Landrat besucht Elektro Prell in Maintal – In dritter Generation geführt
09. Februar 2026 - Der Anlass hätte kaum passender sein können: Fast zeitgleich mit dem 60-jährigen Bestehen von Elektro Prell ist das Maintaler Unternehmen vergangenes Jahr innerhalb des Stadtgebiets umgezogen und hat in Hochstadt ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen. „Solche Betriebe sind das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft“, sagte Landrat Thorsten Stolz bei einem gemeinsamen Besuch des Unternehmens mit Bürgermeisterin Monika Böttcher und Erstem Stadtrat Karl-Heinz Kaiser. „Sie verbinden handwerkliche Qualität mit Innovationsbereitschaft und schaffen sichere Arbeitsplätze.“ Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeige sich, wie wichtig solide aufgestellte Familienunternehmen seien.
Was vor sechs Jahrzehnten als kleiner Handwerksbetrieb begann, hat sich zu einem regional fest verankerten und wirtschaftlich stabilen Unternehmen entwickelt, das bis heute in Familienhand ist: Marcel Prell hat schon 2014 die Geschäftsführung von seinem Vater Andreas übernommen, der aber nach wie vor im Unternehmen aktiv ist. „Dass wir dieses Jubiläum feiern können, ist alles andere als selbstverständlich und hat viel damit zu tun, dass wir unser Leistungsangebot frühzeitig breiter ausgerichtet haben“, betont Marcel Prell mit Dank in Richtung seines Vaters. Anerkennende Worte gab Andreas Prell an seinen Sohn zurück: „Gerade im Handwerk scheitern viele Unternehmen an der Nachfolge. Umso dankbarer bin ich, dass wir diesen Übergang gut vorbereitet und gemeinsam gestaltet haben.“ Der Umzug auf das neue Firmengelände an der Hochstädter Weinbergstraße sei dabei ein sichtbares Zeichen für Kontinuität und Zukunftsorientierung zugleich.
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1965 als Ein-Mann-Betrieb, in dem Andreas Prell selbst lernte – eben bei seinem Vater. Schon früh, mit 21 Jahren musste Andreas Prell die Rolle des Geschäftsführers übernehmen und führte den Betrieb – zunächst noch unterstützt durch die eigene Mutter, später durch Gattin Doris – gut 40 Jahre lang, genau wie sein Vater von Dörnigheim aus. Mit dem Anstieg der Mitarbeitendenzahl und Aufträge wurde es zunehmend beengter, so dass der Standortwechsel Anfang 2025 für die benötigte zusätzliche Fläche sorgte.
Heute befinden sich die Werkstatt, das Lager, der Büro- sowie der Aufenthaltsbereich der Belegschaft in Hochstadt, wobei der Aus- um Umbau noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Der ursprüngliche Standort in Dörnigheim soll aber in Kürze komplett zurückgebaut und leergeräumt sein. Unverändert ist, dass alle aus der Familie mit anpacken: Die Eheleute Marcel und Berit Prell teilen sich die Aufgaben in der Betreuung der Kunden und der Führung des Alltagsgeschäfts.
„Der private Wohnungsbau war über viele Jahre eine der Haupteinnahmequellen für unser heimisches Handwerk. Gestiegene Baukosten machen das Geschäft schwerer. Da ist es gut, wenn sich Firmen wie Elektro Prell gerade auch in bestimmten Nischen zu behaupten wissen“, sagte Landrat Stolz im Gespräch am neuen Firmensitz in Hochstadt mit Verweis auf die rege Tätigkeit im Bereich der Photovoltaik-Anlagen und der Haus-Automation. „Die Mischung aus Erfahrung und neuen Ideen ist eine große Stärke des Betriebs“, fügte Bürgermeisterin Monika Böttcher hinzu. „Elektro Prell steht beispielhaft für das leistungsfähige Handwerk in unserer Stadt und für Betriebe, die Verantwortung für Ausbildung und Arbeitsplätze übernehmen.“ So sei die Firma auch bei regionalen Ausbildungsmessen vertreten und beteilige sich rege an Veranstaltungen, um das Unternehmen und das Handwerk vorzustellen.
Der Blick nach vorn ist entsprechend optimistisch. Mit dem neuen Firmengelände seien die räumlichen Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen worden, sagte Marcel Prell: „Wir wollen uns für die Zukunft gut aufstellen, dazu unsere Mitarbeitenden langfristig binden und unseren Kundinnen und Kunden weiterhin verlässliche Qualität bieten.“
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