Impfaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt den AstraZeneca-Impfstoff für Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Grund ist das Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen vier bis 16 Tage nach der Impfung, die ganz überwiegend bei Menschen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten sind. Menschen unter 60 dürfen sich dennoch weiterhin mit AstraZeneca impfen lassen. Impfwillige werden sorgfältig beraten und über die sehr seltenen Fälle von Hirnvenenthrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) informiert.

In den Impfzentren Gelnhausen und Hanau werden Über-60-Jährige entsprechend der STIKO-Empfehlung weiterhin mit AstraZeneca geimpft. Wer unter 60 ist und bereits einen Termin für eine Erst-Impfung mit AstraZeneca hat, kann den Termin wahrnehmen und bekommt einen alternativen Impfstoff von Moderna oder Biontech. Wer unter 60 ist und bereits einen Termin für eine Zweitimpfung hat, kann diesen ebenfalls beibehalten. Die STIKO empfiehlt, bei Personen unter 60 Jahren anstelle der zweiten AstraZeneca-Impfstoffdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs zwölf Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen, bis weitere wissenschaftliche Daten vorliegen.

Bundesgesundheitsministerium: Fragen und Antworten zur Impfung mit AstraZeneca

Empfehlung der Ständigen Impfkommission vom 01. April 2021

Paul Ehrlich Institut – Ergebnis der Sicherheitsbewertung: AstraZeneca-Impfstoff ist sicher und wirksam

Merkblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Wer nicht eigenständig zum Impfzentrum gelangt und niemand aus Verwandtschaft oder Bekanntenkreis ihn oder sie hinfahren kann, sollte bei seiner Krankenkasse nachfragen, ob er oder sie einen Erstattungsanspruch für die Fahrtkosten hat. Hat die Person bereits bei Arztbesuchen einen Erstattungsanspruch, doch die Krankenkasse lehnt die Kostenübernahme für die Fahrt zum Impftermin ab, kann der Main-Kinzig-Kreis in Vorleistung gehen - das gilt auch für Über-70-Jährige aus dem Kreis, die keinen solchen Erstattungsanspruch haben und niemanden, der sie zum Impfzentrum fährt. Dazu muss dem Amt für soziale Förderung und Teilhabe Folgendes eingereicht werden: die Quittung des Taxi-Unternehmens und der Beleg über den Fahrtzweck sowie ein ausgefülltes Formular mit Angaben zur Person. Dieses Formular findet sich hier:

>> Antrag auf Übernahme der Taxikosten zur Corona-Schutzimpfung

Die Unterlagen bitte per Mail an impftaxi@mkk.de schicken oder per Post an Main-Kinzig-Kreis, Amt für soziale Förderung und Teilhabe, Kerstin Sokoll, Barbarossastraße 24, 63571 Gelnhausen. Der Main-Kinzig-Kreis hat Gespräche mit Taxi-Unternehmen über die verschiedenen Abrechungsregelungen geführt, damit die Fahrdienste zu den Impfterminen möglichst reibungslos verlaufen. Welche Taxi-Unternehmen in den jeweiligen Kommunen Fahrdienste anbieten, ist über unseren „Marktplatz“ im CoroNetz einsehbar. >> zur Taxiübersicht

In der >>Corona-Impfverordnung ist festgelegt, welche drei Personengruppen zuerst geimpft werden. Die Impfung der ersten Gruppe mit der höchsten Priorität hat am 27. Dezember 2020 begonnen. Sie umfasst Impfungen durch mobile Teams in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhausbereichen, die am meisten mit Covid-19-Erkrankten zu tun haben – etwa Intensivstationen und Notaufnahmen. Seit dem 19. Januar 2021 werden Menschen über 80 Jahre, die nicht im Altenheim leben, geimpft. Menschen der Priorisierungsgruppe 2 werden seit 5. März in den Impfzentren des Main-Kinzig-Kreises geimpft.

Geimpft werden nun auch Personen, die in §3 der Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums genannt werden. In dieser zweiten Gruppe befinden sich Menschen im Alter von 70 bis 79 Jahren.

Unabhängig von ihrem Alter gehören Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion zur dieser Gruppe: zum Beispiel Menschen mit Trisomie 21, Personen mit Lungenkrankheiten, Menschen mit Demenz, schweren psychischen Erkrankungen oder weiteren Erkrankungen, die in Paragraph 3 der Corona-Impfverordnung im Detail aufgeführt sind.

Ebenfalls impfberechtigt sind Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und Schulen (alle Schulformen) tätig sind, Ärztinnen und Ärzte, zahlreiche Pflegeberufe sowie Polizisten, die aufgrund ihrer jeweils spezifischen Tätigkeit besonders geschützt werden sollen. Außerdem Bewohner von Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften.

Personen mit chronischen Krankheiten wie Rheuma oder Asthma zählen zur Gruppe mit „erhöhter Priorität“, die nach § 4 der Coronavirus-Impfverordnung nach den ersten beiden Gruppen mit „höchster“ und „hoher“ Priorität an der Reihe sind. Allerdings ist das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf bei chronisch Kranken in jedem Einzelfall zu bewerten. Aspekte wie Krankheitsart, Erkrankungssituation, erforderliche Therapie und Begleiterkrankungen sowie weitere Risiken wie das Alter spielen eine Rolle. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich. Es wird empfohlen, den behandelnden Arzt oder Hausarzt um eine Einschätzung des individuellen Nutzens beziehungsweise Risikos einer Corona-Schutzimpfung zu bitten.

