Qualifizierung im Ehrenamt

Qualifizierung gehört zu den großen Forderungen und Notwendigkeiten in der Ehrenamtsarbeit. Fort-, Aus- und Weiterbildung sind starke Motivatoren und helfen den Engagierten auch in oft schwierigen Feldern "zu bestehen".

Aus diesem Grund fördert die Ehrenamtsagentur Fortbildungsseminare bei lokalen Trägern für das Ehrenamt. Die Ehrenamtsagentur ist anerkannte Anlaufstelle zur Förderung von Qualifizierungs- und Koordinationsmaßnahmen für bürgerschaftliche und ehrenamtliche Arbeit im sozialen Bereich in Hessen durch das hessische Sozialministerium.

Derzeit werden gefördert:

Zusätzlich bietet die Ehrenamtsagentur eigene Seminare an. Um den Bedarf zu ermitteln, bitte das folgende Online-Formular ausfüllen. Wünsche werden bei der Zusammenstellung der Seminare berücksichtigt.

Formular für Seminarwünsche

Suche nach Qualifizierungsangeboten

Kompetenznachweis

Alle hessischen Bürgerinnen und Bürger, die sich mindestens 80 Stunden im Jahr freiwillig engagieren und mindestens 14 Jahre alt sind, können nun ein ausführliches Zeugnis über die im Ehrenamt erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen erhalten. Damit eröffnet sich Jugendlichen und Erwachsenen die Chance, Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Konfliktmanagement, Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative sichtbar zu machen und bei der Ausbildungs- oder Arbeitsplatzsuche detailliert nachzuweisen.

Verfahren

Das Verfahren ist denkbar einfach: Die Engagierten selbst oder die Organisationen, bei denen sie sich engagieren, können im Internet unter www.kompetenznachweis.de ein Formular ausfüllen und es dann auf dem eigenen Drucker ausdrucken. Anschließend wird der Nachweis von einem autorisierten Vertreter der Organisation unterzeichnet. Der Kompetenznachweis wurde mit dem Hessischen Jugendring, der Landesehrenamtsagentur Hessen und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände entwickelt und wird von den Spitzenverbänden der hessischen Wirtschaft und den kommunalen Spitzenverbänden in Hessen unterstützt.

Ehrenamtskonferenzen

Die Ehrenamtsagentur des Main-Kinzig-Kreises veranstaltet Konferenzen zu bestimmten Themen, so auch 2015 zu "Chancen und Grenzen für das Bürgerengagement von morgen". In Vorträgen und Workshops ging es unter anderem um Finanzen, Versicherungen und Mitgliedergewinnung. Die etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Konferenz kamen aus allen Teilen des Kreises und präsentierten verschiedene gesellschaftliche und öffentliche Institutionen, unter den Gästen auch zahlreiche Vereinsvertreter.

Referenten und Fachleute informierten über die aktuellen Entwicklungen im Vereinswesen und gingen dabei besonders auf steigende fachliche Anforderungen, Überalterung, unstete Arbeitsverhältnisse, zunehmende Mobilität sowie den Wandel von Freizeitinteressen und Bedürfnissen ein, die nur einige Gründe für Besetzungsprobleme in den verschiedenen Funktionen sind.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (rechts im Bild) eröffnet die Ehrenamtskonferenz 2015 im Main-Kinzig-Forum.
Walter Dreßbach begrüßte etwa 120 Gäste zur Ehrenamtskonferenz 2012 im Main-Kinzig-Forum.

Ehrenamt-Sicher in die Zukunft – Thementag im Main-Kinzig-Forum

Verantwortliche der Städte- und Gemeindeverwaltungen, Kommunalpolitiker/-innen, Verbände und Vereine nicht nur aus dem Main-Kinzig-Kreis, sondern auch aus den benachbarten Kreisen, aus ganz Hessen nahmen an der Ehrenamtskonferenz zum Thema „Ehrenamt - Sicher in die Zukunft“ im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen teil.

