Orden, Ehrenzeichen, Ehrenbriefe, Medaillen

Tag für Tag erbringen viele Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises außerhalb ihrer beruflichen oder privaten Verpflichtungen ehrenamtliche Leistungen, für die sie keinen Dank, geschweige denn eine Vergütung erwarten. Ohne ihr Engagement ist das Leben im Kreis unvorstellbar. Sie widmen sich ihren Aufgaben oft über Jahrzehnte und bringen viel Zeit, Kompetenz, Arbeitskraft und finanzielle Mittel auf. Die Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtliche Arbeit leisten, haben eine Vorbildfunktion gegenüber ihren Mitmenschen.

Der Main-Kinzig-Kreis bedankt sich auch im Namen des Landes Hessen und der Bundesrepublik Deutschland für dieses Engagement, indem Orden und Ehrungen vergeben werden. Diese dienen der öffentlichen Anerkennung für Verdienste oder besonderes ehrenhaftes oder selbstloses Verhalten von Bürgerinnen und Bürgern. Mit den Orden- und Ehrenzeichen wird die Loyalität der Bürgerinnen und Bürger gegenüber dem Land oder dem Staat geehrt.

Förderales System der Vergabe von Orden und Ehrenzeichen

In Deutschland gibt es auf verschiedenen Ebenen des förderalen Systems Orden, Medaillen, Ehrenzeichen und Ehrenbriefe zum Ausdruck der Ehrung, Anerkennung und des Dankes für besondere Verdienste im gesamtgesellschaftlichen Interesse und im Rahmen von ehrenamtlichen Aktivitäten.

Das gesamte Aufgabengebiet der Orden- und Ehrenzeichen wurde aus dem Bereich der ehemaligen allgemeinen Landesverwaltung verlagert. Folgende Orden, Ehrenzeichen, Medaillen und Ehrenbriefe können über den MKK beantragt werden.

Übersicht der Orden, Medaillen, Ehrenbriefe, Ehrenzeichen

Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises

Allgemeine Informationen

Der Ehrenbrief ist eine Auszeichnung des Main-Kinzig-Kreises. Den Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises können Personen erhalten, die in der kommunalen Selbstverwaltung oder in kommunalen Einrichtungen, in Vereinen mit kulturellen oder sozialen Zielen oder in vergleichbarer Weise mindestens zehn Jahre ehrenamtlich über das normale Maß hinaus tätig waren oder Personen, welche sich besondere Verdienste um das Ehrenamt erworben haben. Die oder der Vorgeschlagene müssen der Auszeichnung würdig sein.

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Wichtig:

In begründeten Ausnahmefällen, insbesondere wenn die ehrenamtliche Tätigkeit in einem höheren Lebensalter erbracht worden ist, genügt auch eine geringere Dauer der Tätigkeit.

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Wer kann geehrt werden?

Viele Personen im Main-Kinzig-Kreis engagieren sich über das normale Maß hinaus ehrenamtlich, ohne in Vorständen oder Parlamenten tätig zu sein. Als Zeichen der Anerkennung verleiht der Main-Kinzig-Kreis diesen Personen, sofern die Voraussetzungen für eine staatliche Ehrung nicht erfüllt sind, den Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises. Ebenso Personen, welche sich besondere Verdienste um das Ehrenamt erworben haben.

Geehrt werden können somit alle ehrenamtlichen Personen, welche nicht für den Ehrenbrief des Landes Hessen vorgeschlagen werden können.

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Einschränkungen:

  • Mitglieder von Parteien und Organisationen, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, können nicht mit dem Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet werden
  • Personen mit einem Eintrag im Strafregister.

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Angaben

Vollständige Angaben zur Person der oder des Vorgeschlagenen erleichtern und verkürzen die Bearbeitung eines Antrags erheblich.

Bei Antragstellung ist zu bedenken, dass das Prüfungsverfahren unter Umständen mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen kann, weil verschiedene Institutionen, Vereine, Verbände und Gremien in denen die/der Vorgeschlagene ehrenamtlich tätig ist oder war und sich Verdienste erworben hat, angeschrieben und gehört werden müssen.

Im Rahmen der Möglichkeiten können Wunschtermine für die Verleihung berücksichtigt werden; dies ist allerdings aufgrund vorstehender Ausführungen nicht immer möglich.

Die Verleihung soll grundsätzlich in einem würdigen Rahmen erfolgen. Verleihungen anlässlich von Geburtstagen oder im Rahmen von Geburtstagsfeiern sind nicht möglich.

Die Terminabstimmung erfolgt über das Büro des Landrats oder die Ehrenamtsagentur (Tel. 06051 - 85 11209) oder Email ehrenamtsagentur@mkk.de.

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Ablehnungen

Ablehnungen erfolgen grundsätzlich ohne Begründung. Ein Rechtsanspruch auf Verleihung des Ehrenbriefes des Main-Kinzig-Kreises besteht nicht.

