Gesundheitsberichterstattung und Bürgerinformation

Informationen und Berichte zur Gesundheit

Die Gesundheitsberichterstattung (GBE) hat die Aufgabe und das Ziel, den gesundheitlichen Zustand der Bürgerinnen und Bürger im MKK zu beschreiben und die gesundheitliche Versorgung im Kreisgebiet darzustellen. Die Grundlage hierfür sind gesundheitsbezogene Daten und Informationen. Diese werden gesammelt, aufgearbeitet und bewertet.

Diese Daten dienen der Ermittlung relevanter Handlungsbedarfe. Die GBE dient auch der Begleitung bei gesundheitspolitischen Entscheidungen und deren Umsetzung. Eine Erfolgsanalyse und Erfolgsbewertung eingesetzter Maßnahmen, die sogenannte Evaluation, schließt den Kreis der GBE. Die Rechtsgrundlage für die GBE ist das Hessische Gesetz für den öffentlichen Gesundheitsdienst in den §§ 1(2) und 13.

Aktuelles

Meist wird die Influenza durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen kleinste, virushaltige Tröpfchen des Nasen-Rachen-Sekrets von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Auch über die Hände werden die Viren weitergereicht, wenn diese mit virushaltigen Sekreten in Kontakt gekommen sind. Werden anschließend Mund, Nase oder Augen berührt, können die Grippeviren über die Schleimhäute in den Körper eindringen. Daneben können die Viren auch an verunreinigten Türklinken, Haltegriffen, Treppengeländern oder ähnlichen Gegenständen haften und von dort über die Hände in den Körper gelangen.

Um sich vor einer Ansteckung mit Grippeviren zu schützen, gibt das Gesundheitsamt folgende Tipps:

  • Waschen Sie sich mehrmals täglich gründlich die Hände mit Seife und Wasser. Dabei sollten Sie die Seife 20- 30 Sekunden zwischen den Händen verreiben, sorgfältig abspülen und abtrocknen.
  • Husten Sie in die Ellenbeuge, anstatt in die Hand, da Hände ein häufiger Übertragungsweg sind.
  • Berühren sie so wenig wie möglich die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen.
  • Halten Sie bei einer Grippewelle Abstand zu niesenden und hustenden Personen und vermeiden Sie Händeschütteln.
  • Vermeiden Sie insgesamt nach Möglichkeit engen Kontakt zu Erkrankten, auch im häuslichen Umfeld.
  • Vermeiden Sie, wenn möglich, große Menschenansammlungen und Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Hat es einen dann doch einmal erwischt, sollte die Erkrankung nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn nicht selten treten Komplikationen auf (z.B. Lungenentzündung).

Nach der Infektion ist die Stärkung des geschwächten Immunsystems mit einer ausgewogenen vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung mit viel Obst und Gemüse sehr wichtig. Ausreichender Schlaf regeneriert den Körper und regelmäßige Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an. Spaziergänge an der frischen Luft tun dem Körper besonders gut. Auf den Konsum von Nikotin und Alkohol sollte verzichtet werden. Um seine Mitmenschen zu schützen, sollten Grippekranke an keinen Feiern/Festen teilnehmen und große Menschenansammlungen meiden. Nur so kann die Weiterverbreitung verhindert werden.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt auch jetzt noch Impfungen gegen das Virus. Besonders Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke, Mitarbeiter medizinischer oder pflegerischer Einrichtungen und Personen, die im Job regelmäßig mit vielen Menschen in Kontakt kommen sowie Schwangere sollten sich schützen.

Für Rückfragen steht Ihnen das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 06051 85 11650 zur Verfügung.

>>Verlauf der Grippesaison 2018/2019 im Main-Kinzig-Kreis (PDF)

Evaluation der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe in den Kindergärten im Main-Kinzig-Kreis

Projektbericht von Berna Altundag (Studierende des Studiengangs Gesundheitsförderung B.Sc.) und Frau Dr. Schreiber, MPH (Zahnärztlicher Dienst Gesundheitsamt Main-Kinzig-Kreis)

Der Zahnärztliche Dienst (ZÄD) des Gesundheitsamtes und der Arbeitskreis Jugendzahnpflege (AKJZ) stärken durch gesundheitsfördernde Maßnahmen die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen. Diese zahnmedizinische Gruppenprophylaxe umfasst eine flächendeckende Durchführung von Prophylaxemaßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Mundgesundheit durch Zahnärzte, zahnmedizinisches Fachpersonal sowie Prophylaxefachkräfte und Ökotrophologen des Arbeitskreises für Jugendzahnpflege (AKJZ).

