Termine, Projekte und Berichte

Die Übersicht ist auf Anregung und in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsnetz Main-Kinzig-Kreis erstellt worden. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Haben Sie Ergänzungen, Veränderungs- oder Korrekturwünsche, dann wenden Sie sich bitte an die Abteilung "Leben im Alter"

Altenhilfe- und Pflegekonferenz im Main-Kinzig-Kreis

Amt für soziale Förderung und Teilhabe
Abteilung Leben im Alter
Frau Neidhardt
Tel: 06051 85-48079
E-Mail: leben-im-alter@mkk.de

  • 01. Juli 2021 14.00 – 15.00 Uhr Altenhilfe- und Pflegekonferenz des Main-Kinzig-Kreises
    Die Veranstaltung findet im Online-Format statt.
    Anmeldung noch bis 04.06.2021 unter leben-im-alter@mkk.de möglich
    keine öffentliche Veranstaltung

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Information sowie Austausch und Beratung zu Themen der Altenhilfe und Pflege. Vernetzung der Akteure der Altenhilfe und Pflege.

Teilnehmender Personenkreis: Amb. Pflegedienste, teilstationäre und vollstationäre Pflegeeinrichtungen, Main-Kinzig-Kliniken Psychiatrie, Gesundheitsamt, Überleitungen Klinikum Hanau u. Main-Kinzig-Kliniken, kommunale Seniorenberater, Seniorenberater der Wohlfahrtsverbände, Leben im Alter, Pflegestützpunkt Main-Kinzig-Kreis

Region: Main-Kinzig-Kreis

Hinweis: Wer an einer Mitarbeit in der Altenhilfe- und Pflegekonferenz interessiert ist, darf sich gerne in der Abteilung Leben im Alter anmelden.

Arbeitstreffen kommunaler Seniorenberater/innen

Amt für soziale Förderung und Teilhabe
Abteilung Leben im Alter
Frau Neidhardt
Tel: 06051 85-48079
E-Mail: leben-im-alter@mkk.de

Termin: 14. September 2021, 14 – ca. 15.30 Uhr. Es wird noch bekannt gegeben, ob die Veranstaltung in Präsenz oder Online stattfindet
Keine öffentliche Veranstaltung

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Information sowie Austausch und Beratung zu Themen der Altenhilfe und Pflege. Vernetzung der Akteure der kommunalen Seniorenberatung

Teilnehmender Personenkreis: Seniorenberater/innen der Kommunen, Pflegestützpunkt des MKK, Leben im Alter

Region: Main-Kinzig-Kreis

Arbeitskreis Qualitätssicherung ambulante Pflege Main-Kinzig -AKQaP, AB

Deutsches Rotes Kreuz Gelnhausen, Frau Grimm
Tel: 06051 480016
Mail: grimm@drkgelnhausen.de
Ort: DRK - Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern e.V., Frankfurter Str. 34, 63571 Gelnhausen

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Fördert die Arbeit im häuslichen Bereich, externe Qualitätssicherung, Informationsaustausch, gemeinsame Fortbildung, kollegiale Beratung, Interessenvertretung ambulanter Pflegedienste

Teilnehmender Personenkreis: Amb. Pflegedienste im Main-Kinzig-Kreis

Region: Main-Kinzig-Kreis

Gerontopsychiatrischer Arbeitskreis

Psychiatriekoordinator Bernd Kaltschnee,
Gesundheitsamt Main-Kinzig-Kreis
Tel: 06051 85-11641
Mail: Bernd.Kaltschnee@mkk.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Information, Austausch und Beratung zu Themen der Gerontopsychiatrie, Erarbeitung eines gerontopsychiatrischen Entwicklungsplans, Steuerung regionaler Angebote im gerontopsychiatrischen Bereich

Teilnehmender Personenkreis: Vertreter der Psychiatrischen Kliniken, niedergelassene Fachärzte, Sozialpsychiatrischer Dienst, Leben im Alter, Pflegestützpunkt, Vertreter der PSKBen, Alten- und Pflegeheimen sowie anderen stationären Einrichtungen, Seniorenberatungen und spezialisierte Pflegedienste.

Region: Main-Kinzig-Kreis

Arbeitskreis Palliativ-Care-Versorgung

Robert Flörchinger
Geschäftsführer Caritas Verband für den Main-Kinzig-Kreis e.V.
Tel: 06181 923351-0
Mail: robert.floerchinger@caritas-mkk.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Verbesserung der regionalen palliativen Versorgungssituation in Mitte und Ostteil des MKK. Kooperation und Vernetzung der beteiligten Einrichtungen. Beseitigung von Schnittstellenproblemen.