„Die häufigste Organisationsform für freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit ist das Engagement im Verein“, hob Walter Dreßbach, Leiter der Ehrenamtsagentur im Main-Kinzig-Kreis, während der Begrüßung hervor. Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement braucht Strukturen, um sich zu entfalten. Die Entwicklung zeigt, dass die Anforderungen an Vereinsmitglieder steigen, dazu kommt die Mobilität und eine oft nicht mehr stabile berufliche Situation der Mitglieder, was dazu beiträgt, dass es bei der Besetzung von Vorständen und der Übernahme von Verantwortung für den Verein große Probleme gäbe.

Von der Landesehrenamtsagentur Hessen begrüßte Geschäftsführer Stephan Würz die etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Vereinsangebote“, ein Qualifizierungsprogramm des Hessischen Sozialministeriums, bot die Landesagentur gemeinsam mit der Ehrenamtsagentur den Thementag an. Auf Bundesebene hat die Robert-Bosch-Stiftung ein umfassendes Modellvorhaben „Engagement braucht Leadership“ gestartet, welches gezielte Maßnahmen zur Bindung und Gewinnung von Führungskräften sowie Vereinsvorständen entwickeln wird.

Der erste Vortrag widmete sich der Vorstandsarbeit in Vereinen. Matthias Baaß, Bürgermeister von Viernheim, berichtete über diesbezügliche Unterstützungen in seiner Stadt. Birgit Pfeiffer, vom Freiwilligenzentrum Bremen, informierte über erste Ergebnisse zum Modellprojekt der Robert-Bosch-Stiftung. In Diskussionsrunden hatten die Gäste anschließend die Möglichkeit, sich über wirkungsvolle Unterstützungen durch Organisationsentwicklungen, Beratungen sowie Praxiserfahrungen auszutauschen.

Vortrag "Vereine im Wandel"

engagiert mit k(l)ick

Fachtagung für Engagementförderung im Internet

Das Internet gewinnt für das bürgerschaftliche Engagement rasant an Bedeutung. Im Netz aktive Menschen schließen dort nicht nur berufliche und private Kontakte. In sozialen Netzwerken finden sie auch Gleichgesinnte für ihr Ehrenamt, entdecken praktische Hilfen, stellen sich Förderern und Sponsoren dar und tauschen ihre Erfahrungen aus.

Wie sich Bürgerengagement in den Landkreisen, Städten und Gemeinden mit Hilfe neuer Medien wirkungsvoll organisieren und unterstützen lässt, wie und wo man die passenden Instrumente im Internet findet und wie soziale Medien bei der eigenen Engagementförderung helfen können, zeigt diese Fachtagung.

Erfahrene Praktiker demonstrieren positive Beispiele. In Workshops arbeiten die Teilnehmer praxisnah und im Dialog. Die Tagung richtet sich an Mitarbeiter von Verwaltungen und Organisationen, die bürgerschaftliches Engagement auf kommunaler Ebene fördern, und an bürgerschaftlich engagierte Menschen, die das Internet stärker für ihre Organisation nutzen möchten.

Veranstalter sind der Main-Kinzig-Kreis, die kommunalen Spitzenverbände in Hessen und die gemeinnützige Stiftung Bürgermut aus Berlin.

Präsentationen

Aktuell und lebendig - Die Stärke einer Community für aktive Bürger

Senioren-Lernen-Online: Lebenslanges Lernen unter Nutzung des Internets

Socialbar - Online vernetzen - offline handeln

Web2.0 für unser Engagement

Zweite Ehrenamtskonferenz im Main-Kinzig-Kreis 2009

Verantwortliche der Städte- und Gemeindeverwaltungen, Kommunalpolitiker/-innen, Verbände und Vereine nicht nur aus dem Main-Kinzig-Kreis, sondern auch aus den benachbarten Kreisen und anderen Bundesländern kamen zur zweiten Ehrenamtskonferenz nach Gelnhausen. Landrat Erich Pipa hieß die Teilnehmer/-innen im Main-Kinzig-Forum willkommen.

