„Gelungene Wiederaufnahme von Kinzigtal Total“
13. September 2026 - Die Freude bei allen Beteiligten war trotz des eher trüben Wetters groß: Der Radlersonntag Kinzigtal Total fand in diesem Jahr zum 31. Mal statt, es handelt sich um das größte Straßenfest in Deutschland mit zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf einer Strecke von 60 Kilometern.
Beteiligte Kommunen waren neben Sinntal, wo Landrat Thorsten Stolz an der Mehrzweckhalle in Sterbfritz Kinzigtal Total am Morgen offiziell den Startschuss gab, Schlüchtern, Steinau, Bad Soden-Salmünster, Wächtersbach, Biebergemünd, Gelnhausen, Gründau und Langenselbold. Mit einiger Verspätung konnte es bei bedecktem Himmel und ein paar Regentropfen schließlich losgehen. Die Radlerinnen und Radler waren mit wetterfester Kleidung an den Start gegangen und betätigten vergnügt die Fahrradklingeln.
„Kinzigtal Total ist eine im Main-Kinzig-Kreis einmalige Veranstaltung, bei der Tausende Menschen mit ihren Rädern auf den Straßen unterwegs sind. Ich freue mich sehr, dass wir die Veranstaltung in diesem Jahr wieder anbieten können, nachdem wir uns die Zeit genommen haben, das Sicherheitskonzept zu prüfen und mit allen Beteiligten zu überarbeiten“, sagte Thorsten Stolz zur Eröffnung, der sich bei allen Beteiligten bedankte „für die großartige Unterstützung, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre“.
Der Dank des Landrats richtete sich im Einzelnen an die kommunalen Ordnungsämter, die mit voller Besatzung zur Sicherung der Verkehrsschleusen beitrugen. Im Einsatz waren Ordnungs- und Stadtpolizeikräfte, hinzu kamen Polizeibeamte, die an Verkehrsschleusen unterstützten und für den Veranstaltungsschutz im Einsatz waren, dabei auch immer wieder geduldig auf Umleitungsstrecken hinwiesen. Darüber hinaus waren auch zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer dabei die die Veranstaltung absicherten, ebenso wie Bereichsleitungen aus der Kreisverwaltung und das Deutsche Rote Kreuz für die kleineren medizinischen Zwischenfälle.
Trotz einzelner Regenschauer über den Tag hinweg verlief der Radlersonntag weitestgehend unfallfrei – abgesehen von kleineren Pannen und vereinzelten Stürzen, die aber allesamt glimpflich ausgingen. Dass in Gelnhausen zwischen Höhe Kreiswerke-Stammsitz und der Einmündung Burgstraße Radfahrer abzusteigen hatten, traf bei den meisten Gästen auf Wohlwollen. So konnte das Risiko kleinerer Unfälle verringert werden, wo sich doch gerade dort an den Ständen immer wieder auf der Straße Schlangen bildeten.
Zahlreiche Vereine, Unternehmen und Institutionen hatten entlang der Strecke Stationen zur Verpflegung und Unterhaltung aufgebaut und boten Gelegenheit zum Genießen, Entspannen und Informieren. Vor Ort spielten Orchester und Bands, was den besonderen Charme dieser Veranstaltung ausmacht.
In Gelnhausen fanden sich an den Stimmungsnestern am Main-Kinzig-Forum und auf dem tegut-Parkplatz gerade auch viele Familien ein, wo die Kinder eifrig bei Rate- und Geschicklichkeitsspielen mitmachten, etwa an Ständen von Kreiswerke Main-Kinzig, Stadtwerke Gelnhausen, AOK Hessen, maiki, M-net, TÜV Rheinland und der Jugendverkehrsschule. Während sich vor der Kreisverwaltung Gruppen der Musikschule Main-Kinzig abwechselten, unterhielt auf dem tegut-Parkplatz die „Quatsch-Comedy-Polizei“ mit Gags und Musikeinlagen. In Gründau-Lieblos boten der Landfrauenverein Gründau und der Gesangsverein Harmonie im Hof von Bauer Würfl ein großes Vesperangebot, in Biebergemünd-Neu-Wirtheim hatte der Pfadfinder-Stamm Sankt Jakobus neben Verpflegung eine Hüpfburg und eine Kinderecke aufgebaut, in Wächtersbach waren unter anderem der Carnevalsverein und die evangelische Kirchengemeinde mit Kaffee und Kuchen für die Besucherinnen und Besucher da. Mit einem besonderen Highlight wartete Sinntal-Sterbfritz auf, wo das Mobile Museum des Deutschen Fahrradmuseums Station bezogen und einige historische Exponate mitgebracht hatte. Ein großer Spaß war es, Fahrräder nach alter Bauweise selbst auszuprobieren.
Zum Abschluss des Radlersonntags fiel die Bilanz des Landrats jedenfalls positiv aus. „Ich bin wirklich überrascht, wie viele Menschen sich weder vom Regen noch von dunklen Wolken haben abhalten lassen und mitgefahren sind. Das ist eine wirklich gelungene Wiederaufnahme von Kinzigtal Total“, so Stolz.
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