Bibermanagement

Im Jahr 1987 wurden im östlichen Spessart 18 Elbebiber eingebürgert, nachdem das Tier wahrscheinlich schon Ende des 18. Jahrhunderts in Hessen ausgestorben war. Im Main-Kinzig-Kreis haben sich die Biber über die Wasserscheide in das Einzugsgebiet der Kinzig und über den Landrücken in Richtung Fulda ausgebreitet. Auch in der Wetterau wurden Biber nachgewiesen. Insgesamt existieren zur Zeit 53 besetzte Biberreviere (2012) mit vermutlich 175 Tieren. Es wird von einer durchschnittlichen Besatzdichte von 3,3 Tieren pro Revier ausgegangen. Gemeinsames Ziel ist es, unter Einwirkung des Bibers die Lebensgemeinschaften der Flussauen zu fördern und Auenlebensraumkomplexe großräumig zu erhalten. Dazu gehören insbesondere Auwaldbereiche, Fließ- und Stillgewässer sowie ungenutzte Uferrandstreifen.

Biberburg, Foto: Thomas Glück

Die Populationsentwicklung und die räumliche Besiedlung wird systematisch durch ein Biber-Betreuungsnetz überwacht. Die Daten werden erfasst und zentral ausgewertet. Die Ergebnisse finden Sie in den Jahresberichten des Regierungspräsidium.

Durch das Ausbreitungsverhalten der Biber kann es durchaus zu Konflikten kommen. Davon betroffen sind in erster Linie Land- und Forstwirtschaft, aber auch private Gärten und technische Anlagen (Kläranlagen, Dämme u. a.). Sprechen Sie bitte bei Problemen möglichst frühzeitig das Regierungspräsidium Darmstadt, Herrn Jürgen Siek, Tel.: 06151/125267, Email: juergen.siek@rpda.hessen.de, an, damit geeignete Lösungen gefunden werden können.

Biber (Castor fiber), Foto: HMULV