Teilnehmender Personenkreis: Pflegedienste, Ärzte, Seelsorge, Hospizdienste; Palliativteam, Überleitungsmanagement Kliniken, Altenpflegeeinrichtungen, Pflegestützpunkt, Kreisgesundheitsamt, Leben im Alter, Apotheken, Sanitätshäuser…

Region: Gelnhausen und Schlüchtern

Facharbeitskreis Soziale Arbeit

SEKOS Gelnhausen
Dr. Roland Bauer
Tel.: 06051 4163
Mail: Sekos-gelnhausen@t-online.de

Landgericht Hanau
Claudia Baltuttis
Tel.: 06053 700113
Mail: Claudia.baltuttis@lg-hanau.justiz.hessen.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Schnittstellen- verbesserung, Informationsaustausch, kollegiale Beratung, Vorstellen gesetzlicher Neuerungen oder anderer Schwerpunktthemen

Teilnehmender Personenkreis: Beratungsstellen der AWO Caritas, Diakonie, PSP, DRK, BWMK betreutes Wohnen, Frauenhaus Wächtersbach, Kinderinitiative Bad Orb, Landgericht Hanau, Pflegeheim Schloss Meerholz, Psychologische Praxis, Sekos

Region: Schwerpunkt Altkreis Gelnhausen

Netzwerk Demenz

Amt für soziale Förderung und Teilhabe
Abteilung Leben im Alter
Frau Jost
Tel: 06051 85- 48145
Mobil: 0151 2173 2405
E-Mail: claudia.jost@mkk.de
Telefax: 06051 85-948145

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Vernetzung von Akteur/innen im gesamten Main-Kinzig-Kreis zur Verbesserung von Teilhabe, Beratung, Begleitung, Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz sowie die Unterstützung und Entlastung ihrer pflegenden Angehörigen. Gewinnung von bürgerschaftlich engagierten Bürger/innen als Multiplikator/innen für Informationen rund um Themen die Menschen mit Demenz bewegen.

Teilnehmender Personenkreis:
Alzheimer-Gesellschaft Main-Kinzig e.V., APZ Alten – und Pflegezentren Main-Kinzig , Betreuungsbehörde Main-Kinzig-Kreis, Betreuungsverein Main-Kinzig e.V., Bildungspartner Main-Kinzig GmbH, Caritas Verband Main Kinzig, Gemeinde Hasselroth, Gemeinde Schöneck, Kathinka Platzhoff Stiftung, Klinikum Hanau GmbH, Main-Kinzig-Kliniken GmbH, Malteser Hilfsdienst e.V., Mehrgenerationenhaus Kleiner Anton, Palliative Patientenhilfe, Pflegestützpunkt Main-Kinzig-Kreis + Außenstelle Hanau (Pflegeberatungszentrum Hanau) , Sankt Vinzenz Krankenhaus Hanau, SEKOS Gelnhausen Selbsthilfegruppen, Seniorenbüro Rodenbach, Stadt Langenselbold, Stadtverwaltung Maintal , Stadtverwaltung Nidderau, VMLS Vereinte Martin Luther + Althanauer Hospital Stiftung

Region: Main-Kinzig-Kreis

Treffen der Steuerungsgruppe:
6.Juli 2021
14:00 – 16:00 Uhr
keine öffentliche Veranstaltung

Treffen des Netzwerks:
14. Oktober 2021 14:00 -17:00 Uhr
Anmeldung bis 4. Oktober 2021 unter leben-im-alter@mkk.de möglich
keine öffentliche Veranstaltung

Netzwerk Pflege und Medizin

Main-Kinzig-Kliniken, Andrea Leipold
Büro der Pflegedienstleitung Main-Kinzig-Kliniken Schlüchtern
Tel.: 06661 81-2273
Fax.: 06661 812445
Mail: monika.eck@mkkliniken.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Verbesserung der regionalen Versorgungssituation für pflegebedürftige Menschen. Kooperation und Vernetzung der beteiligten Einrichtungen. Beseitigung von Schnittstellenproblemen. Qualifizierung und Fortbildung. Information der Öffentlichkeit

Teilnehmender Personenkreis: Main-Kinzig-Kliniken, stat. Pflegeeinrichtungen, amb. Pflegedienste, Sanitätshäuser, Apotheken, Abteilung Leben im Alter des MKK, Pflegestützpunkt MKK, Hospizdienste

Region: Altkreise Schlüchtern und Gelnhausen sowie angrenzende Kommunen

Runder Tisch Palliativ- und Hospizversorgung in Hanau und der Region

Förderverein Palliative Patienten-Hilfe Hanau e.V.
Am Frankfurter Tor 25
63450 Hanau
Tel: 06181 – 5073050
Mail: info@palliative-patienten-hilfe.de

Beauftragter des Fördervereins für die Moderation der Netzwerktreffen: Karl Kleem, Mitglied des Vorstands

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Intensivierung der Zusammenarbeit der Leistungsträger der Palliativversorgung, um die Hilfen für betroffene Menschen bedürfnis-gerechter und gezielter einzusetzen. Die folgenden Absprachen wurden getroffen: die jeweils eigenen Angebote der Palliativversorgung werden in den freiwilligen Verbund RUNDER TISCH eingebunden; alle Beteiligten des RUNDEN TISCH kooperieren in den Fragen der Palliativversorgung miteinander; die Zusammenarbeit geschieht auf freiwilliger Basis

Teilnehmender Personenkreis: Netzwerk mit aktuell 24 Teilnehmern. Die zur Teilnahme eingeladenen Einrichtungen und Institutionen gehören alle zu öffentlich-rechtlichen oder kirchlichen Organisationen.

Region: Hanau und Region

Runder Tisch Freigericht

Gemeindeverwaltung Freigericht, Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz
Tel: 06055 – 916-0
Mail: gemeinde@freigericht.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Sicherung der medizinischen Versorgung

Teilnehmender Personenkreis: Bürgermeister, Ärzte, Vertreter KV Hessen

Region: Freigericht

Altenhilfe Hanau e.V. – AHA e.V.