Ziel des Berichts ist es Struktur, Prozess und Ergebnis der Gruppenprophylaxe in den Kindergärten im MKK zu beschreiben. Es soll festgestellt werden, ob ein Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen zur Optimierung der Gruppenprophylaxe in den Kindergärten künftig geplant werden müssen.

zum Bericht

Vorsicht beim Frühjahrsputz

Gesundheitsamt rät zum Schutz vor Hantaviren

Seit einigen Jahren werden in Deutschland vermehrt Erkrankungen durch Hantaviren festgestellt. Dies gilt auch für den Main-Kinzig-Kreis . Gerade aus dem Ostkreis wurden dem Gesundheitsamt in den letzten Jahren Hantavirus-Infektionen gemeldet.

Angesichts der Verbreitung dieser Viren rät das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises zum Schutz vor einer möglichen Infektion. Gerade jetzt, wenn es Frühling wird und Scheunen, Keller, Schuppen etc. geräumt und gesäubert werden, kann es zu einer Infektion mit dem Erreger kommen, der durch den Kot von Rötelmäusen übertragen wird.

Rötelmäuse gelten als Hauptüberträger dieser Viren, die schwere Grippesymptome erzeugen und unter Umständen zu Nierenversagen führen können.

Die meisten Menschen infizieren sich durch das Einatmen von aufgewirbeltem Staub, in dem die Erreger aus Kot, Urin oder Speichel der Nager enthalten sind. Selten erfolgt die Übertragung durch Nagetierbisse. Das Gesundheitsamt rät grundsätzlich den Kontakt zu Mäusen und deren Ausscheidungen zu vermeiden.

Nachfolgend finden Sie einige Informationen und Tipps, wie Sie einer Hantavirus-Infektion entgegenwirken können:

Übertragungswege:

Die Infektionen können ganzjährig auftreten, vorwiegend jedoch in den Monaten Mai bis Juli. Da die Hantaviren von Rötelmäusen und anderen Nagern mit Kot und Urin ausgeschieden werden und in diesen Exkrementen auch nach Eintrocknen über Tage oder Wochen ansteckend bleiben können, kommt der Übertragung durch Einatmen von erregerhaltigem Staub eine besondere Bedeutung zu.

Ein besonderes Risiko eine Hantavirus-Infektion zu erwerben, besteht bei folgenden Tätigkeiten:

  • Umschichten von Holz
  • Arbeiten im Wald
  • Kontakt mit Mäusen und anderen Nagern oder deren Ausscheidungen beim Arbeiten, Wandern oder Zelten
  • Aufenthalt oder Reinigungsarbeiten in Gartenhäuschen, Waldhütten oder Schuppen – insbesondere stauberzeugende Tätigkeiten wie Ausfegen
  • Reinigung und Auf- oder Einräumen von Dachböden, Garagen und Kellern ... waldnaher Häuser

Krankheitsbild:

Der überwiegende Teil der Infektion läuft unbemerkt ab. Bei den symptomatischen Fällen beträgt die Inkubationszeit ca. 2 – 4 Wochen, kann aber in Ausnahmefällen auch zwischen 5 – 60 Tagen liegen. Der Verlauf der Krankheit ist grippeähnlich mit mehrtägigen Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen, sowie Fieber >38°C. Häufig kommt es dann zu Nierenfunktionsstörungen bis hin zu Nierenversagen, in seltenen Ausnahmefällen auch zu einer lebensbedrohlichen Blutungsneigung.

Bei dem im Main-Kinzig-Kreis auftretenden Hantavirus Typ Puumala heilt die Erkrankung in den meisten Fällen folgenlos aus.

Vorbeugung:

  • Es wird empfohlen, bei der Reinigung von Scheunen, Dachböden, Garagen oder ähnlichen Räumlichkeiten ausreichend zu lüften und bestenfalls wenig Staub aufzuwirbeln bzw. feucht zu reinigen. Zusätzlich empfiehlt sich das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes.
  • Für die Beseitigung von toten Nagetieren, deren Kot und Urin empfiehlt sich der Einsatz von Einmalhandschuhen. Die Entsorgung von Putzlappen, Einmalhand-schuhen und ggf. toten Nagetier-Kadavern sollte in verschlossenen Plastikbeuteln über den Hausmüll erfolgen.
  • Im Anschluss sollte das gründliche Händewaschen keinesfalls vergessen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises unter der Telefonnummer 06051 85 11650 oder auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de .

Bürgerinformation

Im Gemeindepsychiatrischen Netzwerk sind alle Adressen zu finden, von Einrichtungen und professionell Tätigen, von Selbsthilfegruppen, Kliniken, Fachärzten und Therapeuten im Main-Kinzig-Kreis, die sich mit der Versorgung von psychisch kranken Menschen sowie von Menschen mit Suchtmittelerkrankungen beschäftigen.

[Katalog Gemeindepsychiatrisches Netzwerk]

Der Psychiatrieplan beschäftigt sich mit den Themenbereichen Sucht, Allgemeinpsychiatrie, Erwachsenenpsychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es wird ein umfassender Überblick über die Problemsituation der zu versorgenden Patienten im Main-Kinzig-Kreis gegeben.

