, welche unterschiedlichen Wohnformen es gibt, erhalten wir am 19. Juli. Wir dürfen uns auf eine spannende Veranstaltung freuen, die uns viele neue Perspektiven eröffnen wird“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Der Main-Kinzig-Kreis hat rund um die Bereiche Leben, Wohnen und Mobilität im Alter im vergangenen Jahr eine Reihe von Veranstaltungen und Workshops ins Leben gerufen, die sich auf breit angelegter Basis umfassend mit den damit verbundenen Fragestellungen befassen, um Lösungen für die kommenden Jahrzehnte zu erarbeiten. „Der demografische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen und wir wollen zukunftsfähige Modelle erarbeiten, die genau solche Angebote machen, die von den Menschen selbst auch gewollt werden. Deshalb sind wir sehr daran interessiert, dass wir nicht nur auf kommunaler Ebene und mit Betreuungseinrichtungen und anderen Initiativen und Organisationen zusammenarbeiten, sondern mit den Personen, die es betrifft: Menschen, die sich und ihre Ideen gern einbringen möchten und die sich mit dem spannenden Thema, wie sie selbst sich das Leben im Alter vorstellen, auseinandersetzen möchten“, erklärte die Sozialdezernentin.

Zu Gast waren am 19. Juli Initiativen, Träger und Verbände, die erfolgreiche Projekte zum Thema „Zukunftsorientierte Wohnformen“ vorstellten. Die Bundesvereinigung Gemeinschaftliches Wohnen hat über „Neue Wohnformen im Alter“ gesprochen. Die Landesberatungsstelle Gemeinschaftliches Wohnen in Hessen stellte interessante Alternativen fürs Wohnen im Alter vor und die Hessische Fachstelle für Wohngemeinschaften in Offenbach hat ein Modell für selbstverwaltete Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz präsentiert. In Niedersachsen gibt es ein seit vielen Jahren laufendes Projekt „Bauernhof statt Altersheim“, über das deren Betreiberin gesprochen hat. Alle Besucherinnen und Besucher des Fachtages hatten Gelegenheit, sich in direkten Gesprächen über ungewöhnliche Wohnprojekte- und Initiativen auszutauschen.

Folgende Ausstellende waren mit ihren Vorträgen vor Ort: Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises: „Stationäre Pflege“, Wohnprojekt Ilex Zusammen(h)alt: „Gemeinschaftliches Wohnen im Alter“, ASB Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz: „Ambulant betreutes Wohnen“, Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal: „Wohnen und Technik“, Wohngemeinschaft Intensivpflege WG Aschaffenburg: „Ambulant betreute Wohngemeinschaft“, Lebensraum Baugenossenschaft eG – Seniorenbungalows: „Seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen“, Verein „Kleiner Wohnen“, Tiny House Siedlung Schöneck: „Kleiner Wohnen“ und Patchwork Wohnen, Maintal: „Mehrgenerationenwohnen“.

„Gesundheit im Alter - Gesundheit und Wohlbefinden älterer Menschen im MKK fördern“ – Umsetzung des Bagso-Projektes Im Alter INFORM im Main-Kinzig-Kreis

Am 15.06.2022 fand der erste Fachtag zum Thema Gesundheit im Alter im Main-Kinzig-Kreis statt. Veranstaltungsort war Bad Soden-Salmünster. Die erste Kreisbeigeordnete Frau Susanne Simmler eröffnete die Veranstaltung und machte die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung in einer alternden Gesellschaft deutlich. Auch Herr Dominik Brasch, Bürgermeister der Stadt Bad Soden-Salmünster und Irmhild Neidhardt, Abt. Leben im Alter des MKK, ließen es sich nicht nehmen, die Gäste zu begrüßen. Neben Fachvorträgen wurde ein World-Cafe zur Diskussion der wichtigen Themen durchgeführt.

Älter werden bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig pflegebedürftig zu sein. Die Sichtweise, die Altersplanung lediglich für pflegebedürftige Menschen zu konzipieren, ist veraltet.

Das Ziel aller kommunaler Bestrebungen sollte sein, die gesundheitlichen Ressourcen zu fördern, um das Wohlbefinden gerade der älteren Bevölkerung zu stärken und eine drohende Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Hierbei ist es sinnvoll, nicht nur das Verhalten der älteren Menschen positiv zu beeinflussen, sondern vor Ort gesundheitsförderliche Verhältnisse zu schaffen, die es den Menschen erleichtern, ihr Leben gesund auszurichten. Das Thema „Gesundheit im Alter“ stellt ein eigenes Handlungsfeld in der Sozialplanung für Seniorinnen und Senioren der Abt. Leben im Alter im MKK dar.

Die Zielsetzung der Veranstaltung war, eine Sensibilisierung für gesundheitsfördernde und ressourcenorientierte Maßnahmen auf kommunaler Ebene herzustellen und 1-2 Kommunen für einen strukturierten Planungs- und Umsetzungsprozess im Kontext des Projektes „Im Alter IN FORM“ der Bagso zu gewinnen.

Diese Ziele konnten erreicht werden. Im Herbst 2022 wird ein erstes Steuerungstreffen stattfinden, an das sich Schulungen und Werkstätten zu unterschiedlichen Themen, aus den Bereichen Ernährung, Bewegung und soziale Teilhabe anschließen.


