Familienunternehmen ODW-ELEKTRIK agiert seit vielen Jahren global und regional mit großem Erfolg

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Beim Rundgang durch die Produktion (von links) Holger Harnack (Geschäftsführer), Bürgermeister Christian Zimmermann, Landrat Thorsten Stolz, Martin Ehret (Geschäftsführer) und Alexander Med (Gesellschafter und Prokurist).

04. März 2026 - Die Produkte von ODW-ELEKTRIK in Steinau werden zwar tagtäglich genutzt und sind unverzichtbar, kaum jemand bekommt sie aber im Normalfall zu Gesicht. Denn der Zulieferer für Automobile und andere Industrieanwendungen mit Hauptsitz in Steinau hat sich in den zurückliegenden 55 Jahren auf die Entwicklung und Produktion von Spezialleitungen sowie auf die Verarbeitung diffiziler Kleinteile in hochwertigen Verkabelungen, Magnetspulen und mechatronischen Systemen spezialisiert. Landrat Thorsten Stolz informierte sich gemeinsam mit dem Steinauer Bürgermeister Christian Zimmermann bei der Unternehmensleitung – Alexander Med, Martin Ehret und Holger Harnack - über die Entwicklung des Unternehmens und seine Produkte. „ODW-ELEKTRIK steht für Kontinuität, Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit“, erklärte Alexander Med, Gesellschafter und Prokurist.

Zum Produktportfolio zählen unter anderem Zuleitungen für Abgassonden, Module für das Batteriemanagement im Bereich der Elektromobilität, Airbag-Zuleitungen, Gurtschlossschalter sowie Komfortlösungen wie Heckklappenmodule, Kicksensoren und Heizelemente für Kamerasysteme im Fahrzeug. Anders als bei anderen Automobilzulieferern liegt der Schwerpunkt bei ODW-ELEKTRIK nicht auf antriebsabhängigen Produkten. Ein großer Teil des Erfolges liegt daher in der bewussten Entscheidung, die Produktpalette möglichst breit gefächert aufzustellen – das habe wesentlich dazu beigetragen, konjunkturelle Schwankungen in der Automobilindustrie besser auszugleichen als es manch anderem Zulieferer gelungen sei. ODW-ELEKTRIK produziert und entwickelt in den Geschäftsfeldern Umwelt, Sicherheit und Komfort. Das Unternehmen ist außerdem in der Lage, Betriebsmittel für den Eigenbedarf im Bereich der Automatisierung selbst herzustellen – ganz nach den Wünschen der Kunden.

„Die ODW-ELEKTRIK ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie ein familiengeführtes Unternehmen aus dem ländlichen Raum heraus internationale Märkte erfolgreich bedienen kann“, betonte Landrat Thorsten Stolz während des Rundgangs durch Produktion und Prüflabore. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Verbindung aus technologischer Spezialisierung und das auf Nachhaltigkeit angelegte Wachstum. Das Familienunternehmen setzt auf langsames, aber stetes Wachstum und hat dabei immer auch im Hinterkopf, dass alle Entscheidungen, die getroffen werden, auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und deren Familien betreffen - an allen Firmenstandorten. „Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und entsprechend richten wir unser wirtschaftliches Handeln daran aus“, erläuterte Alexander Med.

Die Anfänge der ODW-Elektrik liegen im Odenwald, wo das Unternehmen 1970 in Beerfelden von Wolfgang Weiß, Wilhelm Albishausen, Edmund Weckesser und Artur Gensert gegründet wurde. 1975 erfolgte der Umzug nach Steinau, wo sich bis heute das Stammhaus befindet. In der Geschäftsführung arbeitet heute mit Alexander Med ein Enkel eines Gründervaters mit. Auch andere Familienmitglieder der zweiten und dritten Generation arbeiten im Unternehmen mit. In den folgenden Jahrzehnten nach der Gründung baute das Unternehmen seine Produktpalette immer weiter aus und eröffnete weitere Standorte: In Ungarn, der Ukraine, Mazedonien, Mexiko und zuletzt Tunesien. Insgesamt beschäftigt ODW-ELEKTRIK 2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen setzt bei seinen Produkten auf eine Null-Fehler-Strategie – denn die hergestellten Produkte sind teilweise wichtige Komponenten von Sicherungssystem wie Autogurten. Deshalb werden die Bauteile in Prüflaboren gründlich durchleuchtet, um größtmögliche Produktsicherheit zu erzielen. Wichtig seien hier stete Qualitätssicherung und gleichzeitig ein hoher Innovationsanspruch, betont Martin Ehret. Denn: „Solche Produkte werden dann weltweit nachgefragt.“ Die wirtschaftliche Entwicklung gibt der Unternehmensphilosophie recht: Lag der Umsatz 2010 noch bei 50 Millionen Euro, so wird er für 2026 mit 149 Millionen Euro prognostiziert, wie Holger Harnack erläuterte. Das Unternehmen versteht sich als verlässlicher Partner der internationalen Automobilindustrie und betont gleichzeitig seine regionalen Wurzeln.

„ODW-ELEKTRIK ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, der sich weltweit mit seinen Produkten einen guten Namen erarbeitet hat“, erklärte der Landrat. Auf dem Weg vom regionalen Mittelständler zum global aufgestellten Zulieferunternehmen sind der ODW-ELEKTRIK der Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Jahrzehnte treu geblieben: Die Fluktuation ist gering, die Identifikation mit den Werten des Unternehmens innerhalb der Belegschaft ist groß. Darauf sind Alexander Med, Martin Ehret und Holger Harnack stolz. Das Unternehmen bildet selbst aus – in technischen und kaufmännischen Berufen. Dabei werden Teamarbeit und Prozessverständnis gefördert.

Bürgermeister Zimmermann lobte das Unternehmen aber auch für seine jahrzehntelange Unterstützung zahlreicher kultureller Veranstaltungen in der Stadt, die ohne diese Unterstützung vielfach nicht hätten umgesetzt werden können. Die Gründerfamilien sind vernetzt in der Region und übernehmen nicht nur Verantwortung im unternehmerischen, sondern auch im gesellschaftlichen Bereich. „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten sind verlässliche Arbeitgeber wie die ODW-ELEKTRIK ein Stabilitätsanker für die Region“, stellte Landrat Thorsten Stolz fest.