WRRL - Ergebnisse Main-Kinzig-Kreis

Oberflächengewässer

Nach der WRRL müssen die Oberflächengewässer mit ihren Einzugsgebieten in einem guten ökologischen und chemischen Zustand sein, der zu erhalten bzw. zu entwickeln ist.

Zur Bewertung der Oberflächengewässer wird der Grad der Zielerreichung in die folgenden drei Kategorien eingeteilt:

Im Main-Kinzig-Kreis wurden 30 Wasserkörper eingeschätzt. Davon ist bei 7 Wasserkörpern die Zielerreichung wahrscheinlich (längere Gewässerabschnitte im Oberlauf der Kinzig mit den dortigen Nebengewässern und bei den Spessartgewässern), bei 13 unklar und bei 10 unwahrscheinlich. Dieses sind vor allem Fließgewässer mit hohen Nutzungsansprüchen durch Besiedlung und Landwirtschaft.

Infolge der Gewässerstruktur und der Belastung mit dem Pflanzennährstoff Phosphor ist eine Beeinträchtigung der Tier- und Pflanzenwelt in den gefährdeten Wasserkörpern anzunehmen. Hinsichtlich einer Belastung der Gewässer mit spezifischen Schadstoffen sind in erster Linie erhöhte Konzentrationen an Pflanzenschutzmitteln zu nennen.

Eine Übersichtskarte und die Einstufung der einzelnen Wasserkörper finden Sie hier.

Grundwasserkörper

Die Karte zum chemischen Zustand der Grundwasserkörper zeigt, welche Standorte in Hessen als gefährdet eingestuft werden. Insofern sind die Anforderungen der WRRL an den „guten Zustand“ des Grundwassers nicht erfüllt. Über diffuse Stickstoffeinträge sind im Main-Kinzig-Kreis die Wetterau, die Untermainebene und das Büdingen-Meerholzer Hügelland betroffen.

Nicht gefährdet sind derzeit die Naturräume Spessart, Vogelsberg und Büdinger Wald sowie das Schlüchterner Becken.

In den belasteten Gebieten wurden erhöhte Nitrat-Konzentrationen im Grundwasser (>25 mg/l) festgestellt, die insbesondere mit einem hohen Anteil an intensiv ackerbaulich genutzten Flächen korrelieren.

Über die Nitratgehalte im Grundwasser sowie weitere Parameter wie Standorteigenschaften und die Intensität der Landnutzung wurde auf der Ebene der Gemarkungen ein so genannter Belastungsindex für das Grundwasser abgeleitet. Daraus entstanden Maßnahmenräume zur Umsetzung der Wassrrahmenrichtlinie.

Eine Karte zu dem Maßnahmenraum Main-Kinzig-Kreis finden Sie hier.

Fließgewässersysteme im Main-Kinzig-Kreis

Die Fließgewässer des Main-Kinzig-Kreises gehören zum übergeordneten Einzugsgebiet des Mains bzw. des Rheins. Hauptgewässereinzugsgebiete sind die Nidda mit der Nidder, die Kinzig und die Sinn mit der Jossa. Zum Einzugsgebiet Sinn/Jossa gehören weiter die Spessartgewässer Flörsbach, Lohrbach und Schmale Sinn.

Das den Main-Kinzig-Kreis dominierende Wassereinzugsgebiet der Kinzig hat eine Größe von 1.058 km² (HLUG). Die Fließgewässerstrecke mit Nebengewässern umfasst insgesamt 614 km. Die Kinzig selbst hat eine Fließstrecke von 85 km. Zu den Hauptgewässern des Einzugsgebiets der Kinzig gehören:

südöstlich der Kinzig:

Hasselbach

Schandelbach

Bieber

Orb

Klingbach

nordwestlich der Kinzig:

Krebsbach

Fallbach

Gründau

Reichenbach

Bracht

Salz

Ulmbach

Satinaubach

Riedbach

Elmbach