Waldzustand

Die jährliche Waldzustandserhebung in Hessen liefert unter dem Einfluss sich ändernder Umweltbedingungen Informationen zur Vitalität der Waldbäume seit 1984. Es werden dauerhaft markierte jüngere und ältere Stichprobenbäume bis und über 60 Jahre begutachtet. Visuell beurteilt und dokumentiert wird die Kronenverlichtung, der Vergilbungsgrad der Nadeln und Blätter, die aktuelle Fruchtbildung und der Insekten- und Pilzbefall. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Aufnahmeparameter sind die Witterung und das Klima, Stoffeinträge sowie Insekten und Pilze. Sie wirken sich unterschiedlich auf die Baumarten aus, so dass die Ergebnisse gesondert für Buche, Eiche, Fichte und Kiefer interpretiert werden.

Hauptergebnisse 2008

Die Auswertungen zeigen, dass sich die mittlere Kronenverlichtung im Vergleich zum Vorjahr infolge günstigerer Rahmenbedingungen (verringerter Fraß an Eichen, geringere Fruchtbildung, insgesamt günstige Wasserhaushaltssituation) insbesondere bei Buche und Eiche verbessert hat. Im Waldzustandsbericht wird davon ausgegangen, dass die Nach- und Auswirkungen des Trockenjahres 2003 damit abgeklungen sind.

Erfolgt die Auswertung unter Berücksichtigung der Schadstufen* zeigt die Grafik, dass mit Ausnahme der Kiefer der Anteil bei den mittelstark geschädigten bis abgestorbenen Baumarten stark zurückgegangen ist. Festzustellen bleiben aber die nur sehr geringen Anteile der gesunden über 60 Jahre alten Bäume: Fichte 9 %, Kiefer 13 %, Buche 16 % und Eiche 14 %.

Für den Main-Kinzig-Kreis liegen leider keine regionalen Ergebnisse zum Waldzustand vor. Wenn Sie sich für die Einzelergebnisse der Waldzustandserhebung interessieren, erfahren Sie mehr unter >>Waldzustandsbericht Hessen 2008

Ergebnisse und Auswertungen auf Bundesebene finden Sie unter Waldbericht 2007 .

*Schadstufe 0: ohne sichtbare Kronenverlichtung (bis 10 %)

*Schadstufe 1: schwache Kronenverlichtung (11-25 %)

*Schadstufe 2: mittelstarke Kronenverlichtung (26-60 %)

*Schadstufe 3: starke Kronenverlichtung (mehr als 60 %)

*Schadstufe 4: abgestorben (100 %)

Quelle: Waldzustandsbericht 2008