Häuser sind seit 120 Jahren das Kerngeschäft

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Unser Bild zeigt (von links) Marco D’Agostino (COO), Landrat Thorsten Stolz, Christian Garke (CFO) und Marco Hammer (CEO) vor einem der Bien-Zenker-Musterhäuser am Standort Schlüchtern.

08. September 2026 - Ein eigenes Haus zu bauen, gehört für viele Menschen zu den größten Projekten ihres Lebens. Fertighausanbieter versprechen kurze Bauzeiten, planbare Kosten und energieeffiziente Wohnkonzepte. Landrat Thorsten Stolz informierte sich bei einem der größten Fertighausanbieter Europas, der Bien-Zenker GmbH mit Sitz in Schlüchtern, über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens. Von der Geschäftsführung erfuhr er, dass nach wie vor hauptsächlich klassische Ein- und Zweifamilienhäuser in den Fertigungshallen in Schlüchtern und Oberleichtersbach hergestellt und innerhalb kurzer Zeit vor Ort montiert werden. Darüber hinaus feiert das Unternehmen in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen.

Im Gespräch gaben die drei Geschäftsführer Marco D’Agostino, Christian Garke und Marco Hammer dem Landrat einen Überblick über die Firmenphilosophie der Oikos Group, zu der neben Bien-Zenker auch Living Haus, Hanse Haus, Oikos Objektbau sowie Lichtecht gehören. Lichtecht ist am Firmenstandort in Hamburg für die Erstellung von hochwertigen Visualisierungen zuständig, die einen realitätsnahen Eindruck vom späteren Haus vermitteln. Die Firma Oikos Objektbau realisiert derzeit für den Main-Kinzig-Kreis einen Anbau an die Alte Dorfschule in Hasselroth-Gondsroth. „Das ist ein spannendes Projekt, da die Bauphase innerhalb weniger Monate abgeschlossen ist. Im konkreten Fall sprechen wir von einem halben Jahr. Das ist gerade im Schulbau von großem Vorteil, da jede Baustelle über einen längeren Zeitraum die Schulgemeinde enorm fordert“, stellte Landrat Thorsten Stolz fest. „Ein großer Vorteil des Fertighausbaus ist, dass wesentliche Teile des Hauses bereits in unseren Werkshallen vorgefertigt werden. Dadurch geht es auf der Baustelle schnell voran, und die Baufamilien können ihre Kosten und den Ablauf von Anfang an verlässlich planen“, erläuterte Marco D’Agostino.

Bien-Zenker wirbt mit individuell gestaltbaren Häusern, innovativen Lösungen im Wohnungsbau sowie der Verwendung von nachhaltigen Materialien. So werden die anfallenden Holzreste für die Heizanlage verwendet. Auch Reste, die bei der Verarbeitung von Rigips-Platten anfallen, werden von Bien-Zenker recycelt. „Unser Ziel ist es, möglichst abfallfrei zu produzieren“, so Christian Garke. Zum Komplettangebot gehören inzwischen auch Photovoltaikanlagen, die auf dem Dach montiert werden können. „Alles aus einer Hand – das spart Kosten und Zeit“, betonte Christian Garke. Auch bei der digitalen Begleitung von Baufamilien entwickelt Bien-Zenker neue Angebote. Mit der digitalen Hausassistentin Claudia Wagner erhalten Interessierte auf der Website Unterstützung bei ersten Fragen und Orientierung rund um das Thema Hausbau. Der KI-gestützte Hausbau-Berater CASAI hilft bereits in einer frühen Phase dabei, Wünsche zu strukturieren, passende Hauskonzepte zu finden und ein besseres Gefühl für Grundrisse, Budgets und Ausstattungsmöglichkeiten zu entwickeln. Ergänzt wird das Angebot durch einen Bemusterungskonfigurator, der Materialien, Oberflächen und Gestaltungsvarianten sehr gut erlebbar macht. „Wir merken, dass sich die Art, wie sich Menschen im Bereich Hausbau informieren, geändert hat. Vieles läuft zunächst online. Diesem Bedürfnis kommen wir entgegen und entwickeln digitale Lösungen als sinnvolle Unterstützung für unsere Baufamilien“, erklärte Marco Hammer. Die Oikos Group beschäftigt derzeit rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2025 erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von mehr als 520 Millionen Euro. Auch angesichts einer zuletzt zurückhaltenden Nachfrage zeigt sich die Geschäftsführung zuversichtlich. Die Oikos Group sei gut aufgestellt, um auch Zeiten mit geringerer Nachfrage zu überbrücken. Bei Bien-Zenker wurde zuletzt vom Drei-Schicht- auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt. „Unsere gut ausgebildeten Fachkräfte sind das Fundament unseres Unternehmens. Ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihr tägliches Engagement sind für Bien-Zenker von unschätzbarem Wert. Deshalb ist es uns besonders wichtig, ihnen auch in herausfordernden Zeiten verlässliche Perspektiven am Standort zu bieten“, erklärt Marco D’Agostino.

Zum Abschluss wünschte Landrat Thorsten Stolz dem Unternehmen zu dessen 120-jährigem Bestehen weiterhin gutes Gelingen. „Bien-Zenker genießt einen sehr guten Ruf und ist ein wichtiger Arbeitgeber für die Menschen, die hier leben“, so der Landrat.