Auf zum Radfahren in den Jossgrund

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Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart, Radverkehrsbeauftragter Elmar Sachs und Forstamtsleiter Christian Münch (von rechts) machten sich gemeinsam ein Bild von neu gestalteten Kulturradweg „Perlen der Jossa“.

02. Oktober 2026 - Der Spessart mit seinen lichtdurchfluteten Wäldern und hübschen Ortschaften lädt in jeder Jahreszeit zum Wandern oder Radfahren ein. Für Radlerinnen und Radler wurde der Kulturradweg „Perlen der Jossa“ zwischen Lettgenbrunn und Emmerichsthal nun aufgewertet.

Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart traf sich kürzlich mit Christian Münch, Leiter des Forstamts Jossgrund, und Elmar Sachs, Radverkehrsbeauftragter des Main-Kinzig-Kreises, in Jossgrund, um sich bei einem Ortstermin ein Bild von der ausgebauten Strecke zu machen. „Gemeinsam mit den Anliegerkommunen und vor allem mit Hessen Forst ist es gelungen, die Wegequalität erheblich zu verbessern. Jetzt können Menschen, die den Spessart per Rad besuchen, komfortabler und sicherer unterwegs sein.“ Jannik Marquart betonte zudem: „Die Aufwertung haben wir gemeistert, ohne nennenswert in die Natur einzugreifen.“

Auch Christian Münch begrüßt die gewählte Lösung, nicht zuletzt, weil eine seiner Aufgaben als Forstamtsleiter darin besteht, solche Eingriffe zu minimieren. „Ich bin froh, dass der Radweg nun in einen so guten Zustand gebracht werden konnte. Die wassergebundene Oberfläche ist ideal für die Freizeitnutzung auf dieser Strecke.“ Aus Sicht des Forstamts sei diese Lösung naturverträglicher als eine Asphaltdecke. Die wassergebundene Wegedecke besteht aus mehreren verdichteten Schichten, die oberste aus einem Brechsandgemisch welches abbindet und sich verfestigt.

Der Radweg „Perlen der Jossa“ verbindet Naturerlebnis und Spessartkultur. Entlang der Strecke gibt es reichlich Gründe, vom Rad zu steigen und sich umzuschauen. In Lettgenbrunn lohnt ein Abstecher zur Burgruine Beilstein, in Pfaffenhausen lädt die Kneippanlage zu einer erfrischenden Pause ein. Weiter führt der Weg nach Oberndorf mit der Kirche St. Martin, die auch als „Dom des Jossgrunds“ bekannt ist. In Burgjoß liegen Schloss und Burgwiesenpark direkt an der Route. Wer im Sommer unterwegs ist, kann in Mernes das Naturerlebnisbad mit Kneippanlage ansteuern. Auch Marjoß mit seiner Töpfertradition erzählt ein Stück Spessartgeschichte. Über Jossa, wo der Regionalbahnhof eine bequeme An- und Abreise mit der Bahn ermöglicht, führt die Tour schließlich weiter nach Emmerichsthal. Dort bietet sich eine Einkehr an. So ist der Radweg weit mehr als eine Verbindung zwischen Orten: Er erschließt den Jossgrund mit seinen Sehenswürdigkeiten und seiner Landschaft.

Radverkehrsbeauftragter Elmar Sachs unterstrich: „Die Aufgabe des Landkreises ist unter anderem, den Verkehr auf den Straßen zu entflechten. Dafür wurde 2022 das Radverkehrskonzept erarbeitet. Die darin vorgesehenen Maßnahmen werden seitdem Schritt für Schritt umgesetzt. Der Kreis trägt damit zur Verkehrssicherheit bei und schafft gleichzeitig attraktive Alternativen zu Kreis- und Landesstraßen.“

Wer die Radtour mit der Bahn kombinieren möchte, findet neben Jossa auch in Wächtersbach Anschluss an den Regionalverkehr. Über die vielen Einkehrmöglichkeiten können sich die Radlerinnen und Radler bereits vorab online informieren, zum Beispiel auf www.spessart-tourismus.de.