Internationale und nationale Energie- und Klimapolitik

Im Rahmen des so genannten Kyoto-Protokolls verpflichteten sich viele der industrialisierten Vertragsstaaten zur Einhaltung von Emissionsobergrenzen bzw. zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase im Zeitraum 2008 bis 2012 um 5 % gegenüber 1990.

Ausgehend von diesem Abkommen fand Ende 2007 eine Vertragsstaatenkonferenz auf Bali zur Verhandlung eines Nachfolgeabkommens für den Zeitraum nach 2012 statt. Grundkonsens war, dass sowohl Industrieländer als auch Entwicklungsländer ihre Anstrengungen für den Klimaschutz verstärken wollen. Das auf Bali beschlossene Verhandlungsmandat beinhaltet klare Vorgaben für langfristige und mittelfristige Ziele

(s. Beschluss von Bali ). Diese sollten 2009 auf der Klimakonferenz in Kopenhagen endgültig beschlossen werden. Die Verhandlungen endeten jedoch lediglich mit einer enttäuschenden politischen Vereinbarung mit einigen Kernelementen zur zukünftigen Klimaschutzpolitik.

Bei den Klimaverhandlungen 2011 in Durban (Südafrika) gelang ein Wendepunkt in der internationalen Klimapolitik. Die Weltgemeinschaft verständigte sich darauf, dass zukünftig alle Staaten (Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer) entweder in einem Protokoll, durch ein Rechtsinstrument oder durch ein einmütiges Ergebnis mit Rechtskraft zur Treibhausgasminderung verpflichtet werden sollen. Das Abkommen soll im Jahr 2015 beschlossen und spätestens 2020 in Kraft treten.

Die Bundesregierung hatte zum Auftakt der Weltklimakonferenz auf Bali ein ausgesprochen ambitioniertes und konkret ausgestaltetes Energie- und Klimaprogramm aufgelegt und übernahm damit sehr bewusst eine weltweite Vorreiterrolle. Mit dem Maßnahmenpaket wollte Deutschland seine Treibhausgase bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 reduzieren. Bis Ende 2009 konnte in Deutschland eine Reduzierung der Treibhausgase um 25,3 % erreicht werden. Bis 2012 kam es allerdings wieder zu leichten Anstiegen. Die konkrete Entwicklung finden Sie hier.

> mehr zur nationalen Klimapolitik

Abseits von den langwierigen Verhandlungen engagieren sich seit Jahren viele Städte und Gemeinden für den Klimaschutz. Seit 1990 haben sich knapp 1.400 Städte, Gemeinden, Kreise, darunter auch der Main-Kinzig-Kreis, Bundesländer und Regionen aus 17 europäischen Ländern dem Städtenetzwerk Climate Alliance/Klima-Bündnis/Alianza del Clima e.V. angeschlossen.

Vorrangige Ziele sind:

  • Verringerung der Treibhausgase
  • Unterstützung der indigenen Völker
  • Erhalt der Tropenwälder und ihrer biologischen Vielfalt

Mehr erfahren Sie unter >>Klimabündnis