Wanderung unter fachkundiger Leitung durch den Rodenbacher Forst informierte darüber, wie Wälder widerstandsfähiger gemacht werden können

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der fachkundigen Wanderung zum Thema Wald und Klimawandel. Mit auf dem Bild Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann (Zweiter von links) und Bürgermeister Klaus Schejna (Dritter von links).

19. März 2026 - Wie steht es um die Wälder im Main-Kinzig-Kreis und wie rüstet sich die Forstwirtschaft gegen die sichtbaren Folgen des Klimawandels? Um sich ein genaues Bild von der aktuellen Lage und den strategischen Schutzmaßnahmen zu machen, luden der Main-Kinzig-Kreis und HessenForst alle Interessierten zu einer fachkundigen Wanderung in den Rodenbacher Forst ein. An der Begehung nahmen neben dem Ersten Kreisbeigeordneten Andreas Hofmann auch der Rodenbacher Bürgermeister Klaus Schejna, der Klimaanpassungsmanager des Kreises, Karl Schrass, sowie 22 interessierte Bürgerinnen und Bürger teil. Die Führung übernahm Rafael Rau von HessenForst, der an verschiedenen Stationen im Revier die komplexen Herausforderungen der modernen Forstwirtschaft verdeutlichte.

Ein zentrales Thema der Wanderung war der Zustand der Buche, eine der prägenden und wichtigsten Baumarten im Main-Kinzig-Kreis. „Als charakteristische Mutter des Waldes prägt die Buche seit Jahrhunderten das Landschaftsbild in Hessen und ist auch eine prägende Baumart im Main-Kinzig-Kreis. Doch gerade dieser markante Bestand ist heute in Gefahr: Durch die anhaltende Trockenheit und die steigenden Temperaturen ist die Buche bei uns stark gefährdet, wodurch ihr Anteil in Zukunft zurückgehen wird“, erklärte Rafael Rau. Wie er weiter ausführte, reagieren die Forstexperten auf diese Entwicklung mit einem strategischen „Portfolio-Ansatz“: Statt auf Monokulturen zu setzen, wird die Waldstruktur durch eine gezielte Mischung von Baumarten diversifiziert, die besser an das zukünftige Klima angepasst sind. Gleichzeitig wird intensiv untersucht, wie sich bestehende Bestände durch gezielte Pflege an die veränderten Bedingungen anpassen können.

„Die heutige Wanderung hat uns die Spuren gezeigt, die der Klimawandel in unseren Wäldern hinterlässt. Das ist die Realität, mit der wir heute leben. Doch was mich optimistisch stimmt, ist der unermüdliche Einsatz, mit dem die Menschen in unserem Kreis tagtäglich für die Gesundheit unserer Wälder kämpfen. Wir pflanzen heute die Bäume, unter denen künftige Generationen aufwachsen werden“, stellte Erster Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Andreas Hofmann fest. Wie wichtig ein widerstandsfähiger Wald ist, betonte der Klimaanpassungsmanager des Main-Kinzig-Kreises, Karl Schrass: „Der Wald ist unser wichtigstes natürliches Schutzgut. Er speichert Kohlendioxid, fungiert als kühler Rückzugsort bei Hitzeperioden und fördert aktiv die Biodiversität in unserer Region. Ein resilienter Forst ist daher eine Grundvoraussetzung, um die Lebensqualität im Main-Kinzig-Kreis langfristig zu sichern.“

Klaus Schejna betonte die Bedeutung des Forsts für die Gemeinde: „Der Rodenbacher Wald ist das grüne Herz unserer Gemeinde und ein unschätzbarer Wohlfühlort für unsere Bürgerinnen und Bürger. Zu sehen, wie engagiert hier an Lösungen für den Wald von morgen gearbeitet wird, bestärkt uns darin, den Klimaschutz auch auf kommunaler Ebene weiterhin mit Hochdruck voranzutreiben.“