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Richtlinien über die Vergabe des Ehrenbriefes des Main-Kinzig-Kreises

Präambel

Die Vergabe des Ehrenbriefes des Landes Hessen ist an Mandate oder Funktionen geknüpft. Viele Personen im Main-Kinzig-Kreis engagieren sich über das normale Maß hinaus ehrenamtlich, ohne in Vorständen oder Parlamenten tätig zu sein.

Als Zeichen der Anerkennung für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit verleiht der Main-Kinzig-Kreises ab dem Jahre 2010 für diese Personen, sofern die Voraussetzungen für eine staatliche Ehrung nicht erfüllt sind, den Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises.

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Artikel 1

Zur Ehrung von Personen, die sich um die demokratische, soziale oder kulturelle Gestaltung unserer Gesellschaft im Main-Kinzig-Kreis und den Kommunen des Landkreisen verdient gemacht haben, verleiht der Main-Kinzig-Kreis den Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises.
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Artikel 2

(1) Den Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises können Personen erhalten, die in der kommunalen Selbstverwaltung oder in kommunalen Einrichtungen, in Vereinen mit kulturellen oder sozialen Zielen oder in vergleichbarer Weise mindestens zehn Jahre ehrenamtlich über das normale Maß hinaus tätig waren oder Personen, welche sich besondere Verdienste um das Ehrenamt erworben haben.

(2) In Ausnahmefällen, insbesondere aufgrund herausragender ehrenamtlicher Leistungen oder bei Aufnahme der ehrenamtlichen Tätigkeit erst in höherem Lebensalter, kann die Auszeichnung unabhängig von der Dauer der Tätigkeit gewährt werden.
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Artikel 3

(1) Der Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises wird in der Form der Anlage 1 ausgefertigt.

(2) Mit dem Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises wird eine Ehrennadel überreicht. Die in Metall geprägte, im Durchmesser ca. 2,3 cm große Ehrennadel hat die Form des Wappens des Main-Kinzig-Kreises. Die wappenförmige Außenscheibe ist goldfarben. Die Gestaltung der Ehrennadel ist auf einer Mustertafel festgelegt
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Artikel 4

(1) Anregungen zur Verleihung des Ehrenbriefes des Main-Kinzig-Kreises sind an den Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises zu richten.

(2) Die Entscheidung treffen die Landrätin oder der Landrat in eigener Verantwortung. Sie unterzeichnen die Urkunde und händigen sie aus.

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Artikel 5

Der Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises und die Ehrennadel gehen in das Eigentum der oder des Ausgezeichneten über.

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Antrag für die Verleihung

Der Antrag zur Verleihung des Ehrenbriefes des Main-Kinzig-Kreises steht als PDF-Dokument zur Verfügung.

Ehrenbrief des Landes Hessen

Allgemeine Informationen

Grundsätzliches

Der Ehrenbrief ist eine Auszeichnung des/r Hessischen Ministerpräsidenten/-in. Der damalige Ministerpräsident Albert Osswald stiftete den Ehrenbrief im Jahre 1973. Jährlich werden in Hessen zwischen 1.000 und 1.500 Ehrenbriefe vergeben.

Eine Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen setzt eine mindestens 12-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in der kommunalen Selbstverwaltung oder in kommunalen Einrichtungen, in Vereinen mit kulturellen und sozialen Zielen oder in vergleichbarer Weise nach dem 09.05.1945 voraus. Die oder der Vorgeschlagene müssen der Auszeichnung würdig sein.

Über die Verleihung eines Ehrenbriefs entscheiden seit 1998 die Landrätinnen oder Landräte, beziehungsweise die Oberbürgermeisterinnen oder Oberbürgermeister, in deren Zuständigkeitsbereich die zu Ehrenden wohnen.

Darüber hinaus kann der/die Hessische Ministerpräsident/-in in eigener Zuständigkeit besondere Persönlichkeiten mit dem Landesehrenbrief auszeichnen.

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Was sind die Voraussetzungen?

Die Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen setzt eine mindestens 12-jährige aktive ehrenamtliche Tätigkeit in der kommunalen Selbstverwaltung oder in kommunalen Einrichtungen, in Vereinen mit kulturellen und sozialen Zielen (siehe Hinweise) oder in vergleichbarer Weise voraus. Die Vorgeschlagenen müssen der Auszeichnung würdig sein. Da es sich um eine staatliche Ehrung handelt, besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf die Auszeichnung.

Für die Auszeichnung mit dem Landesehrenbrief kommen diese ehrenamtlichen Funktionen in Vereinen mit kulturellen und sozialen Zielen in Betracht: Vereinsvorsitzende, stellvertretende Vereinsvorsitzende, Kassen- und Schatzwarte, Geschäftsführer/-innen im geschäftsführenden Vorstand, sowie Schriftführer/-innen.