AHA e.V., Geschäftsführer Herr Günter Rohler
Steinheimer Str. 1
63450 Hanau
Tel. 06181 - 9190114

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Altenhilfe in Hanau zu verbessern, -ambulante u. stationäre Altenhilfen, Wohnformen im Alter

Teilnehmender Personenkreis: AWO, DRK, Diakonisches Werk, Kirchenkreis Hanau, CV Main-Kinzig-Kreis, Evangelische Stadtgemeinde, Stadtverwaltung, alle größeren gemeinnützigen und privaten Träger der ambulanten und stationären Altenhilfe

Region: Hanau

Kleine Gesprächsrunde Langenselbold

Gemeindeverwaltung Langenselbold, Bürgermeister Jörg Muth
Tel: 06184 – 802-0
Mail: stadt@langenselbold.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Sicherung der medizinischen Versorgung

Teilnehmender Personenkreis: Bürgermeister, Ärzte

Region: Langenselbold

Netzwerk Angebote für Menschen mit Demenz in Nidderau

Stadt Nidderau
Frau Christiane Marx
Familienzentrum / Gehrener Ring 5
Tel: 06187 299-155
Mail: christiane.marx@nidderau.de
www.soziales-nidderau.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Förderung und Unterstützung von betroffenen Personen und ihren Angehörigen zum Aufbau eines optimalen Netzes aus Unterstützungs- und Hilfsangeboten

Teilnehmender Personenkreis: Seniorenberaterin der Stadt Nidderau, VMLS u. Hilfezentrale, Projekt SOwieDAheim, MPM Betreuen Zuhause, Tageszentrum Burg Wonnecken, ASB Mittelhessen

Region: Nidderau

Kleine Gesprächsrunde Rodenbach

Gemeindeverwaltung Rodenbach, Bürgermeister Klaus Schejna
Tel: 06184 – 599-0
Mail: gemeinde@rodenbach.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Sicherung der medizinischen Versorgung

Teilnehmender Personenkreis: Bürgermeister, Ärzte

Region: Rodenbach

Kleine Gesprächsrunde Schöneck

Gemeindeverwaltung Schöneck, Bürgermeisterin Cornelia Rück
Tel: 06187 – 9562-0
Mail: info@gemeinde-schoenck.de

Zielsetzung / Aufgabe / Inhalte: Sicherung der medizinischen Versorgung

Teilnehmender Personenkreis: Bürgermeisterin, Ärzte, Apotheker

Region: Schöneck

Die Themen Tod und Sterben sind in unserer Gesellschaft immer noch mit einem Tabu behaftet. Dabei gehören sie untrennbar zum Leben dazu. Tritt der Fall ein, dass ein Angehöriger oder ein nahestehender Mensch stirbt, fühlen sich viele Menschen von der Situation überfordert. Dieser Hilflosigkeit wollen wir begegnen und dazu ermutigen, auch in der letzten Lebensphase eines Menschen da zu bleiben und da zu sein. Gerade wenn Familien unvorbereitet mit dem nahenden Tod eines Angehörigen konfrontiert sind, kann es schnell passieren, dass ein sterbender Mensch ins Krankenhaus gebracht wird, weil die Angehörigen von der Situation schlichtweg überfordert sind und nichts falsch machen möchten. Nachträglich betrachtet kommt dann aber oft der Gedanke auf, dass es vielleicht doch eine gute Alternative gewesen wäre, diesen Abschied zu Hause, in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Hier sollen die Letzten Hilfen wertvolles Wissen vermitteln, um eine solche Situation besser einschätzen zu können

Die Kurse informieren nicht nur darüber, welche körperlichen Hilfestellungen in dieser Phase des Lebens Erleichterung bringen, sondern auch über rechtliche Regelungen wie die Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten. Anders als in den Erste-Hilfe-Kursen geht es hier nicht um das Retten von Leben, sondern um das würdige Abschiednehmen vom Leben. Dabei möchte dieses neue Angebot unterstützen und Orientierung in emotional schwierigen Zeiten geben.

Die Letzte-Hilfe-Kurse werden die bereits bestehenden Palliativ-Angebote sinnvoll ergänzen. Sie werden in allen 29 Kommunen des Main-Kinzig-Kreises angeboten und sind auf diese Weise wohnortnah erreichbar.

Die Kurse sind bewusst so aufgebaut, dass sie auch ohne Vorkenntnisse besucht werden können. Es geht insbesondere auch darum, Ängste und Vorbehalte abzubauen und konkret zu zeigen, wie Sterbenden mit einfachen Handgriffen geholfen werden kann.

Die Kooperationspartner der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst im Caritas-Verband für den Main-Kinzig-Kreis, des Palliative Care Teams Hanau und die Abteilung Leben im Alter aus dem Amt für soziale Förderung und Teilhabe beim Main-Kinzig-Kreis haben die Rahmenbedingungen für eine Kooperation erarbeitet.

Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt das Projekt mit 30.000 Euro im Jahr, um die Kosten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst gering zu halten.

Es konnten einige wenige Kurse in Präsenz stattfinden, die jetzt folgenden Kurse sind alle im Online-Format.

Termine 2021 - "Letzte-Hilfe-Kurse" (pdf)

Projekte und Berichte

Gründungsprotokoll (pdf-Datei Netzwerkübersicht),

Gründung Netzwerk Demenz im Main-Kinzig-Kreis

Am 18. Mai 2021 wurde in Form einer Online-Veranstaltung der Abteilung Leben im Alter unter Leitung von Irmhild Neidhardt die lang erwünschte Gründung des Netzwerks Demenz im Main-Kinzig-Kreis ins Leben gerufen.

Über 50 Teilnehmende, darunter Vertretende aus den unterschiedlichsten Gesundheits- und Sozialbereichen des gesamten Kreises waren vertreten. Viele von Ihnen konnten als Mitglieder des Netzwerks gewonnen werden. Das Gründungsprotokoll mit der Aufführung der Mitglieder, die sich bis zum 20.05.2021 angemeldet hatten, finden sie oben stehend.

Die Veranstaltung eröffnete die erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Sie stellte die Wichtigkeit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen heraus und begrüßte die rege Teilnahme der unterschiedlichen Expert/innen des Main-Kinzig-Kreises.

Durch die Veranstaltung führte Irmhild Neidhardt, Abteilungsleiterin Leben im Alter des Amtes für Soziale Förderung und Teilhabe. Sie stellte Zahlen für den Main-Kinzig-Kreis nach Veröffentlichungen von Dr. J.R. Thyrian im Demenzatlas Hessen vor. Demnach leben rechnerisch etwa 8.259 Menschen mit Demenz in unserem Kreis. Hierbei betonte sie die starke Verankerung des Fachthemas Demenz in ihrer Abteilung und wies auf die neu geschaffene Stelle der Demenzbeauftragten Claudia Jost hin. Diese Stelle ist auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgerichtet, unbefristet und in dieser Form einmalig in Hessen.

Claudia Jost hat ein zukünftiges Projekt der Abteilung Leben im Alter vorgestellt. Geplant ist der Einsatz von Multiplikator/innen als Ansprechpartner/innen für Fragen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in den Kommunen. Die Multiplikator/innen kennen die Angebote und können so vor Ort Menschen mit Demenz, deren Angehörige oder interessierte Bürger/innen unterstützen, indem sie zu Beratungsstellen, Pflegestützpunkte, Hausärzten oder in bestehende Angebote vermitteln. Sie ersetzen jedoch keine fachliche Beratung. Ihr Einsatz soll vor allem in Kommunen in denen bislang noch wenig Informationsangebote für Bürger/innen etabliert sind angeboten werden.

Seit Oktober 2020 ist der Main-Kinzig-Kreis Teil des Förderprogramms der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“. Der Netzwerkaufbau erhält so eine Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird fachlich begleitet.

Von den „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ sprach Nadine Gold, als Projektreferentin der Netzwerkstelle für Menschen mit Demenz. Die Netzwerkstelle ist bei der BAGSO, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen angesiedelt. Frau Gold beschrieb die Ziele der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ darin - lokale Angebote und Akteure im Demenzbereich zusammen zu führen und weiter zu entwickeln, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu verbessern.

Erste Ziele für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sind unter anderem eine frühe Diagnostik, und ein erleichterter Zugang zu Versorgungssystemen, sowie die verbesserte fachübergreifende Versorgung.

Die Netzwerktreffen werden regelmäßig stattfinden.
Alle Akteur/innen des Netzwerks verfügen über langjährige Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen wie Versorgung, Beratung, Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Sie können so im Austausch von Ihrem gegenseitigen Erfahrungen, ihrem Fachwissen und den spezifischen Information ihrer Bereiche profitieren.

Gemeinsam tragen sie zur Stärkung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen bei.
Wir bedanken uns für Ihr großes Interesse an der Veranstaltung und freuen uns auf einen regen Austausch!

Claudia Jost
Demenzbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises

Die Themen Wohnen und Mobilität im Main-Kinzig-Kreis werden im Zuge der Sozialplanung für Senioren und Seniorinnen intensiv beleuchtet, um auch Wünsche, Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger für eine verbesserte Versorgungsstruktur einfließen lassen zu können. Hierzu fanden auf Einladung der Abteilung „Leben und Alter“ des Main-Kinzig-Kreises verschiedene Zukunftswerkstätten statt, deren Ergebnisse nun am Mittwoch, 18. November, in einem Live-Stream präsentiert werden. „Wie wollen die Menschen im Main-Kinzig-Kreis im Alter leben? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um diese Vorstellungen verwirklichen zu können? All das sind interessante und wichtige Aspekte, die wir in den vergangenen Wochen und Monaten näher beleuchtet haben. Ein wichtiges Anliegen ist es, dass Menschen jeden Alters in diese Prozesse eingebunden werden, denn Wohnen und Mobilität betrifft auch jüngere Menschen und es gibt ganz unterschiedliche Wohnformen, auch generationenübergreifend. Hier werden bewusst keine Grenzen gezogen, sondern Ideen gesammelt, um daraus brauchbare Konzepte für die Zukunft zu entwickeln“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Susanne Simmler.

