Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann würdigt Klimascoutin Melina Meisel
16. Juni 2026 - Das Projekt „Main.Kinzig.Blüht.Netz“ für die Insektenvielfalt ist nach fünf Jahren Laufzeit beendet. Im Main-Kinzig-Kreis gibt es weiterhin eine wachsende Zahl an Menschen, die sich für Artenvielfalt stark machen. Sie führen die Idee auf eigene Weise fort und schaffen neue Lebensräume für Insekten. Zu ihnen gehört Melina Meisel, die derzeit ein Duales Studium in Public Administration in der Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises absolviert und zudem schon seit langem als Aushilfe im Jugendzentrum Ronneburg arbeitet.
Die 29-Jährige hat kürzlich eine Schulung zur kommunalen Klimascoutin abgeschlossen. Im Rahmen dieser Ausbildung plante sie ein Klimaprojekt am Jugendzentrum Ronneburg und setzte es um. Mit diesem Projekt erreichte Melina Meisel den 3. Platz.
Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann und Reinhold Walz, Leiter des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Main-Kinzig-Kreises, gratulierten der frischgebackenen Klimascoutin kürzlich. Sie überreichten Melina Meisel die Urkunde und einen Präsentkorb. „Gemeinsam mit Haustechniker Tino Lehr hat Melina Meisel eine etwa 170 Quadratmeter große Rasenfläche vor dem Jugendzentrum Ronneburg in eine Blühfläche umgewandelt. Wo früher ein relativ trostloser Rasenfleck vor dem Hauptgebäude des Zentrums war, wachsen nun Wildblumen, die Insekten Lebensraum bieten“, lobte Andreas Hofmann. „Die Fläche ist ein sichtbares Beispiel für nachhaltige Flächennutzung. Ich würde mich freuen, wenn Melina Meisel und ihre Initiative anderen als Vorbild dienten. Schon mit wenig Aufwand lässt sich in Sachen Natur- und Klimaschutz vor Ort viel erreichen. Wir brauchen Menschen, die dranbleiben – im Privaten und in den Kommunen.“
Reinhold Walz dankte Melina Meisel und Tino Lehr für ihr Engagement. „Wir haben die Fläche für dieses sinnvolle Projekt gern zur Verfügung gestellt und ebenso gern die Finanzierung sichergestellt“, so Reinhold Walz. Die Kosten für das Saatgut und den Sand für die Bodenverbesserung sowie die Leihgebühr für die Bodenfräse seien durch die Spenden der Architektengemeinschaft Weber und Elsässer, Fulda, IPP Ingenieure, Hanau, und der Damian Werner GmbH, Kalbach, überschaubar gewesen.
Zunächst wurde die Grasnarbe entfernt und der Boden verbessert, anschließend Wildblumensamen ausgesät. „Ohne Tino Lehr wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Er hat mich bei der Umsetzung maßgeblich unterstützt. Nun blüht es hier in Hülle und Fülle. Jeder, der im Jugendzentrum zu Gast ist, kann sich an den Blumen erfreuen“, sagte Melina Meisel.
Hintergrund
Im Pilotprojekt „Kommunale Klimascouts“ erfahren Auszubildende der öffentlichen Verwaltung, wie Klimaschutz im Alltag aussehen kann. In einem mehrmonatigen Qualifizierungsprogramm beschäftigen sie sich mit den Ursachen des Klimawandels, lernen die Rolle von Städten und Gemeinden beim Klimaschutz kennen und entwickeln eigene Ideen. Im Fokus stehen Lösungen, die sich in den Arbeitsalltag übertragen lassen. Den Auftakt bildete ein zweitägiger Workshop im November 2025. Bis April 2026 wurden die Teilnehmenden bei der Umsetzung ihrer Projekte durch Onlineangebote und individuelles Coaching begleitet. Zum Abschluss präsentierten sie ihre Ergebnisse und erhielten ein Zertifikat. Die besten Projekte – darunter eben auch das von Melina Meisel – wurden ausgezeichnet.
Lebenslagen
- Wirtschaft
- Arbeit und Soziales
- Auto, Verkehr und ÖPNV
- Bauen und Wohnen
- Bildung, Schule und Medien
- Frauenfragen und Chancengleichheit
- Kultur, Sport und Ehrenamt
- Gesundheit
- Familie, Kinder und Jugendliche
- Zuwanderung und Integration
- Natur, Umwelt, Landwirtschaft und Tierschutz
- Sicherheit und Ordnung
- Behinderung, Pflege und Alter
Hausanschrift
Main-Kinzig-Forum
Barbarossastraße 16-24
63571 Gelnhausen
Telefon: 06051 85-0
Telefax: 06051 85-77
E-Mail: buergerportal@mkk.de
