Coronavirus - finanzielle Hilfen

Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Möglichst kein Unternehmen soll durch die Epidemie in Existenznot geraten und möglichst kein Arbeitsplatz verloren gehen. Die Bundesregierung erleichtert den Zugang zum Kurzarbeitergeld.

Zur Stärkung der Konjunktur und der Wirtschaftskraft wird die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent gesenkt, der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent – befristet von 1. Juli bis 31. Dezember 2020.

Der Einzelhandel darf nach einer Komplettschließung wieder öffnen – unter Auflagen wie Hygieneregeln und Maskenpflicht. Hier finden Sie >>Antworten auf spezifische Fragen zu Landwirtschaft und Tierhaltung .

Corona-Überbrückungshilfe für KMU

Der Bund hat ein Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Sozialunternehmen und Selbständige aufgelegt, die von der Corona-Pandemie hart getroffen sind. Voraussetzung ist ein Umsatzrückgang im April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr und fortdauernde Umsatzrückgänge von mindestens 40 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten. Anträge können bis Ende August eingereicht werden.

Die Überbrückungshilfe wird als Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten gezahlt. Die Höhe bemisst sich an der tatsächlichen Umsatzentwicklung in den drei Monaten Juni, Juli und August 2020. Der Antrag muss von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden. Informationen zum Procedere beim Hessischen Wirtschaftsministerium und beim Bundeswirtschaftsministerium .

Ausbildungsprämie für kleine und mittlere Unternehmen

Für Ausbildungsbetriebe mit bis zu 249 Beschäftigten hat die Bundesregierung >>das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Es richtet sich auch an ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen. Unternehmen, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind, bekommen eine Prämie, wenn sie ihr Ausbildungsniveau halten oder sogar erhöhen. Konkret sollen sie für jeden für das Ausbildungsjahr 2020/2021 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro erhalten – nach Ende der Probezeit. Wenn Unternehmen mehr ausbilden als zuvor, beträgt die Prämie einmalig 3.000 Euro für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag – nach Ende der Probezeit.

Außerdem sollen Betriebe unterstützt werden, die in der Krise für Azubis und deren Ausbilder keine Kurzarbeit anmelden. Beträgt der Arbeitsausfall im Unternehmen mindestens 50 Prozent und es bildet trotzdem weiter aus, erhält es pro Monat 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung. Hilfe gibt es auch für Firmen, die Azubis aus anderen Unternehmen übernehmen, die wegen der Pandemie nicht weiter ausbilden können oder gar Insolvenz anmelden müssen. Derzeit werden Förderrichtlinien erarbeitet, in denen festgelegt wird, bei welchen Stellen die Zuschüsse beantragt werden können.

Corona-Hilfsprogramme

Das Soforthilfeprogramm des Landes Hessen für Selbstständige, Angehörige der Freien Berufe, Landwirte und kleine Unternehmen ist Ende Mai ausgelaufen. Fristgerecht bis zum 31. Mai 2020 eingereichte Anträge werden weiterhin vom Regierungspräsidium Kassel bearbeitet. Für kleine und mittlere Unternehmen bietet das Land Hessen nach wie vor Förderkredite und Bürgschaften an.

Für Studierende stellt das Bundesbildungsministerium Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen zur Verfügung, etwa wenn wegen Corona der Nebenjob weggebrochen ist. Beantragt werden können ein Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie Zuschüsse, die über die Studierendenwerke verteilt werden. Die Zuschüsse sind bis zu einer Höhe von jeweils 500 Euro für die Monate Juni, Juli und August 2020 möglich und müssen für jeden Monat neu beantragt werden.


Geschäftsleben

Geschäfte im Einzelhandel können aufatmen. Die hessische Landesregierung erlaubt Läden und Dienstleistern nach der Komplettschließung wieder zu öffnen. Wer davon profitiert und welche Auflagen gelten, hat >>das Land Hessen festgelegt.

Weitere Informationen sowie die geltenden Veordnungen finden sich unter:
>>Alltag in Zeiten von Corona .

Entschädigung bei Tätigkeitsverbot und Verdienstausfall

Wenn Eltern ihre Kinder wegen der Kita- und Schulschließungen zu Hause betreuen müssen, bekommen sie eine finanzielle Entschädigung für den Verdienstausfall. Jedes Elternteil hat Anspruch auf zehn Wochen Entschädigung, Alleinerziehende auf 20 Wochen. Die Arbeitgeber zahlen 67 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens aber 2.016 Euro im Monat. Dieses Geld bekommen sie auf Antrag vom Land erstattet. Die Entschädigung erfolgt nach dem Infektionsschutzgesetz . Anträge können hier gestellt werden. Aktuelle Hinweise gibt das Regierungspräsidium Darmstadt .

https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-uebernimmt-verdienstausfall-fuer-beschaeftigte-0

Arbeitnehmer und Selbständige, bei denen die Gesundheitsbehörde eine Quarantäne oder ein Tätigkeitsverbot anordnet, haben Anspruch auf Entschädigung für den Verdienstausfall. Wer den Antrag stellt und was dabei beachtet werden muss, regelt das >>Infektionsschutzgesetz .

Kein Anspruch auf Entschädigung besteht für Verdienstausfälle wegen der Schließung von Betrieben, Einrichtungen und Begegnungsstätten oder infolge des Veranstaltungsverbots.

Kontaktformular zu Wirtschaftsfragen

Die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises berät Unternehmen, Gewerbetreibende und Selbständige in der aktuellen Corona-Krise. Anfragen über das Online-Formular werden so schnell wie möglich beantwortet.