Ausgleichsabgabe/Ersatzgeld

Die Ausgleichsabgabe heute bezeichnet als Ersatzgeld muss immer dann gezahlt werden, wenn durch (Bau)vorhaben in Natur und Landschaft eingegriffen wird und diese Eingriffe nicht durch Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen kompensiert werden können. Die Höhe der Abgabe wird nach vorgegebenen Kriterien von den jeweiligen Genehmigungsebenen festgesetzt, vom Land Hessen vereinnahmt und zweckgebunden für Naturschutzmaßnahmen wieder verausgabt.

An die Kreise floss die selbst festgesetzte Abgabe nicht immer zu 100 % zurück. In den Jahren 2003 bis 2009 wurden Kürzungen zwischen 25 % und 60 % vorgenommen. Die Mittel werden von den Landkreisen für Naturschutzprojekte mit Kompensationscharakter gebunden.

Bis zum Ende des Jahres 2015 hat der Kreis über 2,4 Mio. EUR im Rahmen der Ausgleichsabgabe festgesetzt.

Mit den Geldern wurden vom Kreis bis zum Ende des Jahres 2015 249 Projekte bzw. 295 Maßnahmen auf einer Fläche von rund 134 ha finanziert und fachlich begleitet. Die Projekte verteilen sich auf die Altkreisteile Hanau mit 36 %, Gelnhausen mit 35 % und Schlüchtern mit 29 %. Träger der Projekte sind zu:

  • 43 % der Landschaftspflegeverband MKK
  • 27 % Kommunen
  • 19 % Vereine und Verbände
  • 5 % Private
  • 3 % Hessen Forst
  • 3 % MKK selbst und Sonstige

Die Verteilung der Projektsummen auf die Maßnahmenkomplexe zum Ende des Jahres 2015 entnehmen Sie bitte der Grafik.