Die Abteilung „Leben im Alter“ unter der Leitung von Irmhild Neidhardt hat es sich zum Ziel gesetzt, die Sozialplanung für ältere Menschen in den nächsten Jahren im Kreisgebiet voranzubringen. Als Auftakt fand hierzu im Juni eine erste Veranstaltung statt. Bedingt durch die Pandemie im Live-Stream. Dabei wurden Ziele und Themen der Altenhilfe- und Pflegeplanung vorgestellt. Im September starteten die drei Zukunftswerkstätten zu den Themen „Wohnen und Mobilität“. Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Kommunen, aber auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten Gelegenheit, ihre Vorstellungen einzubringen. Modellkommunen waren Sinntal, Jossgrund und Langenselbold. Die Bürgermeister Carsten Ullrich, Rainer Schreiber und Timo Greuel nahmen ebenfalls an den jeweiligen Veranstaltungen teil. Ein Experten-Team bereitete die Mitwirkung aller Beteiligten vor und wertete die Ergebnisse der Zusammenkünfte aus. Die Diplom-Gerontologin Angela Schönemann und der Altersforscher Dr. Heinrich Grebe haben nun die Ergebnisse und Empfehlungen für die weitere Entwicklung der wichtigen Themen „Wohnen und Mobilität“ zusammengestellt. Präsentiert wurde dies während des Live-Streams am 18. November. Interessierte haben die Möglichkeit, die Veranstaltung hier in Kürze als Video abzurufen.

Sinntal, 10. September

Insgesamt 19 TN, die sich zusammensetzen aus dem Bürgermeister, 1 Ortsvorsteher, Bürgerschaft, MA von 2 örtlichen Pflegediensten, 1 MA der KVG, MA der Regionalentwicklung aus der Kreisverwaltung, Abteilungsleitung und MA von Leben im Alter und der Moderatorin und Moderator, Rücklauf von 35 Fragebögen.

Hier kommen die Mitwirkenden zu folgendem Ergebnis:

  • Mobilität, hier sollen echte Bedarfe im Linienverkehr ermittelt und die Fahrplangestaltung verbessert werde
  • Erhalt der Häuslichkeit, hier wird eine Gemeindeschwester als Ansprechpartnerin für Bürger*innen und ehrenamtliche gewünscht und die Pflegedienste durch bessere Bezahlung gestärkt werden
  • Wohn Raum Alternativen, es wird für mehr Sozialwohnungen und kleine Wohneinheiten plädiert, die finanzierbar und altersgerecht ausgestattet sind
  • Wissen – Information, Seniorenbeauftragte/r im Haupt- und im Ehrenamt sowie Schnittstelle/Personen zwischen Angeboten und Experten*innen

Jossgrund, 14. September

Insgesamt 16 TN, die sich zusammensetzen aus dem Bürgermeister, 2 Ortsvorsteher, Bürgerschaft, 1 MA der KVG, 1 MA vom Landwirtschaftsamt, Abteilungsleitung und MA von Leben im Alter und der Moderatorin und Moderator

Hier kommen die Mitwirkenden zu folgendem Ergebnis:

  • ÖPNV, hier werden einfachere Fahrpläne, eine bessere Linienführung und gekennzeichnete verlässliche Rückfahrzeiten gewünscht
  • Bürger fahren Bürger*innen, hier sollten Ehrenamtscard-Vergünstigungen für die Fahrer*innen erweitert werden bzw. die Fahrer*innen eine Gegenleistung erhalten, zum Beispiel in Form einer höheren Kilometerpauschale
  • (Alternative) Wohnformen, Modellprojekte sollen ihre Modelle vorstellen, eventuell eine alternatives Wohnmodell ausprobiert werden
  • Wohnraumberatung, vorzeigenswerte Beispiele aus dem Privatraum in die Gemeinde einbringen, wie zum Beispiel barrierefreie Wohngestaltung, eine Beratungsstelle hierzu vernetzt die Bürger*innen
  • Erhalt eigenen Wohnraums, Austausch für Hilfesuchende und Hilfsangebote durch eine verantwortliche Person
  • Hilfs- und Unterstützungsangebote, hier ist ein/e Kümmerer*in/Koordinator*in vorstellbar, an den man/frau sich mit allen Fragen wenden kann; konkrete Angebot wie Seniorencafé, Transparenz durch Info-Veranstaltungen

Langenselbold, 18. September

Insgesamt 55 TN, die sich zusammensetzten aus, Bürgermeister, Seniorenberaterin, Mitglieder des Seniorenbeirates, Bürgerhilfe, 1 MA der KVG, Abteilungsleitung und MA von Leben im Alter und der Moderatorin und Moderator, Rücklauf von 120 Fragebögen

Hier kommen die Mitwirkenden zu folgendem Ergebnis:

  • Erhalt des eigenen Wohnraums, Wohnungstauschbörse für den Landkreis sollte ins Leben gerufen werden, für bessere Bekanntheit der Wohnberatung sorgen, Bauberatung ausbauen
  • Erreichbarkeit der Service-Infrastruktur, hier wird der Ausbau des Einkaufszentrums gewünscht, darin Außenstelle (Bürgerbüro) des Rathauses, das neue Gesundheitszentrum barrierefrei bauen, weitere Haltestellen im Stadtgebiet von der KVG planen
  • Aufenthalt in öffentlichen Räumen, Sitzinseln zum Ausruhen, Ausbaumöglichkeiten der öffentlichen Toiletten und Auflage für Gewerbetreibende Toiletten in ihren Geschäften einzurichten
  • Entflechtung der unterschiedlichen Verkehrsarten, Stadtgebiet sollte Tempo 30 Zone und Hauptdurchgangsstraßen sollten ebenfalls im Tempo reduziert werden, ein „Familienbus“ wird gewünscht
  • Bezahlbarer Wohnraum, hier ist die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft gefragt, Wohnraum soll im kommunalen Besitz bleiben und Partnerschaften für Genossenschaften gebildet werden, es wird Förderung und Steuerung durch den Landkreis gewünscht

Der Main-Kinzig-Kreis möchte zusammen mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden die Alten- und Pflegeplanung des Kreises aktualisieren. >> zur Pressemitteilung

Im ersten Schritt wird das Vorhaben modellhaft zusammen mit drei Modell-Kommunen Langenselbold, Jossgrund und Sinntal zum Handlungsfeld „Wohnen und Mobilität“ durchgeführt.