Daneben können Stadtverordnete, Gemeindevertreter, Ortsbeiratsmitglieder, ehrenamtliche Beigeordnete und Stadträte/-innen in gemeindlichen Gremien sowie Schiedsmänner/-frauen und ehrenamtliche Richter/-innen die Auszeichnung erhalten, sofern sie die übrigen Voraussetzungen erfüllen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch anderes ehrenamtliches Engagement (siehe Hinweise) mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet werden.

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Verfahren zum Ehrenbrief des Landes Hessen

Um eine Person zur Auszeichnung mit dem Landesehrenbrief vorzuschlagen, gibt es in den einzelnen Landkreisen und Städten unterschiedliche Regelungen. Die Anregung kann zum Beispiel formlos oder per Vordruck erfolgen. Im Vorschlag an die Landrätin oder den Landrat, die Oberbürgermeisterin oder den Oberbürgermeister sollten jedoch mindestens die folgenden Angaben zur vorgeschlagenen Person enthalten sein:

Vorname und Familienname,

Wohnanschrift,

Geburtsdatum,

Darstellung von Art und Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit,

gegebenenfalls Referenzpersonen, Vereine oder Organisationen, die zum Engagement der Vorgeschlagenen Stellung nehmen können.

Anschließend wird der Vorschlag geprüft, was unter Umständen mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen kann. Die verschiedenen Institutionen, Vereine, Verbände und Gremien, in denen die Vorgeschlagenen ehrenamtlich tätig sind oder waren, müssen zu dem Vorschlag Stellung nehmen.

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Hinweise zu Vereinen mit kulturellen und sozialen Zielen

Bei der Prüfung der sachlichen Voraussetzungen ist zu beachten, dass unter Vereinen mit kulturellen oder sozialen Zielen im Sinne des Stiftungserlasses (Art. 2 Abs. 1) nur solche zu verstehen sind, die eine beachtliche kulturelle Aktivität entwickeln oder eine nennenswerte soziale Leistung zugunsten ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger erbringen.

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Hinweise zu anderem ehrenamtlichen Engagement

Die Verdienste von Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehren (zum Beispiel Ortsbrandmeister/-in, Gerätewart/-in, Maschinist/-in oder Gruppenführer/-in) werden grundsätzlich nicht durch den Ehrenbrief des Landes Hessen, sondern durch die Verleihung des Hessischen Brandschutzehrenzeichens gewürdigt.

Die ehrenamtliche Tätigkeit in Vorständen von Karnevalsvereinen, deren Aktivitäten hauptsächlich in vereinsinternen oder nur entgeltlich zugänglichen Veranstaltungen (zum Beispiel Fremdensitzungen) bestehen, kann ebenfalls nicht mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet werden. Verdienste für die Allgemeinheit können jedoch dann vorliegen, wenn karnevalistische Veranstaltungen zugunsten sozialer Einrichtungen, denen dabei ein nennenswertes finanzielles Ergebnis zugutekommt, oder als kostenlose Sonderveranstaltung für sozial schwache Gruppen regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens 12 Jahren stattfinden und die oder der Vorgeschlagene entscheidend am Zustandekommen dieser Veranstaltungen beteiligt ist (Erlass der Hessischen Staatskanzlei vom 14.12.1987).

Mitglieder von Parteien und Organisationen, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, können nicht mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet werden.

Der Ehrenbrief kann aberkannt werden, wenn sich eine geehrte Person durch das Begehen einer Straftat als unwürdig erweist, oder dies nachträglich bekannt wird.

Termine zur Verleihung einer Auszeichnung sind mit der Ehrenamtsagentur, Frau Rams (Tel. 06051 - 85 13704) oder Email Karola.Waitz@mkk.de abzustimmen.

Weiterführende Informationen

Antrag für die Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen

Erlass über die Änderung des Erlasses über die Stiftung des Ehrenbriefes

Der Antrag zur Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen ist ausgefüllt zu senden an:

Main-Kinzig-Kreis
Ehrenamtsagentur - Orden und Ehrenzeichen
Barbarossastr. 16-24
63571 Gelnhausen

Hessischer Verdienstorden

Arten/Formen

1. Hessischer Verdienstorden am Bande Damen– und Herrenausführung

2. Hessischer Verdienstorden Damen– und Herrenausführung

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Mit dem Hessischen Verdienstorden werden hervorragende Verdienste um das Land Hessen und seine Bevölkerung gewürdigt, unabhängig von Wohnsitz und Staatsangehörigkeit. Übergeben wird der Orden vom / von der Hessischen Ministerpräsidenten/-in.

Den Hessischen Verdienstorden gibt es in zwei Stufen, als Verdienstorden und als Verdienstorden am Bande. Wegen des hohen Rangs der Auszeichnung ist die Zahl der Ordensinhaber und der jährlichen Verleihungen begrenzt.

Der Hessische Ministerpräsident Dr. Walter Wallmann hat den Hessischen Verdienstorden 1989 gestiftet. 1998 hat Ministerpräsident Hans Eichel mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande ergänzend eine zweite, niedrigere Ordensstufe eingeführt.