Möchten Sie sich ebenfalls an der Umsetzung beteiligen oder an kostenfreien Schulungsmöglichkeiten partizipieren, melden Sie sich gerne unter:

Abt. Leben im Alter
Yvonne Zednik
Tel. 06051 – 85 48147 oder
Mail. Yvonne.zednik@mkk.de


Weitere Informationen:

Präsentation "Fachtag Gesundheit im Alter" - Main Kinzig Kreis, Abteilung Leben im Alter

Vortrag "Gesundheitsförderung und Prävention im Kontext gesundheitlicher Chancengleichheit älterer Menschen" - Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAGE) e.V.

Präsentation "Wohlbefinden älterer Menschen mit besonderen Bedarfen fördern" - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.

Interessenbekundung Im Alter INFORM

Bericht folgt

Zwei Zukunftswerkstätten im Juli zu Mobilität und bürgerschaftlichem Engagement und Teilhabe

Generationenzukunft ist ein wichtiges Thema für den Main-Kinzig-Kreis. Deshalb befasst sich die Abteilung Leben im Alter mit der Gestaltung des demografischen Wandels im Kreis und in den Kommunen. Die Bürgerinnen und Bürger sind willkommen, an den Zukunftswerkstätten zu unterschiedlichen Themenbereichen teilzunehmen und ihre Ideen und Wünsche einzubringen. Fünf Handlungsfelder wurden definiert: Pflege und Gesundheit, Wohnen und Mobilität, Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe, kultursensible Seniorenarbeit, Information, Bildung und Beratung. Zum Handlungsfeld Pflege hat die Verwaltung eine Erhebung an ein professionelles Institut vergeben – erste Ergebnisse werden im Sommer 2022 erwartet.

„Generationenzukunft ist ein sehr spannender Bereich, denn er umfasst ganz viele Themen, die jeden von uns einmal betreffen können. Es geht darum, wie es gelingen kann, dass Menschen auch im Alter in dem Lebensumfeld wohnen bleiben können, den sie kennen, in dem sie Familie und Freunde und auch ihre ärztliche Versorgung haben. Gute und verlässliche Planungen für die Zukunft können nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen, deswegen freuen wir uns auf rege Teilnahme an unseren Workshops und Zukunftswerkstätten“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Im Monat Juli sind zwei Zukunftswerkstätten geplant: Am Samstag, 9. Juli, geht es in der Biebertalhalle in Biebergemünd von 11 bis 15 Uhr um das Thema „Wohnen und Mobilität“. Am 16. Juli steht von 11 bis 15 Uhr im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen das Thema „Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe“ auf dem Programm.

„Beide Zukunftswerkstätten werden von den Gerontologinnen Angela Schönemann und Elena Zarges geleitet, die in bewährter Weise die Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden erfassen, bündeln und schriftlich festhalten“, erklärt Irmhild Neidhardt, Leiterin der Abteilung Leben im Alter.

Der Main-Kinzig-Kreis und die Gemeinde Biebergemünd laden alle Interessierten zur Teilnahme ein. Willkommen sind Menschen aus allen Generationen in Biebergemünd (Wohnen und Mobilität) und im Main-Kinzig-Kreis (Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe), aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Ehrenamtsarbeit, Betreuungsangeboten, Seniorenbeiräten, Bürger- und sonstige Initiativen sowie Firmen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises unter www.mkk.de/leben-im-alter.html.

Eine Anmeldungen für die Veranstaltung „Wohnen und Mobilität“ am 9. Juli von 11 bis 15 Uhr in der Biebertalhalle in Biebergemünd per E-Mail möglich unter fass@biebergemünd.de oder per Telefon (06050) 971714. Anmeldungen für die Veranstaltung „Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe“ am 16. Juli von 11 bis 15 Uhr im Main-Kinzig-Forum sind via E-Mail leben-im-alter@mkk.de oder unter Telefon (06051) 85-48114 möglich.

Der Main-Kinzig-Kreis möchte zusammen mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden die Alten- und Pflegeplanung des Kreises aktualisieren. >> zur Pressemitteilung

Im ersten Schritt wird das Vorhaben modellhaft zusammen mit drei Modell-Kommunen Langenselbold, Jossgrund und Sinntal zum Handlungsfeld „Wohnen und Mobilität“ durchgeführt.

Die Auftaktveranstaltung konnte wegen der Corona-Pandemie nicht gemeinsam mit Bürger*innen und weiteren Akteuren im Forum in Gelnhausen stattfinden, sondern im kleinen Kreis in einem Live-Stream erlebt werden.

Das Video dazu finden Sie in Kürze hier.

Fragen zu den Themen „Wohnen“ und „Mobilität“

Hier finden Sie auch die Fragen zu den Themen „Wohnen“ und „Mobilität“, die die Referentin Frau Schönemann und der Referent Dr. Grebe zur Vorbereitung auf die Zukunftswerkstätten in Sinntal, Jossgrund und Langenselbold an die Bürger*innen gestellt haben.

Gewaltprävention, gewaltfrei pflegen

Auch hier im Main-Kinzig-Kreis wollen wir uns mit der Materie „Gewalt in der Pflege“ beschäftigen, Ursachen auf den Grund gehen und möglichst Abhilfe schaffen.

