Neue Brückenschule in Roßdorf bekommt Sporthalle
04. September 2026 - Kinder spielen, rennen und rufen auf dem Schulhof der Brückenschule in Roßdorf. Eine Lehrerin beobachtet den Trubel, bis der Schulgong ertönt. Pausenalltag an einer Grundschule des Main-Kinzig-Kreises. Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jannik Marquart besuchte kürzlich gemeinsam mit Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun und Matthias Eckhardt, Leiter des Amts für Schule, Bau und zentralen Service, die Brückenschule. Empfangen wurden sie von Schulleiterin Melanie Neumann und Konrektorin Sabine Reusert. Jannik Marquart hatte gute Nachrichten dabei: In den Neubau der Schule, der etwa 250 Meter vom jetzigen Standort entfernt entstehen soll, wird eine Sporthalle integriert.
„Die Schule ist zu voll, deshalb soll der Neubau entstehen. Die Schülerinnen und Schüler sind auf zwei Standorte verteilt, in Containern und in einem sehr in die Tage gekommenen Gebäude. Und wenn wir schon neu bauen, bauen wir auch eine neue Schulsporthalle“, erläuterte der Schuldezernent. Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, denn die bestehende Halle stammt aus dem Jahr 2009 und hat ihre normale Lebensdauer noch nicht erreicht. Sie sei allerdings deutlich zu klein für einen regulären Sportbetrieb. Aufgrund ihrer Größe könne sie auch nicht geteilt werden, so dass es angesichts der zukünftig höheren Klassenanzahl an der Brückenschule vermutlich auch zu Kapazitätsengpässen kommen könnte. „Wir würden uns ärgern, wenn wir diese Chance jetzt nicht nutzen würden. Es ist das Beste für die Kinder“, so der Kreisbeigeordnete
Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun begrüßte die Entscheidung. „Die alte Sporthalle ist keine vollwertige Sporthalle, sondern eigentlich ein Bewegungsraum. Die Stadt hat deshalb von Anfang an unterstützt, dass beim Neubau auch eine neue Halle entsteht“, sagte sie. Davon würden Schule und Vereine gleichermaßen profitieren. Mehrere Vereine hätten bereits Raumbedarf angemeldet. Der neue Standort biete zudem gute Voraussetzungen und ermögliche sichere Schulwege.
Geplant ist eine vierzügige Grundschule mit 16 Klassenräumen, vier Differenzierungsräumen und Fachräumen für Musik und Kunst. Dazu kommen Mensa, Ganztagsbetreuung und Verwaltung. Die Mensa wird für einen Zweischichtbetrieb ausgelegt. Das Gebäude hat eine Nettogesamtfläche von rund 4.700 Quadratmetern, die Bruttogeschossfläche beträgt etwa 5.300 Quadratmeter. Das Grundstück umfasst rund 9.000 Quadratmeter.
Die neue Brückenschule wird als Clusterschule mit flexiblen, offenen Lernlandschaften geplant. Eine zentrale Mitte soll als Marktplatz dienen. Auch der Schulhof wird in das pädagogische Konzept einbezogen. Vorgesehen sind eine naturnahe Gestaltung, ein grünes Klassenzimmer sowie Flächen zum Lernen, Bewegen und Verweilen. Bäume und Grünflächen sollen für ein angenehmes Mikroklima sorgen und an heißen Sommertagen Schatten und Kühlung bieten.
Mit dem Neubau endet die derzeitige Übergangslösung für die vierten Klassen, die wegen des Platzmangels an die Heinrich-Böll-Schule ausgelagert sind. „Wir freuen uns sehr auf den Neubau und darauf, dass wir bald wieder alle an einem Standort sind“, sagte Schulleiterin Melanie Neumann. Wenn der Zeitplan eingehalten werde, könnten die heutigen Zweitklässler noch in die neue Schule einziehen.
In das Schulgebäude wird eine Einfeld-Sporthalle mit rund 405 Quadratmetern Sportfläche integriert. Eine freistehende Halle hätte mehr Grundstücksfläche beansprucht und damit die Aufenthaltsflächen für die Kinder verkleinert. Ein separater Eingang ermöglicht den Vereinen, die Halle auch außerhalb der Schulzeiten zu nutzen.
Geplant sind eine Wärmepumpe, eine Flächenheizung und eine Lüftungsanlage, die im Sommer die Zuluft kühlt. Hinzu kommen ein Gründach und eine Photovoltaikanlage. Der sommerliche Wärmeschutz soll bei Schulneubauten des Kreises künftig grundsätzlich stärker berücksichtigt werden, bekräftigte Jannik Marquart. Über die damit verbundenen Mehrkosten muss der Kreistag entscheiden. „Wir müssen uns dem Thema stellen. Dieser Sommer hat uns das allzu deutlich vor Augen geführt“, so der Dezernent.
Die Ausschreibung läuft bereits. Die Vergabe ist für Ende 2026 vorgesehen, 2027 soll mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Mitte 2028 geplant, so dass der Unterricht zum Schuljahr 2028/29 am neuen Standort beginnen kann. Der Main-Kinzig-Kreis kalkuliert mit einer Gesamtinvestition von rund 28,8 Millionen. „Das Projekt ist Teil der Schulbauoffensive des Kreises, der weiterhin auf der politischen Agenda steht“, so Jannik Marquart.
Noch offen ist, was nach dem Umzug mit dem bisherigen Schulgelände und der bestehenden Sporthalle geschieht. Klar sei, dass Bruchköbel Flächen für bezahlbaren Wohnraum benötige, so Braun. Die Stadt habe bereits Gespräche mit der Baugenossenschaft aufgenommen. Auch der Main-Kinzig-Kreis habe Interesse an einer solchen Entwicklung.
Lebenslagen
- Wirtschaft
- Arbeit und Soziales
- Auto, Verkehr und ÖPNV
- Bauen und Wohnen
- Bildung, Schule und Medien
- Frauenfragen und Chancengleichheit
- Kultur, Sport und Ehrenamt
- Gesundheit
- Familie, Kinder und Jugendliche
- Zuwanderung und Integration
- Natur, Umwelt, Landwirtschaft und Tierschutz
- Sicherheit und Ordnung
- Behinderung, Pflege und Alter
Hausanschrift
Main-Kinzig-Forum
Barbarossastraße 16-24
63571 Gelnhausen
Telefon: 06051 85-0
Telefax: 06051 85-77
E-Mail: info@mkk.de