„Der Main-Kinzig-Kreis verfügt über eine aktive Bürgerschaft, die auf freiwilliger Basis mit ehrenamtlichen Kräften sehr viel ermöglicht und voranbringt. Schlecht wäre es um unsere Gesellschaft bestellt, wenn es das freiwillige bürgerliche Engagement nicht gäbe“, hob der Landrat hervor. Als Besonderheit nannte er außerdem das Netzwerk für das Ehrenamt im Kreis. Der Main-Kinzig-Kreis sei der einzige in Hessen, in dem in jedem Rathaus der 29 Städte und Gemeinden ein hauptamtlicher Ansprechpartner/-in für ehrenamtlich Tätige benannt sei.

Dieses Potenzial will die Ehrenamtsagentur des Kreises gemeinsam mit den Städten und Gemeinden weiter stärken und ausbauen. Dazu tragen auch Veranstaltungen wie die Ehrenamtskonferenz, die bereits zum zweiten Mal stattfindet, bei.

Der erste Vortrag widmete sich der Freiwilligenarbeit und Engagementförderung im europäischen Nachbarland, den Niederlanden. Die Niederlande sind europaweit bekannt für ihre lebendige Tradition des bürgerschaftlichen Engagements, das als „Zement der Zivilgesellschaft“ verstanden wird. Referentin Angelika Münz ist seit 1999 in Deventer (Niederlande) tätig in der Projektentwicklung, Beratung, Forschung und Fortbildung im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements.

Über die Förderung im Kreis durch die Ehrenamtsagentur sprach der Leiter der Anlaufstelle, Walter Dreßbach. Er appellierte an die kommunalen Politiker/-innen mit den Betrieben, Arbeitgeber/-innen in den Dialog zu treten. „Wichtig ist es eine Anerkennungskultur zu schaffen, dafür müssen auch die Arbeitgeber/-innen sensibilisiert werden“, forderte Walter Dreßbach.

Die „bürgerschaftlich engagierten Menschen im Internet“ waren das Thema eines Referates von Uwe Amrhein, Geschäftsführer der Stiftung Bürgermut aus Berlin. Die Organisation entwickelt und betreibt Systeme, mit denen engagierte Bürger entsprechend dem Motto: „Lokal handeln, global projizieren“ ihr Wissen austauschen und sich vernetzen.

Über „Lokale Engagementförderung in hessischen Kommunen“ referierte Prof. Dr. Gisela Jakob von der Fachhochschule in Darmstadt. Ihr Bericht dokumentierte die Ergebnisse eines Forschungsprojektes, das verdeutlicht, wie Kommunalpolitik, Verwaltungen und Bürgerinnen sowie Bürger an einem Strang ziehen. Der Vortrag von Stefan Würz, dem Leiter der Landesehrenamtsagentur Hessen, handelte vom Engagement im Wandel. Er stellte Handlungsmöglichkeiten für Kommunen und Organisationen vor.

Die Moderation der Tagung hatte Heinz Janning von der Beratungsgesellschaft für Bürgerengagement in Bremen inne. Neben den Vorträgen gehörte auch ein praktischer Teil zum Programm des Tages. Günther Rams, der Finanzbeauftragte der Gelnhäuser Tafel, berichtete über Mittelbeschaffung durch Spenden und Sponsoren. Außerdem nutzten einige Tagungsteilnehmer die Möglichkeit und besuchten die Gelnhäuser Tafel.

Erste Ehrenamtskonferenz im Main-Kinzig-Kreis 2007

Ein Ehrenamtsnetzwerk für die Städte und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises und ein feste/r Ansprechpartner/-in für freiwillig Engagierte in jedem Rathaus: Das sind die Ziele, die Verantwortliche des Kreises und Vertreter/-innen aus 16 Kommunen in der ersten Ehrenamts-Konferenz des Main-Kinzig-Kreises formulierten.

