Musikzentrum Freigericht als kulturelles Leuchtturmprojekt

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06. Februar 2026 - Die Gemeinde Freigericht ist im Main-Kinzig-Kreis als Hochburg für Musik und Gesang bekannt und soll nun ein Musikzentrum erhalten. „Ich habe die Freigerichter Musik- und Gesangvereine und unsere Kopernikusschule in den zurückliegenden Jahren als ganz herausragende Träger der Kulturarbeit vor Ort, aber auch mit großer Strahlkraft in die gesamte Region hinein erlebt. Bei Konzerten, Festen und Veranstaltungen. Von daher ist ein Projekt wie das Musikzentrum hervorragend geeignet für diese Gemeinde“, erklärt Landrat Thorsten Stolz, der zugleich Kultur- und Finanzdezernent des Main-Kinzig-Kreises ist. Das geplante Musikzentrum sei weit mehr als ein Bauprojekt, betont Stolz. Es stehe exemplarisch für die kulturelle Infrastruktur des ländlichen Raums, für musikalische Bildung, ehrenamtliches Engagement und gelebte Gemeinschaft. „Der Main-Kinzig-Kreis ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner der Musik- und Gesangvereine, Chöre und Musikschulen. Dieses Engagement wollen wir fortsetzen und weiterentwickeln. Ein Musikzentrum in Freigericht kann dabei eine herausragende Rolle für die gesamte Region übernehmen“, so Thorsten Stolz.

Landrat begrüßt Vorstöße von CDU und SPD

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Landrat ausdrücklich den jüngsten und nun sehr konkreten Vorstoß der SPD Freigericht und Main-Kinzig, der eine Drittelfinanzierung des geplanten Musikzentrums vorsieht. „Dieser Vorschlag geht in die richtige Richtung. Denn ein Projekt dieser Größenordnung kann am Ende nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn es auf einer partnerschaftlichen Finanzierung durch die Gemeinde Freigericht, den Main-Kinzig-Kreis und das Land Hessen basiert. Idealerweise kommen ergänzend Fördermittel des Bundes und der Europäischen Union hinzu“, so Stolz weiter. Grundlage müsse jedoch zunächst eine verlässliche Aufteilung der Investitionskosten zwischen Gemeinde, Kreis und Land sein.

Ebenso begrüßt der Landrat die Initiative der CDU, das Musikzentrum in ihr Wahlprogramm aufzunehmen und sich klar zu dem Projekt zu positionieren. „Dadurch ist eine weitere wichtige Voraussetzung für dieses Großprojekt geschaffen worden. Wenn Bürgermeister, heimischer Landtagsabgeordneter und Kreisbeigeordneter sich gemeinsam und so prominent für das Musikzentrum einsetzen, ist das eine sehr gute Ausgangslage“, betont Stolz. Zugleich macht er deutlich: „Papier ist geduldig. Jetzt müssen konkrete Schritte zur Planung, Finanzierung und Realisierung folgen – parteiübergreifend, sachorientiert und im Interesse der Kultur in unserer Region.“

Freigericht kommt zentrale Rolle zu – Einbindung der Kulturschaffenden

Aus Sicht des Landrats kommt der Gemeinde Freigericht dabei eine zentrale Rolle zu. „Bei der Gemeinde müssen die Fäden zusammenlaufen“, so Stolz. Aufgabe der Kommune sei es, Planung, Organisation und Koordination des Projekts federführend zu übernehmen und dabei alle relevanten Akteure einzubinden. Dazu zählen insbesondere die Musik- und Chorverbände im Main-Kinzig-Kreis und deren hessische Landesorganisationen, die Kopernikusschule sowie die Musikschulen im Kreisgebiet. Wichtig sei zudem, dass der ehrenamtlich tätige Förderverein aus dem Hauptamt heraus aktiv unterstützt werde. Kultur und besonders aufführende Künste wie die Musik seien auf speziell geeignete Räume angewiesen – gute Akustik, Probenmöglichkeiten und Aufführungsflächen seien grundlegende Voraussetzungen für Qualität und Entwicklung. „Das geplante Musikzentrum schafft genau diese professionelle Infrastruktur. So wird die erfolgreiche kulturelle Arbeit in der Region langfristig gesichert und gestärkt“, erklärt Thorsten Stolz.

Landrat will sich für Haushaltsmittel ab 2027 einsetzen

Als Kultur- und Finanzdezernent kündigt Landrat Thorsten Stolz an, bereits ab dem Jahr 2027 einen ersten Haushaltsansatz für das Musikzentrum im Haushalt des Main-Kinzig-Kreises vorzusehen. „Wir steigen derzeit in die Planungen für den Haushalt 2027 ein. Vor diesem Hintergrund habe ich den Bürgermeister der Gemeinde Freigericht, Waldemar Gogel, sowie den heimischen Landtagsabgeordneten Max Schad angeschrieben und gebeten, ihrerseits darauf hinzuwirken, dass auch die Gemeinde und das Land Hessen ab 2027 und in den Folgejahren die notwendigen Finanzmittel für die Realisierung dieses kulturellen Leuchtturmprojekts einplanen.“

Um den weiteren Prozess eng zu begleiten, ist in den kommenden Tagen zudem ein Gespräch zwischen dem Vorstand des Fördervereins Musikzentrum Freigericht, dem Kulturamt des Main-Kinzig-Kreises und Landrat Thorsten Stolz geplant, um den Main-Kinzig-Kreis und seine Entscheidungsträger über den Planungsstand zu informieren.

Abschließend appelliert der Landrat an alle Beteiligten, den eingeschlagenen Weg nun konsequent weiterzugehen: „Wenn ein Angebot regional genutzt wird, dann muss es auch regional getragen werden. Das Musikzentrum Freigericht hat das Potenzial, ein kultureller Leuchtturm für den Main-Kinzig-Kreis zu werden. Jetzt gilt es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und dieses Projekt auf ein solides und zukunftsfähiges Fundament zu stellen.“