Sprachfähigkeit als Grundstein der Entwicklung

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Der Fachtag und der Workshoptag des Jugendamts zu Sprache und Vielfalt traf auf ein großes Interesse.

28. August 2026 - Mehr als 100 Personen von Kita-Trägern und aus der Kita-Praxis haben an zwei Veranstaltungen des Jugendamtes zum Thema Sprache und Vielfalt in Kitas teilgenommen. Den Auftakt bildete ein Fachtag vor den Sommerferien, für den Benedikt Wirth vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung aus Berlin als Referent zum Thema Institutionalisierte Diskriminierung mit Schwerpunkt auf Sprache gewonnen werden konnte. Daran knüpfte nun ein Workshoptag im August an.

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung im Vortragssaal der Bildungspartner Main-Kinzig stand das Thema Sprache in Kitas mit den damit verbunden Potenzialen und Herausforderungen. Die betrachteten Themenfelder reichten von Mehrsprachigkeit über Sprachentwicklung und deren Förderung hin zur Kommunikation bei eingeschränkten Sprachfähigkeiten. So beleuchtete Iris Jander vom Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises das Thema der Umsetzung des hessischen Kindersprachscreenings (KiSS) und die Fachreferentin für Sprache und BEP-Multiplikatorin Stefanie Salomon gab einen Impulsvortrag zum Thema Alltagsintegrierte Sprachbildung.

Das theoretische Wissen aus dem Fachtag wurde im Rahmen eines Workshop-Tages im Main-Kinzig-Forum für die Praxis aufbereitet und diskutiert. In vier verschiedenen Workshops konnten sich die Fachkräfte aus den Kitas über ihre Handlungspraxis austauschen und neue Impulse aufnehmen. Vermittelt wurden zudem zahlreiche Best-Practice-Modelle für die tägliche Arbeit in den Kitas. „Die lebhaften, abwechslungsreichen Diskussionen und der Austausch haben gezeigt, wie viele Ideen und gute Beispiele es in den Kitas selbst gibt, um vorhandene Potentiale zum Beispiel im Bereich Mehrsprachigkeit zu nutzen“, erklärte die Jugendhilfeplanerin Dr. Isabel Lang.

Ein Workshop für die gute Entwicklung des Lerngedächtnisses und der Anpassung an unterschiedliche Alltagssituationen der Kinder, ein Stimmtraining für Erzieherinnen und Erzieher sowie Workshops zur Unterstützung der Kommunikation über Gebärden und zu inklusiver Haltung und diversitätssensibler Sprache waren Bestandteil des Angebots. Als Impulsgeberinnen fungierten Simone Floren, Annika Bleek, Bettina Müller vom Behinderten-Werk Main-Kinzig und Christina Schmitt von der Karl-Kübel-Stiftung. Jugendhilfeplaner Günther Koch dankte ihnen und versprach, allen Interessierten den Kontakt zu den Vortragenden herzustellen, um einzelne Themen zu vertiefen.

Birgit Dutiné und Eleni Chaita von der Zentralstelle für Kinderbetreuung des Kreisjugendamtes freuten sich über die große Beteiligung und die interessierten Diskussionen mit zahlreichen Praxistipps. „Viele der Teilnehmenden haben um eine Wiederholung des Workshop-Tages gebeten“, sagte Dutiné und versprach weitere Fortbildungen in diesem Bereich. „Im Main-Kinzig-Kreis gibt es darüber hinaus zahlreiche Unterstützungsangebote für Kitas, auf die wir beim Fachtag und den Workshops bereits aufmerksam machen konnten“, fügte Eleni Chaita hinzu.