„Unternehmenstag des Bevölkerungsschutzes“ im Main-Kinzig-Forum – Anmeldung bis 13. August möglich
05. August 2026 - Weltweite Katastrophen, Krisen und Konflikte können schnell auch Auswirkungen auf die Wirtschaft in unserer Region haben. Ein gutes Krisenmanagement gehört damit fast schon zum Tagesgeschäft. Was aber, wenn die Situation sich weiter verschärft oder durch konkrete lokale und regionale Ereignisse potenziert wird? Naturkatastrophen, Unfälle und Störungen der Infrastruktur können hinzukommen – sind womöglich sogar als „hybride Kriegsführung“ absichtlich herbeigeführt. Im Betrieb können Produktions- und Lieferwege beeinträchtigt werden. Personal ist möglicherweise durch ehrenamtliches Engagement in der Gefahrenabwehr oder wehrdienstliche Verpflichtungen nicht verfügbar.
„Industrie und Handelsunternehmen, Handwerk und Dienstleistung können von einer Krisenlage existentiell betroffen sein. Gleichzeitig können sie aber auch zur Bewältigung der Lage maßgeblich beitragen“, sagt Landrat Thorsten Stolz. „Bevölkerungsschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die deshalb auch für jeden einzelnen Betrieb gilt. Deshalb begrüße ich die Initiative der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, gemeinsam mit unserem Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr eine entsprechende Informations- und Netzwerkveranstaltung zu konzipieren“, so der Landrat.
So findet am Donnerstag, 20. August 2026, unter dem Motto „Unternehmenstag Bevölkerungsschutz“ die Informations- und Workshop-Veranstaltung „Krise und Verteidigungsfall – betrifft das auch unseren Betrieb?“ von 16 bis 19 Uhr im Barbarossasaal des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen statt. „Besonders erfreut sind wir, dass auch die Kreishandwerkerschaft Hanau und die Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern sofort ihre Mitwirkung zugesagt haben. So können wir praktisch alle Betriebe im Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau informieren und einen Austausch auf breiter Basis ermöglichen“, berichtet Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer der IHK. „Handwerksbetriebe sorgen täglich dafür, dass unsere Region funktioniert – von der Energie- und Wasserversorgung über die Gebäudetechnik bis hin zur Mobilität und Versorgung der Menschen. Der Unternehmenstag Bevölkerungsschutz bietet wichtige Impulse, um die Widerstandsfähigkeit der Betriebe zu stärken und sich auf Krisensituationen vorzubereiten“, so Anett Kuykendall von der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern.
„Je besser sich Unternehmen mit potenziellen Szenarien und den denkbaren Auswirkungen auf den eigenen Betrieb beschäftigen, desto eher wird man sich an eine solche Lage erfolgreich anpassen können. Und das hat dann positive Auswirkungen sowohl auf den Betrieb wie auf die ganze Bevölkerung. Deshalb möchten wir Handwerk, Dienstleistung, Handel und Industrie auch auf die im Zusammenhang mit einem sog. Spannungs-, Bündnis- oder Verteidigungsfall stehenden Auswirkungen hinweisen“, ergänzt Dr. Quidde, der neben seiner leitenden IHK-Funktion zusätzlich als Oberst der Reserve über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Zivilen Verteidigung verfügt und durch seine überregionale Vernetzung hochkarätige Referenten für die Veranstaltung gewinnen konnte.
Die Veranstaltung gliedert sich in einen allgemeinen Teil und vertiefende Workshops. Im ersten Teil werden Szenarien aus den Bereichen Katastrophenschutz und Verteidigung vorgestellt sowie Methoden vermittelt, mit denen Unternehmen ihre eigene Krisen- und Resilienzfähigkeit einschätzen können. Anschließend werden in Kleingruppen die betrieblichen Auswirkungen der Themen Energieversorgung, ehrenamtliches Engagement, institutionelle Kommunikation und hybride Bedrohungen praxisnah vertieft. Dabei steht der Austausch von Erfahrungen und Lösungsansätzen zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt.
„Deshalb haben wir im direkten Anschluss an den Workshopteil noch Zeit zum Netzwerken eingeplant“, sagt Dr. Wolfgang Lenz vom Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr und ergänzt „wir sind zuversichtlich, an diesem Tag den Grundstein für weitere Veranstaltungen auch auf kommunaler und überregionaler Ebene legen zu können“. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis möglichst 13. August online unter www.ihk.de/hanau/krisenmanagement erforderlich.
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