Kamerafahrten durch unterirdische Leitungen
26. Februar 2026 - Seit mehr als 25 Jahren ist die Firma Kanalreinigung Weisgerber mit Sitz in Birstein-Unterreichenbach ein kompetenter Ansprechpartner für Kommunen, Industriebetriebe und Privathaushalte, wenn es um Fragen rund um das Thema Abwasserkanal geht. Landrat Thorsten Stolz und Birsteins Bürgermeister Fabian Fehl gratulierten Harald Weisgerber, der gemeinsam mit seiner Familie den Betrieb führt, zum jahrzehntelangen Erfolg und tauschten sich vor Ort über die Herausforderungen moderner Abwasserinfrastruktur im ländlichen Raum aus. Der im Jahr 2000 gegründete Betrieb versteht sich als verlässlicher Partner zahlreicher Kommunen, Zweckverbände und privater Auftraggeber in einer Region, die von weit verzweigten Rohrleitungsnetzen mit einer Gesamtlänge von vielen Dutzend Kilometern geprägt ist.
„Gerade im ländlichen Raum sind leistungsfähige und verlässliche Infrastrukturdienstleister ein entscheidender Standortfaktor“, betonte Landrat Thorsten Stolz während seines Besuchs und fügte hinzu: „Das Unternehmen zeigt beispielhaft, wie mittelständische Familienbetriebe mit Fachkompetenz und Innovationsbereitschaft zur kommunalen Daseinsvorsorge beitragen.“ Denn die Instandhaltung von kilometerlangen Rohrleitungsnetzen sei anspruchsvoll und stelle gerade die ländlich gelegenen Kommunen vor große Herausforderungen. „Gerade dort ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden wichtig. Das schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass Investitionen in die Kanalnetze nachhaltig wirken.“
Harald Weisgerber zog 2018 mit seinem Betrieb von Brachttal nach Unterreichenbach. Aktuell hat der Betrieb 15 Angestellte und zehn Einsatzfahrzeuge. Unterstützt wird Harald Weisgerber von den beiden Söhnen. Sebastian ist Betriebsleiter und Kai Geschäftsführer. Seine Lebensgefährtin Christiane Weber ist für den Bereich Buchhaltung und Personal zuständig. Gerade im Ausbildungsbereich sei es nicht leicht, passende Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Der Betrieb bildet im Bereich Umwelttechnologie für Rohleitungsnetze und Industrieanlagen aus. Beim Blick ins Einsatzfahrzeug wird deutlich, dass es sich um einen stark technisierten Beruf handelt, bei dem eine große Menge an Daten gesammelt wird. Mit einer Art Joystick wird die Kamera bei ihrer Fahrt durch die Abwasserrohre gesteuert, die Bilder werden live auf Monitore übertragen. So wird eine präzise Zustandsbewertung unterirdischer Leitungen ermöglicht, die normalerweise den Blicken entzogen sind. „Unser Beruf trägt zum Umweltschutz bei, denn undichte Kanäle und Rohre sind eine Gefahr für die Umwelt. Je früher defekte Stellen entdeckt werden, umso besser, das kann einer Kommune viel Geld sparen“, verdeutlicht Harald Weisgerber.
Zu den wichtigen Meilensteinen der Unternehmensgeschichte zählt der kontinuierliche Ausbau des Fuhrparks, der heute zehn spezialisierte Einsatzfahrzeuge umfasst, ebenso wie die kontinuierliche Erweiterung des Leistungsspektrums. Die Firma Weisgerber bietet Kanalreinigung per Hochdruck, aber auch elektromechanische Rohrreinigung und die Entleerung von Gruben und Fettabscheidern an. Zum Leistungsspektrum gehören neben den bereits genannten TV-Kamerainspektionen auch Schachtinspektionen, bei denen ein dreidimensionales Bild des Schachtes erstellt wird sowie Dichtheitsprüfungen von Abwasserleitungen. „Unser Anspruch war es von Anfang an, Qualität und Verlässlichkeit nicht dem Wachstum zu opfern“, erläutert Harald Weisgeber und fügt hinzu: „Investitionen in Technik und Weiterbildung waren und sind für uns der Schlüssel zu wirtschaftlicher Stabilität.“ Die zunehmende Digitalisierung ermögliche nicht nur effizientere Abläufe, sondern auch eine deutlich bessere Beratung der Auftraggeber.
Heute ist das Unternehmen als moderner Infrastrukturdienstleister aufgestellt, der von seinem Standort im ländlichen Raum aus ein weites Einsatzgebiet bedient. Die Kundennähe, kurze Reaktionszeiten und die genaue Kenntnis regionaler Gegebenheiten gelten als wesentliche Erfolgsfaktoren. Gleichzeitig übernimmt der Betrieb soziale Verantwortung, indem er den anerkannten Ausbildungsberuf „Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen“ ausbildet und damit aktiv dem Fachkräftemangel begegnet.
Auch Bürgermeister Fabian Fehl würdigte die Bedeutung des Unternehmens für die Kommune: „Für uns als Gemeinde ist es wichtig, einen leistungsfähigen Partner vor Ort zu haben, der unsere Netze kennt und im Bedarfsfall schnell handeln kann.“ Die langjährige Zusammenarbeit sei von Vertrauen und Professionalität geprägt.
Der Landrat wünschte Harald Weisgerber und seiner Familie weiterhin viel Erfolg für die kommenden Jahre und lobte deren handwerkliche Kompetenz, unternehmerischen Mut und regionale Verbundenheit als Grundlage ihres Erfolgs.
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