Grundsteinlegung für Erweiterungsbau an der Neuberger Erich-Simdorn-Schule

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Zahlreiche Gäste aus der Kreis- und Gemeindepolitik, den Verwaltungen, den beteiligten Unternehmen, von Planungsbüros und aus der Schulgemeinde drückten bei der Grundsteinlegung ihre Freude über den zügigen Baufortschritt aus.

09. September 2026 - Die Sonne strahlte über dem Gelände der Erich-Simdorn-Schule in Neuberg. Da passte es gut, dass die Schülerinnen und Schüler vor der Grundsteinlegung ihres neuen Erweiterungsbaus bunt gestaltete Schmetterlinge durch die Lüfte kreisen ließen und sommerliches Flair verbreiteten. Ganz zur Freude der Ehrengäste: „Das ist die schönste Begrüßung, die man sich an einem solchen Tag wünschen kann, denn genau um sie geht es: die Grundschülerinnen und Grundschüler, für die in den nächsten Monaten zusätzliche Unterrichts- und Betreuungsräume geschaffen werden“, sagte Schuldezernent Jannik Marquart in seiner Ansprache.

Insgesamt wirkten die Neuberger Grundschulkinder bei der Grundsteinlegung des zweigeschossigen Neubaus kräftig mit. Nicht zuletzt für die Zeitkapsel, die in den Boden eingelassen wurde: Sie beinhaltet unter anderem ein aktuelles Gruppenfoto der Schulgemeinde mit allen Kindern, den Text des Schul-Raps, den die Kinder bei der Feier zum Besten gaben sowie einen persönlichen Brief der Schulleitung. „Ich bin mal gespannt, wer diese Botschaften findet“, sagte Schulleiterin Silke Burhenne.

Das Gemeinsame und Verbindende stellte Burhenne in ihrer Begrüßung weiter in den Mittelpunkt. „Wir bauen an der Zukunft und legen den Grundstein für viele neue Geschichten, die hier noch geschrieben werden“, erklärte sie. Daran schloss sich der Erste Kreisbeigeordnete Jannik Marquart an. „Schon der Neubau ist eine Erfolgsgeschichte. Wir errichten mit hohem Tempo die lang ersehnte Erweiterung der Schule, die bereits zum 1. April fertiggestellt sein soll. Damit schaffen wir neue, moderne Unterrichtsräume und bringen mehr Platz für die Ganztagsbetreuung an den Schulstandort“, so Marquart. Um die Einschränkungen für den Schulbetrieb so gering wie möglich zu halten, stelle der Kreis der Schule vorübergehend mobile Raumelemente zur Verfügung.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 7,3 Millionen Euro. „Das alles planen und bauen wir ganz wesentlich mit Partnern aus der Region“, erklärte Schuldezernent Marquart. „Mit Planwerk haben wir ein Architekturbüro, mit dem wir in der Vergangenheit bereits gut zusammengearbeitet haben und freuen uns, diese Zusammenarbeit an der Erich-Simdorn-Schule in Form einer Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit Rehm Haus fortsetzen zu können.“

Der Main-Kinzig-Kreis wird als Landkreis seinen Aufgaben als Schulträger gerecht, wie Landrat Thorsten Stolz mit Hinweis auf weitere größere Bauprojekte im Kreisgebiet betonte. „Wir sind im baulichen Bereich mit unglaublicher Schlagkraft unterwegs und geben dafür binnen fünf Jahren 360 Millionen Euro aus. Das ist für moderne Lernumgebungen gut angelegtes Geld“, sagte er im Beisein vieler Ehrengäste aus der Kreis- und Gemeindepolitik, den Verwaltungen, den beteiligten Unternehmen und von Planungsbüros. „Beim Thema Bildung und Schule haben wir eine große parteiübergreifende Allianz“, betonte der Landrat und nutzte, ebenso wie der Erste Kreisbeigeordnete Jannik Marquart, die Gelegenheit zum Dank an die Gremien und die Kommunen, die die kommunale Investitionsoffensive mittragen.

Bürgermeister Jörn Schachtner drückte seine Anerkennung dafür aus, „welche Summen der Main-Kinzig-Kreis in seine Schulen investiert“ und dass gerade auch Neuberg davon so stark profitiere. Die Gemeinde wachse, der Betreuungs- und Bildungsbereich wachse mit. „Ich bin mir sicher, dass das ein tolles Gebäude wird und alle viel Freude an der Nutzung haben werden“, so der Rathauschef.

Eine wachsende Zahl an Schulkindern am Standort Ravolzhausen bedeutete auch eine wachsende Zahl an Kindern in der Ganztagsbetreuung. Dafür benötigt die Erich-Simdorn-Schule eine Mensa mit Küche und den dazugehörigen Nebenräumen. Genau dieser Bedarf wird mit dem Neubau gestillt. Als Ersatz für die abgebrochenen Einzelgebäude sowie als Erweiterung zum bestehenden Schultrakt finden Klassen- und Betreuungsräume sowie eine Mensa für die rund 255 Schülerinnen und Schüler in dem neuen Gebäude Platz.

Der Erweiterungsneubau wird auf der nördlichen Grundstücksseite der Schule verortet. Der Zugang erfolgt ganz normal über den Haupteingang an der Rüdigheimer Straße und über den Schulhof; das Gebäudeinnere wird über eine Rampe barrierefrei zugänglich sein. Der Küchenbereich für die Mensa ist für Personal und Anlieferung von der Schulstraße aus erschließbar.

Insgesamt sind im Erdgeschoss und Obergeschoss vier Klassenräume und vier Betreuungsräume sowie zugehörige Nebenräume, Technikräume und WC-Anlagen untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich zusätzlich die Mensa mit angeschlossenem Küchenbereich, Personalbereich und zwei Hausanschlussräumen.

Lange hätten sie auf diesen Tag gewartet, dringend sei der Platzbedarf: Das formulierten die Schülerinnen und Schüler in ihrem Rap wie auch – humoristisch verpackt – in einem kleinen Theaterstück. „Das Warten hat sich gelohnt, ihr dürft euch freuen auf das neue Gebäude, das jetzt in den kommenden Wochen kräftig Gestalt annehmen wird“, sagte Landrat Thorsten Stolz. „Gute Bildung braucht eine gute Lernumgebung, und die erweitern wir mit diesem Neubau.“