In der Regel stehen zunächst Verhaltensweisen von Pflegenden – seien es Familienangehörige, Beschäftigte ambulanter Dienste oder professionell Pflegende in voll- und teilstationären Einrichtungen – gegenüber pflegebedürftigen Menschen im Vordergrund. Daneben gibt es ebenso Gewalt und Aggression von pflegebedürftigen Menschen gegenüber Pflegenden oder von Bewohner*innen gegenüber Mitbewohner*innen in Einrichtungen.

Die Dunkelziffer ist hoch. Die Abteilung Leben im Alter möchte für das Thema sensibilisieren und mit gezielter Aufklärung sowie der Bereitschaft, über das Problem zu sprechen, Voraussetzungen schaffen, um Diskriminierung, finanziellen Missbrauch, körperliche oder psychische Gewalt und intime Übergriffe sowie freiheitsentziehende Maßnahmen zu vermeiden.

Dazu hat die Abteilung Leben im Alter zunächst interessierte Führungskräfte (Einrichtungsleitungen, Geschäftsführungen, Pflegedienstleitungen) aus stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten im November 2021 zu einer Auftaktveranstaltung und im April 2022 zu einem ersten Workshop eingeladen. Weitere Workshops und eine Abschlussveranstaltung folgen (siehe Terminübersicht).

Ziel ist die Schaffung von Leitlinien für den MKK sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich im Umgang und der Vermeidung von Gewalt.

Folgende Veranstaltungen sind geplant:

  • 18. November 2021 14.00 – 15.30 Uhr
    Digitale Auftaktveranstaltung per Webex
    • Frau Hilfenhaus (Pflegewissenschaftlerin und Referentin) und Frau Neidhardt erläutern die Inhalte geplanter Workshops und Arbeitsgruppen in 2022 und 2023.
    • Frau Simmler wird die Veranstaltung eröffnen und begrüßt die Bereitschaft der Führungskräfte, aktiv an der Mitgestaltung der Leitlinien teilzuhaben und somit Teil einer Kampagne für eine gewaltfreie Pflege zu werden!

  • 07. April 2022, 09.00 – 16.00 Uhr, Hotel Parqeo, Gelnhausen
    Workshop
    • Sensibilisierung
    • Wo beginnt Gewalt und wo endet Gewalt
    • Formen der Gewalt
    • Gewaltszenarien
      • Bewohner*in – Bewohner*in
      • Bewohner*in – Mitarbeiter*in
      • Mitarbeiter*in – Bewohner*in
      • Mitarbeiter*in – Mitarbeiter*in
      • Im häuslichen Umfeld
    • Deeskalationsstrategien
    • Strategien für Arbeitergeber*innen: Gewalt erkennen und leisten von Hilfestellungen
    • Praktische Anteile: Schulung von Multiplikatoren*innen in Einrichtungen und Diensten
    • Fragen aus dem beruflichen Kontext und Situationen können/sollen mitgebracht werden
    • Referentin: Frau Hilfenhaus
      Begrüßung Frau Simmler und Frau Neidhardt

Kooperation mit der Techniker Krankenkasse:
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat mit ihrem wissenschaftlich begleiteten Projekt PEKo „Partizipative Entwicklung von Konzepten zur Prävention von Gewalt in der stationären Pflege“ bereits viele Erfahrungen mit dem Thema sammeln können, https://peko-gegen-gewalt.de/

Für die Abteilung Leben im Alter, die dieses nicht einfache Thema ins Gespräch gebracht hat, ist die mit der TK geschlossene Kooperation eine Bereicherung. Sie kommt außerdem allen Teilnehmenden der Workshops und deren Einrichtungen zugute.

Frau Dölle von der TK hat während des Workshops am 7. April PEKo und dessen Ergebnisse vorgestellt und darüber hinaus über Fördermöglichkeiten der TK für die Einrichtungen und Dienste präsentiert.

Pflege ohne Gewalt | Die Techniker - Presse & Politik (tk.de)

Insgesamt konnte das Thema „Gewalt in der Pflege“ in diesem Workshop in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre erarbeitet werden.

Fünf Teilnehmende werden den Weg weitergehen und haben sich bereits für die Arbeitsgruppe zur Erarbeitung von Leitlinien für eine gewaltfreie Pflege im MKK (7. Juli 2022) angemeldet.

  • 23. Juni 2022, 09.00 – 16.00, Jugendzentrum Ronneburg, max. 15 TN
    Workshop
    • Gleicher Inhalt wie am 07. April 2022
      Anmeldungen: leben-im-alter@mkk.de oder 06051 85 48114
    • Referentin: Frau Hilfenhaus
      Begrüßung Frau Simmler und Frau Neidhardt

Erarbeitung von Leitlinien für eine gewaltfreie Pflege im MKK

2022

6 x ca. 2-stündige Treffen von Führungskräften – Geschäftsführer*innen, Pflegdienstleiter*innen, Einrichtungsleiter*innen - aus der stationären Pflege
Frau Hilfenhaus
Start: 7. Juli 2022 im Forum, Gelnhausen

