Wenn das Umtauschmobil kommt, geht es um die alte Fahrlizenz

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Unser Bild zeigt (von links) Silvio Franke-Kißner (Leiter des Amtes für Sicherheit, Ordnung, Migration und Integration), Kerstin Schwarz (Leiterin Führerscheinstelle), Luise Jäger, Amelie Ziegler und Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart vor dem Umtauschmobil.

28. September 2026 - Das Führerschein-Umtauschmobil des Main-Kinzig-Kreises hat wieder Fahrt aufgenommen und bietet an unterschiedlichen Stellen im Kreisgebiet die Möglichkeit, direkt vor Ort alte Führerscheine fristgerecht umzutauschen. Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart nutzte die Gelegenheit, um bei der jüngsten Umtauschaktion in Biebergemünd mit dem Team aus der Führerscheinstelle zu sprechen. Das Umtauschmobil ist ein Büro auf vier Rädern und voll ausgestattet mit allem, was zu einem Führerscheinumtausch benötigt wird. Weil der Andrang jedoch sehr groß ist, hat die Führerscheinstelle Quartier in Räumen des Rathauses bezogen. Mehrere Stationen stehen zur Verfügung. Am Eingang werden die Formulare ausgehändigt, der Umtausch kostet mit Direktversand nach Hause 38,82 Euro, bezahlt wird via EC-Karte. Vor Ort steht auch ein Fotoautomat zur Verfügung, um bei Bedarf für sechs Euro ein biometrisches Passfoto anfertigen zu können.

„Mit dem Umtauschmobil kommt die Öffentliche Verwaltung direkt vor Ort und zeigt sich bürgernah. Das kommt bei den Menschen sehr gut an und es macht vor allen Dingen auf charmante Art darauf aufmerksam, dass alte Führerscheine umgetauscht werden müssen“, erklärte Jannik Marquart. Vor Ort waren auch Silvio Franke-Kißner, Leiter des Amtes für Sicherheit, Ordnung, Migration und Integration und Kerstin Schwarz, Leiterin der Führerscheinstelle. „Die Bürgerinnen und Bürger freuen sich sehr, wenn sie zu uns kommen. Viele haben sich dafür extra einen Termin geben lassen, andere sind spontan gekommen. Insgesamt hatten wir 71 Anträge, das ist ein sehr gutes Ergebnis“, stellt Kerstin Schwarz fest. „Wir hoffen, dass auch die künftigen Aktionen so gut angenommen werden. Die Idee für das Umtauschmobil stammt aus den Reihen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Projekt mit viel Freude und Einsatzbereitschaft umgesetzt haben“, erklärt Silvio Franke-Kißner.

Vom Führerscheinumtausch sind in Deutschland 43 Millionen Führerscheine betroffen. Um die große Zahl an Umtauschvorgängen zu koordinieren, geschieht der Austausch gestaffelt. Dieses Jahr sind die Inhaberinnen und Inhaber eines unbefristeten Kartenführerscheines dran, der in den Jahren von 2002 bis 2004 ausgestellt wurde. Aber auch alle anderen mit älteren Kartenführerscheinen oder gar noch Papierführerscheinen können vorbeikommen. Vorerst ausgenommen vom Pflichtumtausch sind all jene, die vor 1953 geboren wurden, ganz gleich welcher Art ihr Führerschein ist, sie haben Zeit bis 19. Januar 2033. Für sie ist der Umtausch bis dahin freiwillig.

Bis 2033 muss allerdings jeder einen befristeten Führerschein besitzen. Die neuen Dokumente sind immer für 15 Jahre befristet.

Ziel ist es, alle Führerscheine, die dann im Scheckkartenformat ausgehändigt werden, in einer Datenbank zu erfassen und sie einheitlich und sicherer zu gestalten, damit sie nicht gefälscht werden können. Wichtig zu wissen: Auch wenn die Umtauschfrist bereits abgelaufen ist, muss niemand Sorge haben, ein Bußgeld zu riskieren. Der Führerscheinumtausch kann in allen Führerscheinstellen des Main-Kinzig-Kreises beantragt werden, aber auch in allen 28 Rathäusern sowie bei den Terminen des Umtauschmobils. Die nächste Umtausch-Aktion findet am Mittwoch, 28. Oktober, von 13.30 bis 16.30 Uhr in Bruchköbel statt. Auch Online-Anträge sind möglich und werden sehr gerne genutzt. https://www.mkk.de.