Die Auftaktveranstaltung konnte wegen der Corona-Pandemie nicht gemeinsam mit Bürger*innen und weiteren Akteuren im Forum in Gelnhausen stattfinden, sondern im kleinen Kreis in einem Live-Stream erlebt werden.

Das Video dazu finden Sie in Kürze hier.

Fragen zu den Themen „Wohnen“ und „Mobilität“

Hier finden Sie auch die Fragen zu den Themen „Wohnen“ und „Mobilität“, die die Referentin Frau Schönemann und der Referent Dr. Grebe zur Vorbereitung auf die Zukunftswerkstätten in Sinntal, Jossgrund und Langenselbold an die Bürger*innen gestellt haben.

Wanderausstellung "Was heißt schon alt?" war zu Gast im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen

Am 6. März um 16.00 Uhr hat Frau Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises die Ausstellung eröffnet.
Es folgte der Vortrag "Wenn ich alt bin, werd' ich...?" durch Frau Dagmar Wagner, M. A.

Der Film "Ü 100" mit anschließender Diskussion wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. (Termin steht noch nicht fest)

Parallel zur Ausstellung wurden während der gesamten Dauer der Ausstellung YouTube-Videos gezeigt von "Senioren zocken" und der "Marmeladenoma".

Alle Informationen zur Ausstellung befinden sich im >>Ausstellungsflyer zum Download.

Herausforderung Demenz - Veranstaltung am 21. September 2019 im Main-Kinzig-Forum

Fachtag zum Welt-Alzheimertag 2019 und zum 20-jährigen Jubiläum der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig e.V.

Die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen werden in einem neuen Pflegeberufegesetz zusammengeführt. Die neuen Pflegeausbildungen werden zum 01.01.2020 beginnen. Ausbildungsträger werden viele Fragen zum Gesetz und der praktischen Umsetzung haben. Aus diesem Grund bieten wir zwei Informationsveranstaltungen an, die von den beiden Landkreisen Wetterau und Main-Kinzig gemeinsam durchgeführt werden.

Veranstaltung im Main-Kinzig-Kreis
18.09.2019
13.20 - 17.00 Uhr
Barbarossasaal, Forum, Barbarossastraße 24
63571 Gelnhausen

Einladung und Programm

Praxen von Hausärzten oder Allgemeinmedizinern sind häufig die erste Anlaufstelle für Menschen mit Demenz bzw. für deren Angehörige. Die Mitarbeiter/innen in diesen Praxen werden dabei regelmäßig der Anforderung ausgesetzt, einen geeigneten Umgang sowie passende Organisationsformen für diese Patientengruppe zu finden.

Vor diesem Hintergrund hat die Abteilung Leben im Alter und Bürger ein Schulungsangebot entwickelt, das sich an diesen Personenkreis wendet.

In Zusammenarbeit mit dem Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege im Main-Kinzig-Kreis werden Informationen vermittelt über

  • Aktuelle Hilfsangebote, Beratungsstellen, Organisationen und Einrichtungen für Menschen mit Demenz in der Region
  • Krankheitsbild, Diagnostik und Verlaufsformen – von der Praxis für die Praxis
  • Lösungsansätze für die Herausforderungen im Praxisalltag, wie z. B. bei der Terminvergabe, bei Wartezeiten oder während der Untersuchung
  • Wertschätzende Kommunikation sowie Vermeidung klassischer Fehler in der Kommunikation
  • Frühzeitige Unterstützung der pflegenden Angehörigen

Das Schulungsangebot ist kostenfrei. Im Anschluss an die Schulung erhalten alle Teilnehmenden ein Zertifikat sowie eine Informationsbox mit Materialien für die Arztpraxen.

Das Angebot soll zum einen dem gesteigerten Bedarf in den Arztpraxen gerecht werden und zum anderen zu einer weiteren Vernetzung in der Region zum Thema Demenz beitragen.

Die Hausarzt- und allgemeinmedizinischen sowie die internistischen Praxen erhalten Einladungen.

Bericht

Flyer-Demenzlotsin/Demenzlotse

Die kräftezehrende Doppelbelastung Beruf und Pflege hat Auswirkungen auf die Familie, das berufliche und soziale Umfeld und die eigene Gesundheit. Allen, die sich schon in diesem Spannungsfeld bewegen, haben wir bei der Veranstaltung in Gelnhausen unmittelbare Hilfe aufgezeigt, die es ermöglicht, berufstätig zu sein und trotz übernommener Pflege noch ein eigenes Leben zu führen. Neben informativen Vorträgen waren viele Unternehmen rund um Pflege, Wohnen und Hauswirtschaft, Beratungsstellen sowie Selbsthilfeangebote vor Ort, um den Interessierten mit Rat und Unterstützung zur Verfügung stehen.

Bildergalerie zu den Zukunfstwerkstätten 2020 in Langenselbold, Jossgrund und Sinntal

Bildergalerie zur Ausstellung "Was heißt schon alt?"