2023

6 x ca. 2-stündige Treffen von Führungskräften - Geschäftsführer*innen, Pflegdienstleiter*innen, Einrichtungsleiter*innen - aus der ambulanten Pflege
Frau Hilfenhaus

Ende 2023

Gemeinsame Abschlussveranstaltung stationär und ambulant
Frau Hilfenhaus
Frau Simmler und Frau Neidhardt

Wie und wann die Leitlinien Eingang in den Pflegealltag in Einrichtungen und Diensten finden sollen/werden, wird in den Workshops und Arbeitsgruppen auf der Agenda stehen.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie Frau Neidhardt unter Telefon 06051 85-48114 oder leben-im-alter@mkk.de

Case Management zusätzlich zur Pflegeberatung - Neues Modellprojekt der Abteilung Leben im Alter

Wie bekomme ich schnell und umfassend Hilfe bei komplexen Versorgungsproblemen aus dem Bereich der Pflegeberatung? Um diese Frage näher zu beleuchten, beteiligt sich der Main-Kinzig-Kreis zusammen mit einer Förderung durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration seit Juli 2021 an einem Modellprojekt zum Thema individuelles Case Management. Dies ist ein vorgegebener Ablauf, bei dem der/die Ratsuchende eine/n Ansprechpartner/in hat, welche/r die meist mehreren Leistungserbringern miteinander koordiniert, einen individuellen Hilfe- und Versorgungsplan erstellt und somit eine passgenaue Versorgung plant.

Case Management arbeitet auf der einen Ebene mit dem einzelnen Menschen, auf der anderen Ebene mit Netzwerk- und Kooperationspartnern. Der Main-Kinzig-Kreis möchte in den drei Jahren Laufzeit des Modellprojekts die Versorgungsstruktur insbesondere im östlichen Kreis mit geringer Infrastruktur analysieren und ausbauen, um allen Bürger*Innen ein wohnortnahes und passgenaues Versorgungsangebot machen zu können. Hierzu zählt auch die engere Verzahnung mit den Krankenhäusern im Main-Kinzig-Kreis, aber auch zu internen Abteilungen der Kreisverwaltung. Um dies zu erreichen, werden in den kommenden drei Jahren Prozesse geschaffen, Öffentlichkeitsarbeit intensiviert und Netzwerke ausgebaut, um dann 2024 hoffentlich das individuelle Case Management als weiteres Angebot für Hilfesuchende im Main-Kinzig-Kreis implementieren zu können.

Projektverantwortliche in der Abteilung Leben im Alter ist Silke Heller.

Für viele Menschen, die einst nach Deutschland gekommen sind, um hier zu leben, ist der Main-Kinzig-Kreis längst zum Lebensmittelpunkt geworden. Die Kinder und Enkelkinder leben und arbeiten hier. Es besteht eine Bindung sowohl zur neuen, als auch zur alten Heimat. Älter werden, ob mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte, ist geprägt von unterschiedlichsten Lebensentwürfen, einer Vielfalt an Lebensgeschichten, kulturellen und religiösen Prägungen. Die Gemeinsamkeit ist, möglichst lange selbstbestimmt und gut versorgt im eigenen Zuhause bleiben zu können, auch wenn Hilfebedarf einsetzt.

Doch finden zugewanderte Menschen ein Versorgungs- und Beratungssystem vor, das Ihren Bedürfnissen entspricht? Wie sehen diese Bedürfnisse aus, und was können wir als Landkreis und Kommunen dazu beitragen, dass die Versorgungslage verbessert wird?

Die Abteilung Leben im Alter hatte Ausländerbeiräte, Integrationslotsen, ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und pflegende Angehörige eingeladen, um gemeinsam die Fragen zu diskutieren. Diese Partizipationsoffensive war der Auftakt für eine Reihe weiterer Initiativen im Bereich der kultursensiblen Altenhilfe.

Die Ergebnisse des Workshops werden im Rahmen der Berichtslegung „Generationenzukunft“ veröffentlicht. Eine erste Foto-Dokumentation ist finden Sie auf dieser Seite weiter unten.

Förderprogramm des Landes Hessen im Rahmen der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ 2020-2022

Was ist ein Bürgerbus?

„Bürger fahren Bürger“ lautet das Motto überall dort, wo bereits ein Bürgerbus betrieben wird. Ein solches Angebot zeichnet sich dadurch aus, dass ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer ein Fahrzeug auf Strecken lenken, die für eine regelmäßige Bedienung im ÖPNV wirtschaftlich nicht vertretbar sind. Bürgerbusse ergänzen die bestehenden Mobilitätsangebote, sie können und sollen den ÖPNV nicht ersetzen. Durch das bürgerschaftliche Engagement wird die Lebensqualität gesteigert und der lokale Zusammenhalt gefördert.

Weitere Informationen: Förderprogramm | Miteinander in Hessen (miteinander-in-hessen.de)

Gründungsprotokoll (pdf-Datei Netzwerkübersicht),

Gründung Netzwerk Demenz im Main-Kinzig-Kreis

Am 18. Mai 2021 wurde in Form einer Online-Veranstaltung der Abteilung Leben im Alter unter Leitung von Irmhild Neidhardt die lang erwünschte Gründung des Netzwerks Demenz im Main-Kinzig-Kreis ins Leben gerufen.

