Lebensraumentwicklung Streuobst

Streuobstwiesen zählen heute nicht nur zu den ökologisch wertvollsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft mit zahlreichen bestandsbedrohten Tier- und Pflanzenarten, sondern sie haben darüber hinaus eine hohe Bedeutung für die regionale Identität, das Landschaftsbild und die Erholungsfunktion. Als Zeichen der Zuchtbemühungen vergangener Jahrhunderte beherbergen sie vielerorts eine genetische Sortenvielfalt, die aktuell in den Baumschulen nicht mehr verfügbar ist.

Durch fehlende Pflege und Nutzungskonzepte und vor allem auch durch Flächeninanspruchnahme für andere Nutzungen sind Streuobstwiesen hochgradig gefährdet.

Zur nachhaltigen Sicherung der noch vorhandenen Gebiete unterstützt der Kreis vielfältige Aktivitäten. Beginnend mit den formalen Unterschutzstellungen und Finanzierungen von Sanierungsschnitten an über 6.000 Bäumen und über 2.500 Nachpflanzungen im Rahmen der Ausgleichsabgabe, engagiert er sich aktiv in den Arbeitskreisen Streuobst Maintal, Nidderau, Rodenbach und Gelnhausen. Das so entstehende Netzwerk wird durch den Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V. (LPV) koordiniert.

Einen guten Überblick über die wichtigsten Aktivitäten zum Streuobst im Main-Kinzig-Kreis haben Sie auf der Homepage des LPV .

Um die Bedeutung der Obstwiesen für die Tiergruppe der Fledermäuse herauszufinden, laufen zur Zeit Untersuchungen in den größeren Streuobstgebieten zwischen Frankfurt und Gelnhausen. Dieses Projekt wird finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt. Projektträger ist das Streuobstzentrum MainÄppelHaus Lohrberg in Frankfurt in Kooperation mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und Partnern vom Institut für Tierökologie und Naturbildung.

Erfahren Sie hier mehr zu diesem Projekt.