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Verfahren zum Hessischen Verdienstorden

Grundsätzlich kann jeder Bürger und jede Bürgerin einen anderen Bürger oder eine andere Bürgerin für die Verleihung des Hessischen Verdienstordens vorschlagen, unabhängig davon, ob die betreffenden Personen ihren Wohnsitz in Hessen haben.

“Selbstanregungen“ sind nicht möglich; wer seine eigene Auszeichnung anregt, kann nach den ordensrechtlichen Vorschriften nicht mit einer Verleihung des Verdienstordens rechnen. Eine Anregung kann formlos an die Hessische Staatskanzlei, Georg-August-Zinn-Straße 1 in 65183 Wiesbaden erfolgen.

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Die Anregung sollte möglichst folgende Angaben über die auszuzeichnende Person enthalten:

Vorname und Familienname

Wohnanschrift

Geburtsdatum

Darstellung von Art und Umfang der besonderen Verdienste um das Land Hessen und das Allgemeinwohl gegebenenfalls Referenzpersonen oder Organisationen, die zu dem Vorschlag Stellung nehmen können.

Die Hessische Staatskanzlei leitet den Vorschlag zur Stellungnahme an den zuständigen Landrat oder die zuständige Landrätin oder den zuständigen Oberbürgermeister oder die zuständige Oberbürgermeisterin zur Stellungnahme weiter. Nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen entscheidet der/die Hessische Ministerpräsident/-in über die Verleihung des Ordens.

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Antrag für die Verleihung

Der Antrag zur Verleihung des Hessischen Verdienstordenssteht hier als PDF-Dokument zur Verfügung.

Der Antrag ist ausgefüllt zu senden an:

Main-Kinzig-Kreis
Ehrenamtsagentur - Orden und Ehrenzeichen
Barbarossastr. 16-24
63571 Gelnhausen

aktuelle Infos zum Hessischen Verdienstorden

Weiterführende Informationen

Erlass über die Stiftung des Hessischen Verdienstordens

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Arten/Formen

1. Verdienstmedaille Damen- und Herrenausführung

2. Verdienstkreuz am Bande Damen- und Herrenausführung

3. Verdienstkreuz 1. Klasse Damen- und Herrenausführung

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Allgemeine Informationen

Informationen zum Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und zum Verfahren der Ordensanregung finden sich auch im Internetangebot des Bundespräsidenten und beim Land Hessen .

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Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde 1951 von Bundespräsident Theodor Heuss für „Leistungen, die im politischen, wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Bereich dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienen“ gestiftet. Er wird in acht verschiedenen Stufen verliehen:

  • Verdienstmedaille
  • Verdienstkreuz am Bande
  • Verdienstkreuz 1.Klasse
  • Großes Verdienstkreuz
  • Großes Verdienstkreuz mit Stern
  • Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband
  • Großkreuz
  • Sonderstufe des Großkreuzes

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Jedermann kann die Verleihung des Verdienstordens an andere Mitbürgerinnen und Mitbürger anregen. Wer eine Anregung unterbreiten möchte, kann dies formlos bei der Landrätin / beim Landrat und der Oberbürgermeisterin / dem Oberbürgermeister und der Staats- oder Senatskanzlei seines/ihrer Bundeslandes tun, in dem die oder der Auszuzeichnende ihren oder seinen Wohnsitz hat. Für Bürgerinnen und Bürger in Hessen ist dies die Hessische Staatskanzlei, Georg-August-Zinn-Straße 1, 65183 Wiesbaden.

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Folgende Angaben sollte die Anregung enthalten: Vor- und Familienname, Geburtsdatum, Wohnanschrift, Lebenslauf und eine Darstellung von Art und Umfang der besonderen Verdienste, gegebenenfalls Referenzpersonen.

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Vorschlagsberechtigt gegenüber dem/der Bundespräsidenten/-in sind die Ministerpräsidenten/-innen der 16 Bundesländer für ihre „Landeskinder“, für ausländische Staatsangehörige und im Ausland lebende Deutsche der/die Bundesminister/-in des Auswärtigen, der/die Präsident/-in des Deutschen Bundestages sowie die Bundesminister/-innen für den jeweiligen Geschäftsbereichs.

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Der/die Bundespräsident/-in entscheidet aufgrund der Ordensvorschläge, wem er/sie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verleiht. Dem/der Bundespräsidenten/-in liegt es aber sehr am Herzen, das hohe ehrenamtliche und gesellschaftliche Engagement von Frauen auch bei den Ordensverleihungen angemessen würdigen zu können und ruft daher dazu auf, ihm/ihr von Frauen zu berichten, die Herausragendes für die Gemeinschaft geleistet haben, damit diese Leistung auch öffentlich gewürdigt werden kann.

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Hervorragende Leistungen für das Gemeinwesen

Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden.

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Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Dabei sollen künftig noch häufiger Frauen ausgezeichnet und auch junge Menschen verstärkt berücksichtigt werden. Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens an einen anderen anregen (Ordensanregungen).