Über 50 Teilnehmende, darunter Vertretende aus den unterschiedlichsten Gesundheits- und Sozialbereichen des gesamten Kreises waren vertreten. Viele von Ihnen konnten als Mitglieder des Netzwerks gewonnen werden. Das Gründungsprotokoll mit der Aufführung der Mitglieder, die sich bis zum 20.05.2021 angemeldet hatten, finden sie oben stehend.

Die Veranstaltung eröffnete die erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Sie stellte die Wichtigkeit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen heraus und begrüßte die rege Teilnahme der unterschiedlichen Expert/innen des Main-Kinzig-Kreises.

Durch die Veranstaltung führte Irmhild Neidhardt, Abteilungsleiterin Leben im Alter des Amtes für Soziale Förderung und Teilhabe. Sie stellte Zahlen für den Main-Kinzig-Kreis nach Veröffentlichungen von Dr. J.R. Thyrian im Demenzatlas Hessen vor. Demnach leben rechnerisch etwa 8.259 Menschen mit Demenz in unserem Kreis. Hierbei betonte sie die starke Verankerung des Fachthemas Demenz in ihrer Abteilung und wies auf die neu geschaffene Stelle der Demenzbeauftragten Claudia Jost hin. Diese Stelle ist auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgerichtet, unbefristet und in dieser Form einmalig in Hessen.

Claudia Jost hat ein zukünftiges Projekt der Abteilung Leben im Alter vorgestellt. Geplant ist der Einsatz von Multiplikator/innen als Ansprechpartner/innen für Fragen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in den Kommunen. Die Multiplikator/innen kennen die Angebote und können so vor Ort Menschen mit Demenz, deren Angehörige oder interessierte Bürger/innen unterstützen, indem sie zu Beratungsstellen, Pflegestützpunkte, Hausärzten oder in bestehende Angebote vermitteln. Sie ersetzen jedoch keine fachliche Beratung. Ihr Einsatz soll vor allem in Kommunen in denen bislang noch wenig Informationsangebote für Bürger/innen etabliert sind angeboten werden.

Seit Oktober 2020 ist der Main-Kinzig-Kreis Teil des Förderprogramms der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“. Der Netzwerkaufbau erhält so eine Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird fachlich begleitet.

Von den „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ sprach Nadine Gold, als Projektreferentin der Netzwerkstelle für Menschen mit Demenz. Die Netzwerkstelle ist bei der BAGSO, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen angesiedelt. Frau Gold beschrieb die Ziele der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ darin - lokale Angebote und Akteure im Demenzbereich zusammen zu führen und weiter zu entwickeln, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu verbessern.

Erste Ziele für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sind unter anderem eine frühe Diagnostik, und ein erleichterter Zugang zu Versorgungssystemen, sowie die verbesserte fachübergreifende Versorgung.

Die Netzwerktreffen werden regelmäßig stattfinden.
Alle Akteur/innen des Netzwerks verfügen über langjährige Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen wie Versorgung, Beratung, Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Sie können so im Austausch von Ihrem gegenseitigen Erfahrungen, ihrem Fachwissen und den spezifischen Information ihrer Bereiche profitieren.

Gemeinsam tragen sie zur Stärkung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen bei.
Wir bedanken uns für Ihr großes Interesse an der Veranstaltung und freuen uns auf einen regen Austausch!

Claudia Jost
Demenzbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises

Neues Angebot für Seniorinnen und Senioren im Main-Kinzig-Kreis
Der Malteser KulTour-Begleitungsdienst startet in der Region Gründau / Gelnhausen. Ehrenamtliche für gemeinsames Erleben gesucht.

Nach einem erfolgreichen Start des Malteser KulTour-Begleitungsdienstes in Fulda wird der Dienst nun auch im Main-Kinzig-Kreis angeboten. Der Malteser Hilfsdienst hat diesen neuen Dienst aufgebaut, um hochaltrigen, alleinlebenden Senioren zu kulturellen Veranstaltungen, in Museum oder zu Ausflügen zu begleiten. Einsamkeit ist ein großes Thema unserer Zeit. Gerade im hohen Alter brechen soziale Kontakte weg, die nur schwer wieder aufgebaut werden können. Der sozialen Vereinsamung soll der Malteser KulTour-Begleitdienst entgegenwirken. In Gesellschaft Kultur erleben, in Gemeinschaft mit anderen das Erlebte nochmals besprechen soll neue Wege aus der Einsamkeit ermöglichen. Nun steht Waltraud Born, Projektleiterin Malteser KulTour-Begleitungsdienst im Main-Kinzig-Kreis, in den Startlöchern: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und das Projekt.“ Born ist als Leiterin des Malteser Integrationsdienstes im Main-Kinzig-Kreis keine Unbekannte und weiß, welche kulturellen Schätze die Region zu bieten hat.

„Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig soziale Kontakte und kulturelle Angebote sind“, so Born. Nicht nur ältere Menschen hätten unter den Kontaktbeschränkungen gelitten. „Dieser Dienst ist perfekt für Personen, die gerne Kultur erleben und sich dabei sozial enga¬gieren möchten“, erklärt Born. Im Main-Kinzig-Kreis werden noch Ehrenamtliche gesucht, die sich für den Dienst engagieren möchten. Die Ehrenamtlichen betreuen die begleitenden Senioren bei den Ausflügen. Die Veranstaltungen sind für diese kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es bei Waltraud Born unter Telefon 06051/929367 oder per E-Mail an Waltraud.Born@malteser.org .