Es gibt viele ältere Menschen, die von ihren Angehörigen versorgt werden oder noch alleine wohnen. Einige von ihnen haben eine beginnende oder auch schon weiter fortgeschrittene Demenzerkrankung.

Für viele pflegende Angehörige bedeutet dies: „Rund-um-die-Uhr“ da zu sein. Sie wollen gerne ihren Angehörigen den Wunsch erfüllen, solange wie irgend möglich zuhause zu bleiben, haben anderseits auch selbst vieles zu erledigen oder wollen sich einfach mal ausruhen. Für die Betroffenen ist es anregend und wohltuend, wenn sie außerhalb der gewohnten, manchmal schwierigen Pflegebeziehung „mal rauskommen“ und so noch andere soziale Gemeinschaft erleben.

Im Main-Kinzig-Kreis hat sich das Konzept von „SOwieDAheim“ seit 2007 bewährt. Dabei trifft sich in privaten Häusern eine kleine Gruppe (4 max. 5 Gäste), die von der Gastgeberin und einer zweiten Betreuungsperson umsorgt werden. Es geht dabei um das gemeinsame Gestalten von 5 ½ Stunden mit Essen, Trinken, Spazierengehen und Bewegungsübungen (so weit möglich), singen und sich unterhalten.

Nach der erfolgreichen Projektphase ist "SOwieDAheim" ab 01.Juli 2016 als Betreuungsangebot nach § 45a SGB XI anerkannt. Die Kosten können daher, soweit die Voraussetzungen vorliegen, mit der Pflegekasse abgerechnet werden.

Gabriele Karadeniz

Telefon 06187 2032-512

Spitzenverbände der Pflegekassen erfolgreich, ob sich ein in Schottland entwickeltes und bewährtes Konzept von Tagespflege in Privathaushalten auf deutsche Verhältnisse übertragen lässt. In familiärer Atmosphäre werden in der Regel vier bis fünf pflegebedürftige Menschen für einige Stunden am Tag von je zwei geschulten Laienhelfern betreut und versorgt. Dadurch sollen Angehörige entlastet und in ihrer Pflegebereitschaft unterstützt werden.

Wesentliches Kennzeichen dieser Dienstleistungsform ist die Zusammenarbeit von Professionellen, Laienhelferinnen und Angehörigen. Dabei kommt einer effektiven Qualitätssicherung, die neben gesetzlichen Vorgaben vor allem die Perspektive der pflegebedürftigen Menschen im Blick hat, eine herausragende Bedeutung zu.
Analog zum schottischen Modellvorbild werden die Laienhelferinnen vor dem Einsatz geschult und anschließend engmaschig bei ihrer Arbeit begleitet. Darüber hinaus wird von Gästen und Angehörigen die Zufriedenheit mit dieser Betreuungsform ermittelt. So soll ein gemeinsames Verständnis von Qualität entwickelt und gefördert werden.

Folgende Fragen wurden im Projektzeitraum untersucht:

  • Lassen sich im Main-Kinzig-Kreis eine entsprechende Anzahl Gastgeberinnen finden, die ihr Haus/ihre Wohnung öffnen, um pflegebedürftige Menschen für einen vereinbarten Zeitraum zu betreuen?
  • Lassen sich genügend Laienhelfer rekrutieren, die die Gastgeberinnen regelmäßig unterstützen?
  • Wie müssen die in Schottland entwickelten Instrumente modifiziert werden und welche rechtlichen Fragen sind zu klären?
  • Lassen sich Vergütungsstrukturen für die Angebote der häuslichen Tagespflege entwickeln, die einerseits in die Kostensystematik der Pflegeversicherung passen und andererseits die für die Qualitätssicherung erforderliche Begleitung durch ein Projektteam refinanzieren?
  • Wie muss die Relation Fachkraft/Betreuungspersonen aussehen, damit die Qualität der Leistungserbringung und die Refinanzierung der Fachkraft gewährleistet sind?

Die Ergebnisse sind im Endbericht (siehe unten) zusammengefasst:

Das Modellprojekt „SOwieDAheim“ wurde mit dem ConSozial Managementpreis 2009 [zum Pressebericht...] und dem vdek-Zukunftspreis 2011 ausgezeichnet.

In der Zeit vom 01.07.2011 bis 30.06.2016 wurde das Modellprojekt erfolgreich fortgeführt und vom Land Hessen und den Pflegekassen nach § 45c SGB XI gefördert. Unter externer Begleitung durch die aku GmbH, Bad Dürrheim, wurde die Überleitung vom Projektstatus in die Regelversorgung vorbereitet und unterstützt. Außerdem wurden, um den Aufbau von SOwieDAheim-Betreuungsangeboten zu erleichtern, die gesammelten Erfahrungen in einem "Leitfaden zum Aufbau von qualitätsgesicherter Häuslicher Tagespflege" zusammengefasst (siehe unten).

Da auch das Pflegestärkungsgesetz keinen Sonderstatus für die "Häusliche Tagespflege" vorsieht, wird SOwieDAheim ab 01.07.2016 als anerkanntes Betreuungsangebot nach § 45a SGB XI geführt.