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Der Verdienstorden wird in acht verschiedenen Stufen verliehen:

Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Als weitere Ausführungen folgen das Verdienstkreuz 1. Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz und die Sonderstufe des Großkreuzes.

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Die Aushändigung der vom/von der Bundespräsidenten/-in verliehenen Verdienstorden übernehmen in den meisten Fällen die Ministerpräsidenten/-innen der Länder, Landes- oder Bundesminister/-innen, Regierungspräsidenten/-innen oder Bürgermeister/-innen. Der/die Bundespräsident/-in überreicht den Verdienstorden in wenigen Fällen persönlich, etwa aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit und des Tages des Ehrenamtes.

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Seit der Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland rund 254.000 Mal verliehen (Stand Januar 2016).

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Der Antrag auf Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland steht hier als PDF-Dokument zur Verfügung.

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Pflegemedaille des Landes Hessen

Die Pflegemedaille des Landes Hessen – eine vom/von der Hessischen Ministerpräsidenten/-in gestiftete Auszeichnung, mit der auf den Einsatz pflegender Angehöriger aufmerksam gemacht wird – ist erstmals 2004 im Rahmen eines Festaktes im Schloss Biebrich in Wiesbaden verliehen worden. Das Land Hessen will damit Dank und Anerkennung für solch herausragendes Wirken übermitteln. Mit der neuesten Auszeichnung soll das Engagement, insbesondere die Nächstenliebe und ihre Beispielhaftigkeit mit der weitreichenden Auswirkung auf das soziale Leben gestärkt werden. „Eine Gesellschaft ist nur dann zukunftsfähig, wenn die Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich einzubringen und Verantwortung für andere zu übernehmen“, betonte seinerzeit der ehemalige Ministerpräsident Roland Koch.

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Vorschläge für die Pflegemedaille sind jederzeit willkommen.

Die Nachfrage nach der Pflegemedaille des Landes Hessen ist anhaltend groß, stellt Sozialminister Stefan Grüttner erfreut fest. Mit der Auszeichnung können Personen in Hessen gewürdigt werden, die einen pflegebedürftigen, kranken oder behinderten Menschen, der ihnen nahe steht, unentgeltlich im häuslichen Bereich über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens fünf Jahren gepflegt und betreut haben. Leistungen der Pflegeversicherung oder ein geringfügiges Entgelt schließen die Ehrung nicht aus.

Vorschlagsberechtigt sind die Kirchen und Religionsgemeinschaften, die Verbände der freien Wohlfahrtspflege, die privatgewerblichen Verbände der Alten- und Behindertenhilfe, die Landesseniorenvertretung Hessen, der/die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für behinderte Menschen, die Selbsthilfegruppen, die Gemeinden und Kreise und jede natürliche Person. Der Vorschlag ist an den Landrat/die Landrätin oder Oberbürgermeister/-in zu richten, die ihn mit einer Stellungnahme zur Entscheidung an das Sozialministerium weiterleiten.

Antrag zur Pflegemedaille des Landes Hessen

Hessische Medaille für Zivilcourage

Beschreibung

Mit der Medaille ehrt das Land Bürger und Bürgerinnen, die sich für die Werte der Hessischen Verfassung eingesetzt oder einer anderen Person in einer Notsituation Hilfe geleistet haben. Wenn dabei erhebliche persönliche Nachteile oder Gefahren für sie bestanden haben, können sie mit der Hessischen Medaille für Zivilcourage ausgezeichnet werden.

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Erlass über die staatliche Anerkennung von Rettungstaten und von Zivilcourage

Art. 1 ZivilCourAnErl

(1) Als Anerkennung für Rettungstaten stifte ich die Hessische Rettungsmedaille.

Im Fall von minderschwerer Gefahr für die Retterin oder den Retter spreche ich eine öffentliche Belobigung aus.

(2) Als Anerkennung für besondere Zivilcourage stifte ich die

Hessische Medaille für Zivilcourage.

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Art. 2 ZivilCourAnErl

(1) Die Rettungsmedaille wird an Personen verliehen, die unter eigener Lebensgefahr Menschen aus Lebensgefahr gerettet oder eine der Allgemeinheit drohende erhebliche Gefahr abgewendet haben.

Bestand für die Retterin oder den Retter keine Lebensgefahr oder ist ihr Handeln ohne Erfolg geblieben, wird eine öffentliche Belobigung ausgesprochen.

(2) Die Medaille für Zivilcourage wird an Personen verliehen, die sich unter Inkaufnahme erheblicher persönlicher Nachteile oder Gefahren für die Werte der Hessischen Verfassung eingesetzt oder Hilfe geleistet haben.

(3) Die Anerkennung wird für ein auszeichnungswürdiges Verhalten ausgesprochen, das einen besonderen Bezug zum Lande Hessen aufweist. Die Ehrung für eine Rettungstat in einem anderen Bundesland unterbleibt, wenn sie dort durch eine Ehrung gewürdigt wird.