Die Abteilung Leben im Alter des Main-Kinzig-Kreises und die Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig informierten am 21.09.2021, dem Welt-Alzheimer-Tag, interessierte Bürger/inne und Bürger in Hanau und Gelnhausen.

Im Rahmen der Woche der Demenz unter dem Motto:
genau hinsehen vom 20. bis 26. September 2021

Der diesjährige Welt-Alzheimer-Tag wurde von der 1. Kreisbeigeordneten Frau Susanne Simmler in Hanau und Gelnhausen eröffnet. Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit an Informationsständen vor dem Goldschmiedehaus in Hanau und auf der Müllerwiese Gelnhausen in entspannter Atmosphäre, Fragen rund um das Thema Menschen mit Demenz zu stellen. Viele Angehörige nahmen das Angebot war und erkundigten sich nach konkreten Hilfen.

Häufig gestellte Fragen waren:
Wo bekomme ich Unterstützung bei der Beantragung von Pflegeleistungen?
Wer kennt Entlastungsangebote in meiner Nähe?
Wer bietet Unterstützung in der häuslichen Pflege?

Treffend zum Motto des diesjährigen Welt-Alzheimer-Tages „Demenz-genau hinsehen“, zeigten viele Angehörige und Interessierte auch Unsicherheiten, wenn sie bestimmte Verhaltensweisen bei Freunden oder in der Familie beobachteten:

Sind Vergesslichkeit, geringere Motivation und fehlende Energie erste Anzeichen einer demenziellen Veränderung oder sind es alltägliche Alterserscheinungen?
Was sind erste Zeichen einer Demenz?
Welche unterschiedlichen Formen gibt es?

Informieren und beraten konnten die Mitarbeiterinnen der Alzheimergesellschaft Main-Kinzig und des Pflegestützpunkts des Main-Kinzig-Kreises.

„Genau – hinsehen“ bedeutet auch, Menschen im Alltag Unterstützung anzubieten und darauf zu achten, ob jemand Hilfe benötigt. Oft reichen kleine Hilfestellungen aus, um Menschen mit Demenz, gerade zu Beginn der Erkrankung in ihrer Selbständigkeit zu bestärken. Pflegende Angehörige brauchen ebenfalls unser Dazutun, um im Alltag integriert zu sein und an Aktivitäten in Vereinen, mit Freunden oder der Familie weiter wie gewohnt teilzuhaben.

Passanten des Goldschmiedehauses und der Müllerwiesen wurden durch die humorvollen und kreativen Darstellungen der Kunstfigur „Martha“ und M. Messermann, Stelzenläufer der Künstleragentur „Andersland, Humor & More“ auf den Welt-Alzheimer-Tag und Menschen mit Demenz aufmerksam gemacht. Sensibilisierung für das Thema ist das übergeordnete Ziel des jährlich stattfindenden Welt-Alzheimer-Tages.

Wir danken der Radler Gruppe um Corinne Stuttmann aus Langenselbold für ihr Interesse und ihren Zwischenstopp an unserem Stand!

Herzlichen Dank an Dr. Roland Bauer von der SEKOS Gelnhausen und Dr. Patrick Kuhmünch des Palliativ Care Teams Hanau für ihren Besuch und den regen Austausch an unserem Infostand.

Für unsere Arbeit für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen konnten wir viele Eindrücke und Ideen sammeln. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihren Besuch und die vertrauensvollen Gespräche.


Haben Sie ebenfalls Fragen zum Thema Demenz?

Pflegestützpunkt Main-Kinzig-Kreis
Telefon: 06661/85 48170
E-Mail: pflegestuetzpunkt@mkk.de

Demenzberatung der Alzheimer Gesellschaft Main Kinzig
Telefon: 06187 / 20325 – 30
E-Mail: demenzberatung@lebenswert-mkk.de

Die Themen Wohnen und Mobilität im Main-Kinzig-Kreis werden im Zuge der Sozialplanung für Senioren und Seniorinnen intensiv beleuchtet, um auch Wünsche, Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger für eine verbesserte Versorgungsstruktur einfließen lassen zu können. Hierzu fanden auf Einladung der Abteilung „Leben und Alter“ des Main-Kinzig-Kreises verschiedene Zukunftswerkstätten statt, deren Ergebnisse nun am Mittwoch, 18. November, in einem Live-Stream präsentiert werden. „Wie wollen die Menschen im Main-Kinzig-Kreis im Alter leben? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um diese Vorstellungen verwirklichen zu können? All das sind interessante und wichtige Aspekte, die wir in den vergangenen Wochen und Monaten näher beleuchtet haben. Ein wichtiges Anliegen ist es, dass Menschen jeden Alters in diese Prozesse eingebunden werden, denn Wohnen und Mobilität betrifft auch jüngere Menschen und es gibt ganz unterschiedliche Wohnformen, auch generationenübergreifend. Hier werden bewusst keine Grenzen gezogen, sondern Ideen gesammelt, um daraus brauchbare Konzepte für die Zukunft zu entwickeln“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Susanne Simmler.

