Medizinstudium mit praktischen Einblicken in den Öffentlichen Gesundheitsdienst

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Die angehenden Medizinerinnen und Mediziner übten, wie sie Schutzkleidung richtig anlegen.

16. Juni 2026 - Studenten und Studentinnen der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg waren im Rahmen ihres Medizinstudiums zu Gast im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises. Sie alle nehmen teil am Lehrprogramm „Bevölkerung.Medizin.Hessen“ (BevöMed). Das Programm bereitet gezielt auf eine spätere Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst vor und verfolgt mit der BevöMed-Quote das Ziel, frühzeitig Nachwuchs für die hessischen Gesundheitsämter zu gewinnen und langfristig die medizinische Versorgung im öffentlichen Gesundheitswesen zu stärken. Ziel der Exkursion in den Main-Kinzig-Kreis war es, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden und Einblicke in die vielfältige Arbeit des Amtes zu geben. Der Öffentliche Gesundheitsdienst übernimmt eine ganze Reihe an verantwortungsvollen Aufgaben für die Bevölkerung, die Arbeit ist abwechslungsreich und bietet ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche.

Neben Informationen zum amtsärztlichen Dienst erhielten die Studierenden Einblicke in die Bereiche Hygiene und Umweltmedizin. Anhand praxisnaher Fallbeispiele zu Erkrankungen wie Tuberkulose, MPox (früher „Affenpocken“) und Hirnhautentzündung lernten die angehenden Mediziner und Medizinerinnen typische Aufgaben und Herausforderungen eines Gesundheitsamtes kennen. Auch praktische Elemente standen auf dem Programm: So übten die Studierenden, wie persönliche Schutzausrüstung richtig angelegt wird und sie besichtigten ein Labor. Darüber hinaus bot die Exkursion Gelegenheit zum direkten Austausch mit Fachkräften des Amtes, die von ihren Erfahrungen aus dem Berufsalltag berichteten und Fragen zu den verschiedenen Tätigkeitsfeldern beantworteten.

Die Veranstaltung verdeutlichte die enge Verbindung von Theorie und Praxis. „Der Öffentliche Gesundheitsdienst leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit unserer Bevölkerung. Gleichzeitig bietet er Ärztinnen und Ärzten ein abwechslungsreiches und verantwortungsvolles Tätigkeitsfeld. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie eng medizinisches Fachwissen, Prävention, Infektionsschutz und Gesundheitsförderung im Alltag eines Gesundheitsamtes zusammenwirken. Deshalb freuen wir uns, den Studierenden einen Einblick in unsere tägliche Arbeit geben zu können und hoffen, sie für diesen wichtigen Berufsweg zu begeistern“, erklärte Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr.