Richtfest an der Paul-Maar-Schule – Ausbau für den Ganztag kommt gut voran

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Richtfest mit Erstem Kreisbeigeordneten Jannik Marquart (Fünfter von links), Schulleiterin Susanne Croce (Vierte von links), Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär (Sechster von rechts), Zimmermann Christian Schirmer (Sechster von links) und vielen Gästen an der Paul-Maar-Schule in Eichen.

29. Oktober 2026 - „Unsere Schule wird famos, mit dem Richtfest geht es los“, sangen 22 Grundschulkinder beim Richtfest an der Paul-Maar-Schule in Eichen mit hellen Stimmen nach der Melodie von „Froh zu sein bedarf es wenig...“ Von den Richtfestgästen wurden sie anschließend mit viel Applaus bedacht.

Ja, die Paul-Maar-Schule in Nidderau-Eichen wächst. Kürzlich hat der Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit der Schulgemeinde, der Stadt Nidderau sowie den beteiligten Planern und Firmen Richtfest für den zweiten Bauabschnitt gefeiert. Der Kreis baut die Grundschule in drei Schritten für den Pakt für den Ganztag aus. Im neuen Gebäudeteil entstehen eine Küche, eine Mensa und die dazugehörigen Nebenräume. Auch die sanitären Anlagen werden an den künftigen Bedarf angepasst.

Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jannik Marquart betonte die Bedeutung des Projekts für die Weiterentwicklung des Schulstandorts: „Mit dem Ausbau schaffen wir in Eichen die räumlichen Voraussetzungen für ein verlässliches Ganztagsangebot. Dazu gehören moderne Lern- und Betreuungsräume ebenso wie eine Mensa, in der die Kinder gemeinsam essen können. So stärken wir den Schulstandort und schaffen gute Bedingungen für die Kinder und ihre Familien.“ Dafür investiert der Main-Kinzig-Kreis insgesamt 5,5 Millionen Euro. Mit Abschluss der Arbeiten wird sich die Nutzfläche der Schule von bislang rund 650 auf etwa 1.200 Quadratmeter nahezu verdoppeln.

Zuvor hatte Schulleiterin Susanne Croce Kindern und Kollegium gedankt. Schließlich wird im laufenden Betrieb und damit auch während der Unterrichtszeiten gebaut. Nicht nur Lärm und Staub, sondern auch mehr Unruhe und ein halbierter Pausenhof gehören für die Schulgemeinde in diesen Monaten zum Alltag. „Der erste Bauabschnitt ist fertig. Die beiden Klassenräume, die Bücherei und der große Flur sind längst Teil des Schulalltags. Die Kinder haben die neuen Räume vom ersten Tag an in Beschlag genommen. Es fühlt sich so an, als wäre es nie anders gewesen.“

Zimmermann Christian Schirmer stieg auf das Gerüst und sagte in seinem Richtspruch: „Mög‘ Neugier dieses Haus erfüllen, den Wissensdurst der Jugend stillen. Mög‘ Streit vergehn und Freundschaft blühn und jeder sich ums Wir bemühen.“

Bereits im ersten Bauabschnitt wurde die Schule um zwei Klassenräume ergänzt. Die Arbeiten dafür liefen von August 2025 bis April dieses Jahres. Seit Februar entsteht der zweite Anbau mit Küche, Mensa und den dazugehörigen Nebenräumen. Der zweite Bauabschnitt soll nach aktuellem Plan bis August 2027 – und damit rechtzeitig zum Schuljahr 2027/2028 – abgeschlossen sein. Bei der Planung achtet der Kreis darauf, dass die neuen Räume den heutigen Ansprüchen im Schulalltag ebenso entsprechen wie den Klimaschutzzielen. Das Architekturbüro Zymelka aus Bruchköbel hat den Entwurf erstellt. Hinzu kommen Unternehmen für Gebäudetechnik, Elektro, Statik, Küchenplanung und Brandschutz.

Mit Küche und Mensa endet der Umbau an der Paul-Maar-Schule noch nicht. Nach dem zweiten folgt ein dritter und letzter Bauabschnitt. Dann nimmt sich der Main-Kinzig-Kreis den Bestand vor: Die vorhandenen Klassenräume sollen saniert und die Räume der Schulverwaltung neu gestaltet werden. So verändert sich der Standort Schritt für Schritt zu einer Schule, die auf einen längeren Schultag und die damit verbundenen Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet ist.