Agrarumweltprogramme

Die nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher und naturschutzfachlich wertvoller Flächen in Hessen wird mit dem Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM) und der Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten (AGZ) finanziell vom Land Hessen unter Beteiligung der Europäischen Gemeinschaft und des Bundes unterstützt. Diese Programme beziehen sich auf die EU-Förderperiode 2015 bis 2020. Spezielles zu Zielen und geförderten Flächen im Main-Kinzig-Kreis erfahren Sie unter den o. a. Links.

Das HALM löst die Programme der letzten Förderperiode HEKUL (Hessisches Kulturlandschaftsprogramm) und HIAP (Hessisches Integriertes Agrarumweltprogramm) mit ähnlicher Zielsetzung ab.

Förderrichtlinien zu HALM und AGZ .

Hessisches Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM)

Ziele des HALM sind

  • eine besonders nachhaltige Landbewirtschaftung zu fördern,
  • die Kulturlandschaft mit ihren charakteristischen Bestandteilen zu erhalten,
  • die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern sowie
  • den Wasser-, Boden- und Klimaschutz zu unterstützen.

Es können auf freiwilliger Basis 5-jährige Verträge unter bestimmten Voraussetzungen für folgende Förderverfahren abgeschlossen werden:

  • A Förderung der Zusammenarbeit
  • B Förderung des ökologischen Landbaus
  • C Förderung besonders nachhaltiger Verfahren im Ackerbau
  • D Förderung besonders nachhaltiger Verfahren auf Dauergrünland
  • E Förderung besonders nachhaltiger Verfahren bei Dauerkulturen
  • G Erhaltung der Vielfalt der genetischen Ressourcen in der Landwirtschaft
  • H Förderung des Arten- und Biotopschutzes in Agrarökosystemen

Diese Aussagen sind nicht mehr aktuell und werden demnächst ersetzt.

Bis 2008 beantragten zum Förderverfahren Ökologischer Landbau 142 Betriebe Rahmenverträge mit einem Flächenumfang von 6.322 ha, für die standortangepasste Grünlandextensivierung waren es 535 Betriebe mit einem Flächenumfang von 6.925 ha. Die jeweilige regionale Verteilung zeigen die beiden Grafiken. Die Förderprogramme sind zur Zeit offensichtlich für die Betriebe im Raum Schlüchtern interessant. Vielen Anträgen zur standortangepassten Grünlandextensivierung kann allerdings wegen knapper Budgetmittel nicht nachgekommen werden. Entscheidend für die Mittelverteilung ist das Regionale Agrarumweltkonzept (RAK) mit den dort beschriebenen Gebietskulissen und einer entsprechenden Bewertungsmatrix. Die übrigen Förderverfahren im HIAP werden im Main-Kinzig-Kreis bisher nicht nennenswert nachgefragt.

Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten (AGZ)

Mit der AGZ soll die Landbewirtschaftung in den benachteiligten Gebieten gesichert und ständige Nachteile ausgeglichen werden. Die benachteiligten Gebieten im Main-Kinzig-Kreis zeigt die folgende Übersichtskarte.

Im Jahre 2008 wurden rd. 25.000 ha (20 % Acker-, 80 % Grünlandflächen) im Main-Kinzig-Kreis gefördert.