Psychiatrieplan

Gesundheitsberichte

Tuberkulose - weiterhin eine Herausforderung für alle Beteiligten

Falldiskussion anhand aktueller S2K-Leitlinien für Tuberkulose

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises leistet seit vielen Jahren eine qualitativ hochwertige Arbeit im Bereich der Tuberkuloseüberwachung. Das Infektionsschutzgesetz weist dem Gesundheitsamt die Aufgabe zu, Beratungen und Untersuchungen anzubieten oder diese in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen sicherzustellen.

Der vorliegende Gesundheitsbericht informiert über die Herausforderung aller Beteiligten bezüglich der Behandlung und Begleitung von tuberkulosekranken Patienten. Ebenso gibt der Bericht Einblick über die bundesweite und regionale Verbreitung der Erkrankung.

Gesundheitsbericht Band 11

Gesundheitsbericht über Psychisch Erkrankte und ihre Versorgung im MKK

Der vorliegende Bericht zeigt, welche Aufgaben der Sozialpsychiatrische Dienst wahrnimmt und wie die psychiatrische Versorgung im Main-Kinzig-Kreis gewährleistet wird.

Gesundheitsbericht Band 10

Bericht über den hygienischen Zustand von Praxen, in denen invasive Eingriffe am Menschen vorgenommen werden

Seit Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) unterliegen auch „Einrichtungen für ambulantes Operieren“ der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt. Über die Ergebnisse der Überwachung solcher Einrichtungen im Main-Kinzig-Kreis wird nachfolgend berichtet. Von 2006-2013 wurden 215 Praxen für ambulantes Operieren und 5 ambulant operierende Zentren durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes begangen und auf die Einhaltung der Hygienevorschriften überprüft.

Gesundheitsbericht Band 9

Bericht zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im MKK

Der Bericht basiert auf gemeinsamen Auswertungen von Daten der Schuleingangsuntersuchungen mit den Ergebnissen von zahnärztlichen Reihenuntersuchungen im ersten und vierten Schuljahr bei denselben Kindern. Er identifiziert unter anderem Faktoren, die die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen im Main-Kinzig-Kreis beeinflussen.

Gesundheitsbericht Band 8

Bericht über das Projekt zur Überwachung der Hausinstallation, aus denen Wasser für die Öfentlichkeit abgegeben wird

Ziel des Projektes des Sachgebiets Hygiene und Umweltmedizin war es, möglichst viele Erkenntnisse über den Zustand der Hausinstallationen im gesamten Main-Kinzig-Kreis zu erhalten.

Gesundheitsbericht Band 7

Historie des Arbeitskreises Jugendzahnpflege im MKK von 1990 bis 2010

Festschrift zum 20-jährigen Bestehen des Arbeitskreises Jugendzahnpflege.

Gesundheitsbericht Band 6

Ausgewählte Infektionskrankheiten und Überwachung hygienerelevanter Einrichtungen im MKK

Der fünfte Gesundheitsbericht widmet sich der Fragen: Wie werden Gesundheitsgefährdungen in Form von Infektionskrankheiten erkannt und eingedämmt? Wie werden die Trinkwasserhygiene und die Hygiene von Badewasser sichergestellt?

Gesundheitsbericht Band 5

Gesetzliche Betreuungen im MKK von 1992 bis 2006

Betreuung ist nicht gleich Betreuung. Dies verdeutlicht der vierte Gesundheitsbericht mit einem kleinen Einstieg in den Paragraphendschungel zum Betreuungsrecht und einer Übersicht zu ausgewähltem Zahlenmaterial. Differenziert ist die Betreuungsstelle in ihren gesetzlichen Aufgaben und Leistungen dargestellt, ebenso wie die Bedeutung von Verantwortung in jeder gesetzlichen Entscheidung gegenüber dem Menschen.

Gesundheitsbericht Band 4

Bericht zur Versorgung der Bevölkerung im MKK im Amtsärztlichen Dienst

In diesem Bericht ist ein Überblick über das Angebotsspektrum des Amtsärztlichen Dienstes und ein Themenbericht zur Substitutionsambulanz für Drogenabhängige im Main-Kinzig-Kreis zu finden.

Gesundheitsbericht Band 3

Bericht zur Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen im MKK

Der Bericht widmet sich der Förderung von Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen im MKK, welche Auswirkung auf die Entwicklung der Zahngesundheit besteht und welche Probleme und Ziele für die nächsten Jahre anstehen.

Gesundheitsbericht Band 2

Bericht zur Kindergesundheit im MKK

Der Bericht zur Kindergesundheit im Main-Kinzig-Kreis basiert auf den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen in den Jahren 2000 bis 2004. Themen sind unter anderem der Vorsorge- und Impfstatus der Einschulungskinder, die Entwicklung von Sprachfähigkeiten und die Entwicklung grobmotorischer und feinmotorischer Fähigkeiten bei Einschulungskindern.

Gesundheitsbericht Band 1

Ansprechpartnerin

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Main-Kinzig-Kreis
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Bürgerinformation
Carmen Waldmann
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63569 Gelnhausen