Die Abteilung „Leben im Alter“ unter der Leitung von Irmhild Neidhardt hat es sich zum Ziel gesetzt, die Sozialplanung für ältere Menschen in den nächsten Jahren im Kreisgebiet voranzubringen. Als Auftakt fand hierzu im Juni eine erste Veranstaltung statt. Bedingt durch die Pandemie im Live-Stream. Dabei wurden Ziele und Themen der Altenhilfe- und Pflegeplanung vorgestellt. Im September starteten die drei Zukunftswerkstätten zu den Themen „Wohnen und Mobilität“. Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Kommunen, aber auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten Gelegenheit, ihre Vorstellungen einzubringen. Modellkommunen waren Sinntal, Jossgrund und Langenselbold. Die Bürgermeister Carsten Ullrich, Rainer Schreiber und Timo Greuel nahmen ebenfalls an den jeweiligen Veranstaltungen teil. Ein Experten-Team bereitete die Mitwirkung aller Beteiligten vor und wertete die Ergebnisse der Zusammenkünfte aus. Die Diplom-Gerontologin Angela Schönemann und der Altersforscher Dr. Heinrich Grebe haben nun die Ergebnisse und Empfehlungen für die weitere Entwicklung der wichtigen Themen „Wohnen und Mobilität“ zusammengestellt. Präsentiert wurde dies während des Live-Streams am 18. November. Interessierte haben die Möglichkeit, die Veranstaltung hier in Kürze als Video abzurufen.

Sinntal, 10. September

Insgesamt 19 TN, die sich zusammensetzen aus dem Bürgermeister, 1 Ortsvorsteher, Bürgerschaft, MA von 2 örtlichen Pflegediensten, 1 MA der KVG, MA der Regionalentwicklung aus der Kreisverwaltung, Abteilungsleitung und MA von Leben im Alter und der Moderatorin und Moderator, Rücklauf von 35 Fragebögen.

Hier kommen die Mitwirkenden zu folgendem Ergebnis:

  • Mobilität, hier sollen echte Bedarfe im Linienverkehr ermittelt und die Fahrplangestaltung verbessert werde
  • Erhalt der Häuslichkeit, hier wird eine Gemeindeschwester als Ansprechpartnerin für Bürger*innen und ehrenamtliche gewünscht und die Pflegedienste durch bessere Bezahlung gestärkt werden
  • Wohn Raum Alternativen, es wird für mehr Sozialwohnungen und kleine Wohneinheiten plädiert, die finanzierbar und altersgerecht ausgestattet sind
  • Wissen – Information, Seniorenbeauftragte/r im Haupt- und im Ehrenamt sowie Schnittstelle/Personen zwischen Angeboten und Experten*innen

Jossgrund, 14. September

Insgesamt 16 TN, die sich zusammensetzen aus dem Bürgermeister, 2 Ortsvorsteher, Bürgerschaft, 1 MA der KVG, 1 MA vom Landwirtschaftsamt, Abteilungsleitung und MA von Leben im Alter und der Moderatorin und Moderator

Hier kommen die Mitwirkenden zu folgendem Ergebnis:

  • ÖPNV, hier werden einfachere Fahrpläne, eine bessere Linienführung und gekennzeichnete verlässliche Rückfahrzeiten gewünscht
  • Bürger fahren Bürger*innen, hier sollten Ehrenamtscard-Vergünstigungen für die Fahrer*innen erweitert werden bzw. die Fahrer*innen eine Gegenleistung erhalten, zum Beispiel in Form einer höheren Kilometerpauschale
  • (Alternative) Wohnformen, Modellprojekte sollen ihre Modelle vorstellen, eventuell eine alternatives Wohnmodell ausprobiert werden
  • Wohnraumberatung, vorzeigenswerte Beispiele aus dem Privatraum in die Gemeinde einbringen, wie zum Beispiel barrierefreie Wohngestaltung, eine Beratungsstelle hierzu vernetzt die Bürger*innen
  • Erhalt eigenen Wohnraums, Austausch für Hilfesuchende und Hilfsangebote durch eine verantwortliche Person
  • Hilfs- und Unterstützungsangebote, hier ist ein/e Kümmerer*in/Koordinator*in vorstellbar, an den man/frau sich mit allen Fragen wenden kann; konkrete Angebot wie Seniorencafé, Transparenz durch Info-Veranstaltungen

Langenselbold, 18. September

Insgesamt 55 TN, die sich zusammensetzten aus, Bürgermeister, Seniorenberaterin, Mitglieder des Seniorenbeirates, Bürgerhilfe, 1 MA der KVG, Abteilungsleitung und MA von Leben im Alter und der Moderatorin und Moderator, Rücklauf von 120 Fragebögen

Hier kommen die Mitwirkenden zu folgendem Ergebnis:

