Impfaktion

Wer nicht eigenständig zum Impfzentrum gelangt und niemand aus Verwandtschaft oder Bekanntenkreis ihn oder sie hinfahren kann, sollte bei seiner Krankenkasse nachfragen, ob er oder sie einen Erstattungsanspruch für die Fahrtkosten hat. Hat die Person bereits bei Arztbesuchen einen Erstattungsanspruch, doch die Krankenkasse lehnt die Kostenübernahme für die Fahrt zum Impftermin ab, trägt das Land Hessen die Kosten. Hierzu hat der Main-Kinzig-Kreis Gespräche mit Taxi-Unternehmen über die verschiedenen Abrechungsregelungen geführt, damit die Fahrdienste zu den Impfterminen möglichst reibungslos verlaufen. Welche Taxi-Unternehmen in den jeweiligen Kommunen Fahrdienste anbieten, ist über unseren „Marktplatz“ im CoroNetz einsehbar. >> zur Taxiübersicht

Wer aus gesundheitlichen Gründen gar nicht in der Lage ist, ein Impfzentrum zu besuchen, kann sich für eine Impfung zu Hause anmelden. Ein Anmeldebogen dafür findet sich im Brief des Landes Hessen, der allen Über-80-Jährigen zugeht (siehe „Wie läuft die Anmeldung für den persönlichen Impftermin?“). Bis ein Besuch mobiler Impfteams möglich ist, wird es aufgrund der Impfstoffknappheit allerdings noch einige Wochen dauern.

Seit dem Start der bundesweiten Corona-Impfaktion am 27. Dezember gehen mobile Impfteams in Alten- und Pflegeheime des Kreises, um Bewohnerinnen, Bewohner und Personal zu impfen. Drei Wochen nach der ersten wird die zweite Impfung verabreicht. Vor der Impfung unterziehen sich die Mitglieder der Impfteams einem Schnelltest, um sicherzustellen, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind.

In der >>Corona-Impfverordnung ist festgelegt, welche drei Personengruppen zuerst geimpft werden. Die Impfung der ersten Gruppe mit der höchsten Priorität wird in Hessen in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase, die am 27. Dezember begonnen hat, umfasst Impfungen durch mobile Teams in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhausbereichen, die am meisten mit Covid-19-Erkrankten zu tun haben – etwa Intensivstationen und Notaufnahmen. Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, folgt in Phase zwei ab dem 19. Januar 2021 die Öffnung von sechs Regional-Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Abhängig von der Zufuhr von hinreichend Impfstoff öffnen anschließend schrittweise die weiteren 22 hessischen Impfzentren.

Neben den Menschen in Alten- und Pflegeheimen, mit deren Impfung mobile Teams bereits begonnen haben, und den Mitarbeiter/innen bestimmter Krankenhausbereiche, die vom dortigen Personal geimpft werden, zählen zur Personengruppe mit höchster Priorität: Mitarbeiter der Rettungsdienste und ambulanter Pflegedienste, Personen ab dem 80. Lebensjahr, die nicht in einem Alten- und Pflegeheim leben, sowie Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen, in denen Personen behandelt werden, bei denen eine Covid-19-Infektion schwere Verläufe erwarten lässt (insbesondere Hämato-Onkologie, Transplantationsmedizin). Grundlage ist §2 der Corona-Impfverordnung.

Personen mit chronischen Krankheiten wie Rheuma oder Diabetes zählen zur Gruppe mit „erhöhter Priorität“, die nach § 4 der Coronavirus-Impfverordnung nach den ersten beiden Gruppen mit „höchster“ und „hoher“ Priorität an der Reihe sind. Allerdings ist das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf bei chronisch Kranken in jedem Einzelfall zu bewerten. Aspekte wie Krankheitsart, Erkrankungssituation, erforderliche Therapie und Begleiterkrankungen sowie weitere Risiken wie das Alter spielen eine Rolle. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich. Es wird empfohlen, den behandelnden Arzt oder Hausarzt um eine Einschätzung des individuellen Nutzens beziehungsweise Risikos einer Corona-Schutzimpfung zu bitten.

Wenn eine Impfung chronisch kranker Personen nicht möglich ist, kann es sinnvoll sein, der Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut zu folgen, die für Schwangere und Stillende gilt. Demnach sollten sich – um das Ansteckungsrisiko der Betroffenen zu reduzieren -, nahe Angehörige oder Personen, die im selben Haushalt leben, impfen lassen, sobald sie an der Reihe sind.

Am 19. Januar 2021 starten die Impfungen in den Regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Für den Main-Kinzig-Kreis ist das Impfzentrum Frankfurt in der Festhalle auf dem Messegelände zuständig. Welches Impfzentrum welche Städte und Gemeinden umfasst, sehen Sie auf >>dieser Karte des HMdIS. Je nach Impfstoff-Zufuhr öffnen dann schrittweise die weiteren 22 hessischen Impfzentren, auch die in Hanau und Gelnhausen. Wenn es soweit ist, wird die Bevölkerung rechtzeitig informiert.

