Orte für Begegnung in Alsberg und Ahl werden weiterentwickelt
24. August 2026 - Mit den Gasthäusern und kleinen Läden sind in vielen Dörfern auch Treffpunkte verschwunden. Man läuft sich seltener zufällig über den Weg und bleibt mal kurz stehen, um miteinander zu reden. Deshalb lohnt es sich, die Orte zu stärken, die noch da sind. In Ahl und Alsberg sollen deshalb zwei bestehende Orte weiterentwickelt werden. Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt die Stadt Bad Soden-Salmünster dabei im Rahmen der Dorfentwicklung mit insgesamt rund 21.800 Euro. Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann übergab die Förderbescheide kürzlich in Ahl an Bürgermeister Dominik Brasch. Bei dem Termin war auch Katrin Hess, Leiterin des Amtes für Umwelt, Natur und ländlichen Raum, dabei.
In Ahl geht es um den ehemaligen Schulhof im historischen Ortskern. Die asphaltierte Fläche liegt direkt am Dorfgemeinschaftshaus und wird bislang vor allem für das Backhausfest und den Weihnachtsmarkt genutzt. Künftig soll daraus ein Platz mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität werden.
„Gerade in kleineren Orten braucht es Plätze, an denen man sich trifft, miteinander redet und zum Zusammenkommen einlädt“, sagte Andreas Hofmann. „Viele Gasthäuser und Läden sind in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden. Damit sind auch Orte verloren gegangen, an denen Begegnungen ganz selbstverständlich stattgefunden haben. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit den Menschen vor Ort neue Möglichkeiten dafür zu schaffen.“
In Ahl soll zunächst unter Beteiligung der Ortsbürgerschaft ein Nutzungskonzept entstehen, auf dessen Grundlage die weitere Planung erarbeitet wird. Erste Überlegungen hat der Ortsbeirat bereits angestellt. Dazu gehört eine Rastmöglichkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer, denn der Platz liegt unmittelbar am Hessischen Radfernweg R3. Für Konzept und Planung entstehen Gesamtkosten von rund 23.400 Euro. Der Zuschuss aus der Dorfentwicklung beträgt knapp 16.700 Euro. Die spätere bauliche Umsetzung soll mit einem weiteren Förderantrag angegangen werden.
Der zweite Förderbescheid betrifft das Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule in Alsberg. Das Gebäude befindet sich noch weitgehend in seinem ursprünglichen Zustand. Nun soll geplant werden, wie es für die weitere Nutzung fit gemacht werden kann. Vorgesehen sind unter anderem ein barrierefreier Zugang und die Erneuerung der blind gewordenen Fenster.
Bürgermeister Dominik Brasch sieht in beiden Projekten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Dorflebens in den Stadtteilen. „In Ahl haben wir mitten im Ort eine Fläche, aus der viel mehr werden kann. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort wollen wir herausfinden, was dort gebraucht wird und wie daraus ein attraktiver Treffpunkt für das Dorf entstehen kann. In Alsberg geht es darum, die Alte Schule zeitgemäß weiterzuentwickeln und dauerhaft als Ort der Gemeinschaft zu erhalten“, so der Bürgermeister.
Ein Dorfgemeinschaftshaus sei schließlich weit mehr als ein Gebäude, das für einzelne Veranstaltungen aufgeschlossen werde: „Hier treffen sich Vereine, hier wird gemeinsam gefeiert, organisiert und miteinander gesprochen. Gerade in unseren kleineren Stadtteilen sind solche Treffpunkte ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens. Deshalb ist es richtig, in ihren Erhalt und ihre Zukunft zu investieren.“
Die Planung in Alsberg kostet rund 7.100 Euro und wird mit knapp 5.100 Euro aus Mitteln der Dorfentwicklung unterstützt. Nach Abschluss der Planung soll auch hier die bauliche Umsetzung folgen.
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