  • Erhalt des eigenen Wohnraums, Wohnungstauschbörse für den Landkreis sollte ins Leben gerufen werden, für bessere Bekanntheit der Wohnberatung sorgen, Bauberatung ausbauen
  • Erreichbarkeit der Service-Infrastruktur, hier wird der Ausbau des Einkaufszentrums gewünscht, darin Außenstelle (Bürgerbüro) des Rathauses, das neue Gesundheitszentrum barrierefrei bauen, weitere Haltestellen im Stadtgebiet von der KVG planen
  • Aufenthalt in öffentlichen Räumen, Sitzinseln zum Ausruhen, Ausbaumöglichkeiten der öffentlichen Toiletten und Auflage für Gewerbetreibende Toiletten in ihren Geschäften einzurichten
  • Entflechtung der unterschiedlichen Verkehrsarten, Stadtgebiet sollte Tempo 30 Zone und Hauptdurchgangsstraßen sollten ebenfalls im Tempo reduziert werden, ein „Familienbus“ wird gewünscht
  • Bezahlbarer Wohnraum, hier ist die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft gefragt, Wohnraum soll im kommunalen Besitz bleiben und Partnerschaften für Genossenschaften gebildet werden, es wird Förderung und Steuerung durch den Landkreis gewünscht

Wanderausstellung "Was heißt schon alt?" war zu Gast im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen

Am 6. März um 16.00 Uhr hat Frau Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises die Ausstellung eröffnet.
Es folgte der Vortrag "Wenn ich alt bin, werd' ich...?" durch Frau Dagmar Wagner, M. A.

Der Film "Ü 100" mit anschließender Diskussion wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. (Termin steht noch nicht fest)

Parallel zur Ausstellung wurden während der gesamten Dauer der Ausstellung YouTube-Videos gezeigt von "Senioren zocken" und der "Marmeladenoma".

Alle Informationen zur Ausstellung befinden sich im >>Ausstellungsflyer zum Download.

Die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen werden in einem neuen Pflegeberufegesetz zusammengeführt. Die neuen Pflegeausbildungen werden zum 01.01.2020 beginnen. Ausbildungsträger werden viele Fragen zum Gesetz und der praktischen Umsetzung haben. Aus diesem Grund bieten wir zwei Informationsveranstaltungen an, die von den beiden Landkreisen Wetterau und Main-Kinzig gemeinsam durchgeführt werden.

Veranstaltung im Main-Kinzig-Kreis
18.09.2019
13.20 - 17.00 Uhr
Barbarossasaal, Forum, Barbarossastraße 24
63571 Gelnhausen

Einladung und Programm

Praxen von Hausärzten oder Allgemeinmedizinern sind häufig die erste Anlaufstelle für Menschen mit Demenz bzw. für deren Angehörige. Die Mitarbeiter/innen in diesen Praxen werden dabei regelmäßig der Anforderung ausgesetzt, einen geeigneten Umgang sowie passende Organisationsformen für diese Patientengruppe zu finden.

Vor diesem Hintergrund hat die Abteilung Leben im Alter und Bürger ein Schulungsangebot entwickelt, das sich an diesen Personenkreis wendet.

In Zusammenarbeit mit dem Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege im Main-Kinzig-Kreis werden Informationen vermittelt über

  • Aktuelle Hilfsangebote, Beratungsstellen, Organisationen und Einrichtungen für Menschen mit Demenz in der Region
  • Krankheitsbild, Diagnostik und Verlaufsformen – von der Praxis für die Praxis
  • Lösungsansätze für die Herausforderungen im Praxisalltag, wie z. B. bei der Terminvergabe, bei Wartezeiten oder während der Untersuchung
  • Wertschätzende Kommunikation sowie Vermeidung klassischer Fehler in der Kommunikation
  • Frühzeitige Unterstützung der pflegenden Angehörigen

Das Schulungsangebot ist kostenfrei. Im Anschluss an die Schulung erhalten alle Teilnehmenden ein Zertifikat sowie eine Informationsbox mit Materialien für die Arztpraxen.

Das Angebot soll zum einen dem gesteigerten Bedarf in den Arztpraxen gerecht werden und zum anderen zu einer weiteren Vernetzung in der Region zum Thema Demenz beitragen.

Die Hausarzt- und allgemeinmedizinischen sowie die internistischen Praxen erhalten Einladungen.

Bericht

Flyer-Demenzlotsin/Demenzlotse

Die kräftezehrende Doppelbelastung Beruf und Pflege hat Auswirkungen auf die Familie, das berufliche und soziale Umfeld und die eigene Gesundheit. Allen, die sich schon in diesem Spannungsfeld bewegen, haben wir bei der Veranstaltung in Gelnhausen unmittelbare Hilfe aufgezeigt, die es ermöglicht, berufstätig zu sein und trotz übernommener Pflege noch ein eigenes Leben zu führen. Neben informativen Vorträgen waren viele Unternehmen rund um Pflege, Wohnen und Hauswirtschaft, Beratungsstellen sowie Selbsthilfeangebote vor Ort, um den Interessierten mit Rat und Unterstützung zur Verfügung stehen.

Bildergalerie zur Zukunftswerkstatt am 29. Oktober 2022

Bildergalerie Zukunftsorientierte Wohnformen

Bildergalerie zum Workshop kultursensible Altenhilfe

Bildergalerie zum Weltalzheimertag

Bildergalerie zu den Zukunfstwerkstätten 2020 in Langenselbold, Jossgrund und Sinntal