Vom 12. Januar 2021 an können sich Personen der ersten Gruppe mit „höchster Priorität“ für einen persönlichen Impftermin anmelden: telefonisch über die Telefonnummern 116117 oder 0611/505 92 888 (erreichbar täglich von 8 bis 20 Uhr) sowie online über die Websites www.impfterminservice.de oder www.impfterminservice.hessen.de . Alle Über-80-Jährigen werden vom Land Hessen in einem Brief über das Anmeldeverfahren informiert.

>>Musterbrief

Für den vollen Impfschutz sind zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen (abhängig vom Impfstoff) nötig. Deshalb sollten gleich zwei Termine vereinbart werden: für die erste Impfung sowie für die notwendige zweite Impfung.

Sobald weitere Gruppen sich für einen Impftermin anmelden können, wird das Land Hessen das bekanntgeben. Der Main-Kinzig-Kreis ist für Anmeldungen nicht zuständig und kann auch keine Vormerkungen annehmen.

Personen, die ihre Erstimpfung von einem mobilen Impfteam erhalten haben und die ihren zweiten Termin bei einer mobilen Impfung nicht wahrnehmen konnten, haben die Möglichkeit, sich über ein >> Kontaktformular zu melden, um eine Zweitimpfung zu erhalten. Erst dann ist die Corona-Schutzimpfung abgeschlossen.

In die zweite Gruppe mit „hoher Priorität“ nach § 3 der Impfverordnung fallen Personen ab dem 70. Lebensjahr, Menschen mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung und Organtransplantierte, Bewohner von Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften sowie Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur. Die dritte Gruppe mit „erhöhter Priorität“ nach § 4 der Impfverordnung umfasst einen noch größeren Personenkreis: alle ab dem 60. Lebensjahr, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Erzieher/innen, Lehrer/innen, Menschen, die im Einzelhandel arbeiten oder in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen, bei den Streitkräften, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, in Parlamenten und Justiz und weitere mehr. Wann die jeweilige Gruppe an der Reihe ist, hängt von der Impfstoff-Zufuhr ab und wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Im Impfzentrum wird überprüft, ob der oder die Impfwillige einen Anspruch auf die Schutzimpfung hat. Dafür muss der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis mit dem Wohnort vorgelegt werden, der Impfpass (falls vorhanden), das Krankenkassenkärtchen und gegebenenfalls eine Bescheinigung der Einrichtung oder des Unternehmens, für die er/sie tätig ist. Menschen mit chronischen Erkrankungen benötigen ein ärztliches Zeugnis. Kontaktpersonen brauchen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person.

Ja. Den zu impfenden Personen wird eine Impfbescheinigung in Papierform zur Verfügung gestellt.

Der Staat übernimmt die Kosten. Bürgerinnen und Bürger müssen nichts zahlen.

Freiwillige Unterstützung für Impfaktion gesucht

Der Main-Kinzig-Kreis ist im Rahmen der bundesweiten Impfaktion gegen Covid-19 aufgefordert, die entsprechenden Zentren (Hanau und Gelnhausen) sowie mobile Teams aufzubauen. Nach den bereits bekannten Rahmenbedingungen sollen hier an sieben Tagen in der Woche bis zu 1.000 Personen täglich geimpft werden. Dafür wird bereits mit Hochdruck an der konkreten personellen, materiellen und örtlichen Detailplanung gearbeitet. Bis Mitte Dezember müssen die Vorbereitungen abgeschlossen sein.

Zur Unterstützung dieser wichtigen Arbeit sucht der Main-Kinzig-Kreis ab sofort fachliches Personal, also Ärztinnen und Ärzten, Apothekerinnen und Apotheker, Medizinische Fachangestellte sowie verfügbare Beschäftigte aus den Bereichen Krankenpflege, Pharmazeutisch-Technische Assistenz oder mit vergleichbaren Qualifikationen.

Auch Menschen, die Zivildienst oder Bundesfreiwilligendienst im Bereich Alten- und Krankenpflege absolviert haben, sind gefragt. Die gesamte Impfaktion kann bis in den Herbst des kommenden Jahres andauern.

Die Freiwilligen sollen jünger als 65 Jahre alt sein und zu keiner Corona-Risikogruppe zählen. Wer in den genannten Kategorien relevante berufliche Vorerfahrung besitzt und belegen kann, melde sich bitte mit dem Online-Formular. Selbstverständlich werden die ausgewählten Personen auf ihren Einsatz vorbereitet, erhalten eine Vergütung und werden haftungsrechtlich abgesichert.

Ein wichtiger Hinweis:
Wegen der Vielzahl der Bewerbungen, hat der MKK einen Dienstleister mit der Personalauswahl und der Einsatzplanung beauftragt. Es handelt sich um die Firma people at work aus Heusenstamm, mit ihrer Niederlassung in Hanau. Mitarbeiter*innen von people at work werden Sie daher kontaktieren. People at work erfüllt im Auftrag des MKK alle datenschutzrechtlichen Verpflichtungen