(4) Personen, denen der Schutz des Lebens anderer anvertraut ist oder die in Ausübung ihrer dienstlichen oder beruflichen Pflichten gehandelt haben, werden geehrt, wenn sie sich in erheblichem Maße über ihre Pflichten hinaus eingesetzt haben.

(5) In besonderen Fällen kann die Ehrung auch posthum ausgesprochen werden.

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Art. 3 ZivilCourAnErl

(1) Die Rettungsmedaille ist aus Silber und hat einen Durchmesser von 2,5 cm. Auf der Vorderseite zeigt sie über dem Wort "Hessen" das Landeswappen, auf der Rückseite, umgeben von einem Eichenkranz, die Aufschrift "Für Rettung aus Gefahr". Sie wird an einem orangefarbenen Band getragen, das an den Rändern von einem schmalen weißen Streifen durchzogen ist.

(2) Die Medaille für Zivilcourage ist aus Silber und hat einen Durchmesser von 2,5 cm. Auf der Vorderseite zeigt sie über dem Wort "Hessen" das Landeswappen, auf der Rückseite, umgeben von einem Eichenkranz, die Aufschrift "Für Zivilcourage". Sie wird an einem roten Band getragen, das an den Rändern von einem schmalen weißen Streifen durchzogen ist.

(3) Anstelle der Medaille kann eine Miniatur getragen werden.

(4) Die Gestaltung der Medaille, des Bandes und der Miniatur ist auf einer Mustertafel festgelegt.

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Art. 4 ZivilCourAnErl

(1) Die Rettungsmedaille und die Medaille für Zivilcourage werden von mir verliehen, die öffentliche Belobigung wird von mir ausgesprochen.

(2) Über die Verleihung und die öffentliche Belobigung wird eine Urkunde ausgestellt.

(3) Die Medaille, die Miniatur und die Urkunde gehen in das Eigentum der oder des Ausgezeichneten über.

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Art. 5 ZivilCourAnErl

Dieser Erlass tritt am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Er tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft.

Hessische Rettungsmedaille

Staatliche Anerkennung von Rettungstaten

Die Hessische Rettungsmedaille wurde 1953 vom damaligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn gestiftet. Grundsätzlich kann jeder Bürger und jede Bürgerin einen anderen Bürger oder eine andere Bürgerin für die staatliche Anerkennung einer Rettungstat vorschlagen.

Bürgerengagement und Zivilcourage in Notsituationen zur Rettung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern haben in Hessen einen besonderen Stellenwert. Zur Würdigung vorbildlichen Verhaltens wurden die folgenden Auszeichnungen gestiftet:

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Hessische Rettungsmedaille

Rettet eine Bürgerin oder ein Bürger einer anderen Person das Leben oder wendet eine erhebliche, drohende Gefahr für die Allgemeinheit ab und bringt hierbei das eigene Leben in Gefahr, kann sie oder er dafür mit der Hessischen Rettungsmedaille ausgezeichnet werden.

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Öffentliche Belobigung

Bestand für die Retterin oder den Retter keine Lebensgefahr, kann eine Öffentliche Belobigung in Form einer Urkunde erfolgen.

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Verfahren zur Staatlichen Anerkennung von Rettungstaten

Eine Anregung zur staatlichen Anerkennung einer Rettungstat kann formlos an die Hessische Staatskanzlei, Georg-August-Zinn-Straße 1 in 65183 Wiesbaden erfolgen. Diese Anregung sollte eine möglichst genaue Schilderung der Rettungstat und Angaben zu dem oder der Retterin beinhalten. Die Hessische Staatskanzlei leitet den Vorschlag an den örtlich zuständigen Bürgermeister oder die Bürgermeisterin zur Stellungnahme weiter. Nach Vorlage der erforderlichen Berichte entscheidet der Hessische Ministerpräsident über die Verleihung der Auszeichnung.

Silberne und Goldene Ehrenplakette

Würdigung der Sport- , Gesangs- und Musikvereine in Hessen

Um das langjährige ehrenamtliche und kulturelle Wirken von Gesang- und Sportvereinen zu würdigen, hat der Hessische Ministerpräsident Georg August Zinn 1951 die Silberne Ehrenplakette gestiftet. Seit dem Jahr 2005 wird diese Ehrenplakette auch Musikvereinen verliehen. Mit der im selben Jahr gestifteten Goldenen Ehrenplakette findet das außergewöhnlich lange Bestehen eines Vereins Anerkennung.

Die Silberne Ehrenplakette können die genannten Vereine anlässlich ihres 100. (oder 105., 110., 115…) Jubiläums einmalig erhalten. Die Verleihung einer zweiten Silbernen Ehrenplakette zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht möglich.

Für die Goldene Ehrenplakette, die ebenfalls nur einmal verliehen werden kann, muss der Verein mindestens 200 Jahre bestehen.