Pressebericht:
Das Modellprojekt „SOwieDAheim“ mit dem ConSozial Managementpreis ausgezeichnet

Das Modellprojekt „SOwieDAheim“, einer qualitätsgesicherten Tagespflege im Main-Kinzig-Kreis, erhielt in diesen Tagen bundesweite Anerkennung. Während des Deutschen Fürsorgetages und des ConSozial-Kongresses in Nürnberg wurde das Projektteam mit dem ConSozial Management-Preis ausgezeichnet. Zur Preisverleihung waren einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialamtes mit nach Nürnberg gekommen, die dieses Projekt begleiten. Außerdem war eine Gruppe von etwa 20 Betreuerinnen und Betreuern dabei. Landrat Erich Pipa gratulierte der Initiatorin des Projektes und Leiterin der Leitstelle für ältere Bürger beim Main-Kinzig-Kreis, Barbara Gregor, und ihrem Team zu dieser besonderen Würdigung. „Die herausragende Auszeichnung ist eine Bestätigung der einzigartigen Arbeit, die getragen wird von Kompetenz, Einsatz und innovativen Ideen“, lobte der Sozialdezernent. Die ConSozial ist die größte Fachmesse mit Kongress für die gesamte Sozialwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Veranstalter der ConSozial ist das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Ideelle Träger sind alle Spitzenverbände der bayerischen Wohlfahrtsverbände sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege. Der mit 8.000 Euro dotierte Management-Preis wird für herausragende Innovationen im Sozialmarkt vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen verliehen. Die Jury ist besetzt mit hochrangigen und unabhängigen Mitgliedern: Michael Löher vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, Prof. Dr. Heinrich Keupp von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Dr. Erika Neubauer von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Reiner Prölß, Referat für Jugend, Soziales und Familie der Stadt Nürnberg, Niko Roth vom Deutschen Caritasverband und Stifter Prof. Hans-Robert Walbröl von der Ernst & Young AG, München. Sie haben entschieden, den ConSozial-Management-Preis 2009 dem bundesweit einmaligen Modellprojekt „SOwieDAheim“ zu verleihen. Das Projekt ist bislang nur in Schottland umgesetzt worden. Die Idee ist, dass hilfe- und pflegebedürftige Menschen in ausgewählten Privathaushalten an einzelnen Wochentagen für die Dauer von etwa fünfeinhalb Stunden in familiärer Atmosphäre betreut werden. Dadurch werden die Angehörigen für einige Stunden entlastet und in ihrer Pflegebereitschaft unterstützt. Die Betreuung findet in kleinen Gruppen statt. Jeweils zwei geschulte Personen kümmern sich um bis zu fünf Gäste und öffnen dafür ihren Privathaushalt. Zuvor werden sie von Fachkräften des Main-Kinzig-Kreises geschult. Insgesamt 70 Stunden Theorie und 30 Stunden praktische Ausbildung gehören zur Vorbereitung. Außerdem erfolgt gerade zu Beginn eine enge Begleitung durch die Fachkräfte. „Das Modellprojekt startete im Main-Kinzig-Kreis vor zweieinhalb Jahren und verläuft sehr erfolgreich“, berichtet Barbara Gregor. Die Zahl der Haushalte, deren Türen für Hilfebedürftige geöffnet werden, steigt kontinuierlich an. Inzwischen sind es 19, die sich in 16 Kommunen des Kreises daran beteiligen. Hinzu kommen die über 50 Betreuungspersonen, die das Modell unterstützen. Die Spitzenverbände der Pflegekassen finanzieren das Projekt auf Grundlage der Experimentierklausel im Pflegeversicherungsgesetz. Barbara Gregor nahm den Preis von der Bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer entgegen. In ihrer Laudatio würdigte die Ministerin insbesondere das Konzept dieses Modells. „Die Signalwirkung für die Sozialwirtschaft und die Gesellschaft muss dazu führen, dass sich hier auch viele Nachahmer finden könnten“, sagte Haderthauer. Während der dreitägigen Veranstaltung in Nürnberg fand die Präsentation des Projektes aus dem Main-Kinzig-Kreis großes Interesse und Beachtung bei den Messebesuchern und den über 300 Ausstellern aus ganz Deutschland.

  • Projektlaufzeit: 11. Juli 2006 bis 30. Juni 2011 und 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2016
  • Projekträger: Main-Kinzig-Kreis, Leitstelle für ältere Bürger
  • Wissenschaftlicher Begleitung: iso-Institut e.V., Saarbrücken / acu GmbH, Bad Dürrheim
  • Projektleitung:
    • Pia Munjic
      Tel. 06051 9741-48077
  • Fachkräfte:
    • Gabriele Karadeniz, Dipl.-Soz. Päd., Tel. 06051 9741-48052
    • Melanie Ruiz Romero, Pflegefachkraft, Tel. 06051 9741-48092

Als Dankeschön für die im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements tätigen Betreuungspersonen gibt es einmal im Jahr eine besondere Veranstaltung. In 2013 gab es ein Tanzfest, zu dem neben den Betreuungspersonen ausnahmsweise auch die Gäste von SOwieDAheim eingeladen waren. Gestaltet wurde es von Herrn Hans Georg Stallnig von der ADTV-Tanzschule Stallnig-Nierhaus Köln und Herrn Stefan Kleinstück vom Demenz-Servicezentrum für die Region Köln und das südliche Rheinland. Es bereitete allen viel Freude, die sich auch in dem YouTubeVideo widerspiegelt.

Wir tanzen wieder - YouTubeVideo zur Veranstaltung vom 14. März in Gelnhausen