„Der Main-Kinzig-Kreis verfügt über eine aktive Bürgergesellschaft, die auf freiwilliger Basis mit ehrenamtlichen Kräften sehr viel ermöglicht und voranbringt“, betont Landrat Erich Pipa. „Dieses Potenzial will die Ehrenamtsagentur des Kreises gemeinsam mit den Städten und Gemeinden weiter stärken, Rahmenbedingungen verbessern und Menschen zusammenbringen, die etwas für ihre Gemeinde, für ihre Region bewegen wollen.“

Im Zentrum der Veranstaltung im Main-Kinzig-Forum stand der Erfahrungsaustausch. Wie neue Sponsoren/-innen interessiert werden könnten, wie der Kontakt zu den Vereinen intensiver wird und was andere Kommunen auf dem Sektor Ehrenamt auf die Beine stellen, waren Kernfragen der Teilnehmer/-innen. Anschließend sammelten die Verantwortlichen Ideen, um die Ehrenamtskultur im Kreis noch weiter voranzubringen. Anregungen waren unter anderem, die Einwohner/-innen in Bürgerversammlungen zu Projekten oder Problemfeldern für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen, sie nach Wunschprojekten für ehrenamtliche Tätigkeiten zu befragen und Rentner/-innen gezielt in Vorhaben einzubinden. Bereits laufende Aktivitäten sind etwa die Qualifizierungen für Ehrenamtliche, welche die VHS Main-Kinzig im Auftrag der Ehrenamtsagentur anbietet, wie etwa die Schulung zum/r Vorlesepaten/-in oder der Kurs zu den Vereinsfinanzen. Die Ehrenamtsagentur fördert die Kurse aus ihren Mitteln, sodass sie besonders kostengünstig angeboten werden. Wer eine Ehrenamtskarte besitzt, erhält eine zusätzliche Ermäßigung.

Weitere Programmpunkte der ersten Ehrenamtskonferenz waren ein Vortrag der Diplom-Geografin Claudia Koch von der FH Darmstadt zum Bürgerengagement im ländlichen Raum und in Städten und ein Impulsreferat des Leiters der Abteilung Sozialverwaltung der Stadt Bruchköbel, Dietmar Hussing, über praktische Erfahrungen im Bereich Ehrenamt. Anschließend stellte die Ehrenamtsagentur des Kreises ihre Aktivitäten vor.

Teilnehmer der ersten Ehrenamtskonferenz waren Dieter Dörr (Bad Orb), Petra Ruppel (Bad Soden-Salmünster), Dietmar Hussing (Bruchköbel), Christine Wilkerling (Erlensee), Bürgermeister Joachim Lucas (Freigericht), Michael Frischkorn (Gelnhausen), Gerald Helfrich und Joachim Werner (Gründau), Bürgermeister Michael Göllner (Hammersbach), Klaus Bube (Hasselroth), Steffi Kistner (Jossgrund), Christa Goeßler (Linsengericht), Eberhard Seipp (Maintal), Bürgermeisterin Iris Schröder (Neuberg), Bürgermeister Heinz Habermann (Ronneburg), Veronika Kielmann-Heine (Schöneck) Martina Glaab (Wächtersbach), Horst Günther (VHS Main-Kinzig), Carolin Filip (Hochschule Darmstadt), Horst Müller-Baß (Amtsleiter Kultur und Sport, Main-Kinzig-Kreis), Walter Dressbach (Leiter der Ehrenamtsagentur des Kreises) sowie Andrea Dehmer, Petra Naumer, Nadine Schäfer und Diana Schwarze von der Ehrenamtsagentur.

Zahlreiche Vertreter/-innen der Städte und Gemeinden kamen im Main-Kinzig-Forum zur ersten Ehrenamtskonferenz zusammen.

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