Standortfaktoren

Ein wichtiger landwirtschaftlicher Standortfaktor ist die natürliche Ertragsfähigkeit des Bodens. Diese ist insbesondere abhängig von der Bodenbeschaffenheit, dem Geländerelief und den klimatischen Verhältnissen. Das Ertragspotenzial wird über die Ertragsmesszahl ausgedrückt. Umso niedriger eine Ertragsmesszahl ist, umso schlechter ist das Ertragspotenzial des Bodens.

Die mittleren Ertragsmesszahlen im Main-Kinzig-Kreis haben eine Spannbreite von 29 in Jossgrund/Oberndorf im Spessart bis zu 75 in Niederdorfelden in der Wetterau. Bezogen auf die Kreisteile Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern werden mittlere Werte von 61, 43 und 39 erreicht.

Quelle: Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie, 2007

Ein weiterer Faktor für die Standortbedingungen ist die Landwirtschaftliche Vergleichszahl (LVZ). Sie informiert über die landwirtschaftliche Ertragsfähigkeit eines Betriebes. Gemarkungen mit unterdurchschnittlicher LVZ gehören zu den benachteiligten Gebieten.

Von den 156 Gemarkungen des Main-Kinzig-Kreises gehören 106 (68 %) zu den benachteiligten Gebieten. Regionale Unterschiede zeigen sich bei der Betrachtung der Kreisteile. Im Bereich Hanau gehören 16 %, im Bereich Gelnhausen 75 % und im Bereich Schlüchtern 100 % der Gemarkungen zu den benachteiligten Gebieten.