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Verfahren zur Silbernen und Goldenen Ehrenplakette

Die Verleihung der Ehrenplakette erfolgt durch den/die Hessischen Ministerpräsidenten/-in auf formlosen Antrag des betreffenden Vereins, seiner Landesorganisation, einer Gemeinde, Stadt oder eines Kreises. Der Antrag ist an die Hessische Staatskanzlei, Georg-August-Zinn-Straße 1 in 65183 Wiesbaden zu richten.

Zur Entscheidung, ob die Ehrenplakette verliehen werden kann, wird zunächst geprüft, ob der Verein die beantragte Plakette bereits erhalten hat. Anschließend wird eine Stellungnahme der Landrätin oder des Landrates, der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters und gegebenenfalls des entsprechenden Landesverbandes eingeholt.

Nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen entscheidet der/die Hessische Ministerpräsident/-in über die Verleihung. Die Überreichung der Ehrenplakette kann durch den/die Hessische/n Ministerpräsidenten/-in oder eine von ihm beauftragte Persönlichkeit erfolgen.

Freiherr-vom-Stein-Plakette

Freiherr-vom-Stein-Ehrungen des/der Hessischen Ministers/-in des Innern und für Sport für Gemeinden und Personen

Die besondere Beziehung zwischen dem Freiherrn vom Stein (1757 - 1831) und dem Land Hessen

Die Frage nach der Legitimität einer Ehrung im Namen des Freiherrn vom Stein wurde in Hessen alsbald nach der Entstehung des Landes gestellt und bejaht. Die Freiherr-vom-Stein-Plakette an schon lange bestehende Gemeinden und Städte wurde von der Landesregierung (bereits) am 22. Mai 1951 zur Stärkung des kommunalen Bewusstseins gestiftet.

Zwar liegt die besondere Beziehung zwischen Hessen und dem Freiherrn nicht auf der Hand: Schließlich hat Stein die oft nach ihm benannte Preußische Städteordnung von 1808 - das "Fundament" der modernen kommunalen Selbstverwaltung - als Minister des Königsreichs Preußen unterzeichnet. Jedoch hielt man die Bezugnahme auf den Freiherrn vom Stein im Hinblick auf seine Herkunft aus dem Nassauischen für gerechtfertigt. (Steins Geburtsort ist die Stadt Nassau an der Lahn, die allerdings in Folge der Länderneuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Basis der verschiedenen Besatzungszonen mittlerweile zu Rheinland-Pfalz gehört.) Auch sein berühmtestes politisches Bekenntnis, seine Denkschrift aus dem Jahr 1807, das erste Programm der Selbstverwaltung ("Zutrauen veredelt die Menschen, ewige Bevormundung hemmt das Reifen"), verfasste Stein nach seiner ersten Entlassung als preußischer Minister in seiner Heimatstadt an der Lahn (Nassauer Denkschrift). Darüber hinaus wirkte er 1814 in Wiesbaden entscheidend an der fortschrittlichen Verfassung des Herzogtums Nassau mit. Außerdem setzte sich Stein auf dem Wiener Kongress 1815 erfolgreich für das Fortbestehen der staatlichen Selbständigkeit der Stadt Frankfurt am Main ein und wurde daraufhin dort schon ein Jahr später zum Ehrenbürger ernannt. Im Übrigen hielt nach dem preußisch-österreichischen Krieg 1866 die Preußische Städteordnung auch im ganz überwiegenden Teil Hessens Einzug; zuvor galt sie schon in Wetzlar als preußische Exklave. Der Hessische Landtag wählte 1952 als Kommunalverfassung ganz bewusst die Magistratsverfassung in der Tradition der Steinschen Städteordnung von 1808.

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Die Freiherr-vom-Stein-Plakette und die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde an Gemeinden bzw. ihre Ortsteile

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette kann Gemeinden und Städten verliehen werden, die auf ein mindestens 750-jähriges Bestehen zurückblicken und das historische Ereignis im festlichen Rahmen – die Jubiläumszahl muss durch 25 teilbar sein – feiern wollen. 80 hessischen Gemeinden kann diese Ehrung noch zu teil werden. Die Einzelheiten und Voraussetzungen der Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Plakette an Gemeinden und Städte werden durch den Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 28. September 2016 geregelt (Staatsanzeiger 2016 S. 1071).

Neben der nur einmal stattfindenden Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Plakette an Gemeinden kann ihren einzelnen Ortsteilen aus Anlass eines entsprechenden Jubiläums die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde verliehen werden. Die Einzelheiten und Voraussetzungen der Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde an Ortsteile sind ebenfalls in dem Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 28. September 2016 niedergelegt.

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Die Freiherr-vom-Stein-Plakette an Personen

Aufgrund des Kabinettsbeschlusses vom 15. Mai 1956 wird die Freiherr-vom-Stein-Plakette (auch) an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen, die sich im Bereich der Kommunalverwaltung oder der Kommunalpolitik besonders verdient gemacht haben. Die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung durch Betätigung in der Kommunalpolitik oder Kommunalverwaltung ist ein unverzichtbarer Bestandteil und lebendiger Ausdruck des Staats- und Gesellschaftsverständnisses. Freiherr vom Stein sah in der tatkräftigen Anteilnahme der Bürgerinnen und Bürger eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit des ganzen Staatswesens. Sein Reformwerk war von dem Gedanken getragen, dass alles staatliche Wirken ohne die tätige Mitwirkung freier Bürgerinnen und Bürger nutzlos und erfolglos sei.

Mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette sollen daher Personen geehrt werden, die durch ihre Tätigkeit im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung außerordentliche und überregionale Verdienste erworben haben. Die Ehrung soll die Verbindung zwischen Landesregierung und kommunaler Selbstverwaltung pflegen und verstärken.

Die Auszeichnung wird nach strengen Maßstäben vergeben. Mit ihr soll insbesondere herausragendes ehrenamtliches Engagement auf kommunaler Ebene gewürdigt werden. Nach der bewährten Praxis ist sie keine "automatische" Ehrung für Kommunalpolitiker, die nach langjähriger, untadeliger Amtsführung aus ihrem Amt ausscheiden. Die außerordentliche Beständigkeit und Dauer der ehrenamtlichen Verdienste ist eine wesentliche Voraussetzung für die Auszeichnung. Hierbei wird in aller Regel ein Zeitraum von mindestens 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit auf kommunaler Ebene vorausgesetzt.

Nach diesen Maßstäben wurde im Februar 2005 beispielsweise die Stadtverordnetenvorsteherin der Stadt Mühlheim am Main (Landkreis Offenbach) ausgezeichnet. Mit ihrer 48-jährigen (ehrenamtlichen) Mitgliedschaft in der Stadtverordnetenversammlung sowie ihrer 27-jährigen (ehrenamtlichen) Abgeordnetentätigkeit im Kreistag ist sie den Grundsätzen des Freiherrn-vom-Stein in ganz besonderer Weise gefolgt.

Mit dem Erlass zur Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Plakette und der Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde an Gemeinden sowie an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens v. 23. Oktober 2006 (StAnz. 2006 S. 2430), der zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist, wurden erstmals schriftliche Verleihungsgrundsätze für die Ehrung von Personen mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette erlassen. Vorschläge können schriftlich beim/bei der Hessischen Minister/-in des Innern und für Sport eingereicht werden. Der/die Minister/-in entscheidet im Einzelfall. Sie ist die höchste Auszeichnung, die das Land Hessen für hervorragende Verdienste im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung vergibt.

Der aktuell gültige Erlass vom 28. September 2016 (StAnz. 2016 S. 1071), der am 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist, führt den bisherigen Erlass nahezu unverändert fort. Die seither bewährten Regelungen erfahren lediglich mit der Ziff. II.3 eine Ergänzung. In dem Fall, dass sich nach der Verleihung mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette die geehrte Person als der Auszeichnung unwürdig erscheint, sieht der Erlass nunmehr auch die Möglichkeit der Entziehung (Aberkennung) vor. Die neu aufgenommene Ziffer orientiert sich dabei an den Entziehungsregelungen anderer staatlicher Auszeichnungen an Persönlichkeiten und schließt letztlich eine bislang vorhandene Regelungslücke. In Hinsicht auf die Vorschriften zur Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Plakette bzw. Ehrenurkunde an Gemeinden (Ziff. I) hat sich der bisherige Erlass vom 4. Oktober 2011 in der Praxis bewährt und wird ohne Änderungen fortgeführt. Schließlich wurde unter Ziff. III die Befristung des Erlasses von 5 auf 8 Jahren angehoben.

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Orden und Ehrenzeichen

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Preis des Main-Kinzig-Kreises für ehrenamtliches soziales Engagement

In dem Bestreben, die im Main-Kinzig-Kreis lebenden Menschen zu ehrenamtlichem sozialem Engagement anzuregen, das Verhältnis und die sozialen Beziehungen zwischen Generationen und Nationalitäten zu fördern und beispielhaftes und uneigennütziges Wirken im sozialen Bereich zu würdigen, verleiht der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises jährlich eine Auszeichnung für ehrenamtliches soziales Engagement im Main-Kinzig-Kreis.

Die Preisträger müssen ihren Wohn-, Vereins- oder Organisationssitz im Main-Kinzig-Kreis haben bzw. ihre ehrenamtliche soziale Tätigkeit muss sich auf den Main-Kinzig-Kreis erstrecken.

Der Antrag zur Verleihung des Preises steht als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.

Antrag stellen

Der Antrag ist ausgefüllt auf dem Postweg zu senden an:

Kommunales Center für Arbeit - Jobcenter - und Soziales

Geschäftsbereich II
Abteilung II-1
Main-Kinzig-Forum
Barbarossastr. 16-24
63571 Gelnhausen
oder per E-Mail an: soziales-finanzen@kca-mkk.de