Personen der ersten Gruppe mit „höchster Priorität“ können sich für einen persönlichen Impftermin anmelden – und zwar telefonisch über die Telefonnummern 116117 oder 0611/505 92 888 (erreichbar täglich von 8 bis 20 Uhr) sowie online über die Websites www.impfterminservice.de oder www.impfterminservice.hessen.de .

Wer dagegen der zweiten Gruppe mit „hoher Priorität“ angehört und sich impfen lassen möchte, muss sich nur noch registrieren. Das geht ebenfalls über die oben aufgeführten Telefonnummern und Websites. Wer sich registriert, bekommt die Termine für Erst- und Zweitimpfung automatisch per Post oder per E-Mail. Wenn der Vorschlag nicht passt oder ein Paartermin bevorzugt wird, können Umbuchungen jederzeit online oder täglich zwischen 8 und 20 Uhr telefonisch vorgenommen werden. Für den vollen Impfschutz sind – abhängig vom Impfstoff – zwei Impfungen im Abstand von drei bis zwölf Wochen nötig.

Sobald weitere Gruppen sich für einen Impftermin anmelden können, wird das Land Hessen dies bekanntgeben. Der Main-Kinzig-Kreis ist für Anmeldungen nicht zuständig und kann auch keine Vormerkungen annehmen.

Normalerweise werden die Termine für die Erst- und Zweitimpfung zusammen gebucht. In den Fällen, wo dies nicht möglich war oder wenn ein gebuchter Zweitimpftermin verschoben werden soll, muss stets bei der gleichen Stelle gebucht werden, die auch den Ersttermin vergeben hat.

Deshalb müssen Personen, deren Erstimpfung im regionalen Impfzentrum in Frankfurt stattfand, auch ihre Zweitimpfung dort erhalten. Umbuchungen sind aus logistischen Gründen leider nicht möglich.

Personen, die ihre Erstimpfung von einem mobilen Impfteam des Main-Kinzig-Kreis (z.B. in einer Altenpflegeeinrichtung) erhalten haben und bei denen z.B. kein weiterer Termin in der Einrichtung stattfindet, können sich über einen Link, der bei der Impfung ausgegeben wird melden, um einen Termin für ihre Zweitimpfung im Impfzentrum zu erhalten. Das gilt ebenso für die Einzelfälle, bei denen eine Erstimpfung im Impfzentrum Gelnhausen oder Hanau ohne vorherige Vermittlung der zentralen Terminvergabe stattfand (z.B. Abrufliste ambulante Pflegedienste). Der Termin muss im selben Impfzentrum gebucht werden, wo auch die Erstimpfung stattgefunden hat.

Der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung unterscheidet sich je nach dem verwendeten Impfstoff und liegt zwischen drei und zwölf Wochen.

Zweitimpftermine sollten möglichst schnell nach der Erstimpfung – spätestens vier Tage vor dem beabsichtigten Zweitimpftermin – beantragt werden. Das jeweilige Impfzentrum versendet dann eine E-Mail mit der Einladung, die zum Impftermin mitgebracht werden muss.

Bei Fragen zur Zweitimpfung senden Sie bitte eine E-Mail an impfplan@mkk.de.

Sie haben bereits vor mehr als drei Wochen Ihre Zweit-Impfung erhalten und möchten uns nun Ihre Impfreaktion mitteilen? Dann können Sie das über das >> Formular Impfreaktion tun.

Impfreaktionen können alternativ auch direkt an das >>Paul-Ehrlich-Institut gemeldet werden.

Die dritte Gruppe mit „erhöhter Priorität“ nach § 4 der Impfverordnung umfasst einen noch größeren Personenkreis als die beiden ersten Gruppen: alle Menschen ab dem 60. Lebensjahr, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen tätig sind und nicht in der zweiten Prioritätsgruppe enthalten sind, Menschen, die im Lebensmitteleinzelhandel arbeiten oder in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen, bei den Streitkräften, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, in Parlamenten und Justiz und weitere mehr. Wann die jeweilige Gruppe an der Reihe ist, hängt von der Impfstoff-Zufuhr ab und wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Im Impfzentrum wird überprüft, ob der oder die Impfwillige einen Anspruch auf die Schutzimpfung hat. Dafür muss die Terminbestätigung, der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis mit dem Wohnort vorgelegt werden, das Krankenkassenkärtchen und gegebenenfalls eine Bescheinigung der Einrichtung oder des Unternehmens, für die er/sie tätig ist. Menschen mit chronischen Erkrankungen benötigen ein ärztliches Zeugnis. Kontaktpersonen brauchen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person. Ein Impfpass kann, muss aber nicht zwingend mitgebracht werden. Den zu impfenden Personen wird eine Impfbescheinigung ausgestellt.

Das Hessische Innenministerium stellt eine Reihe von Videos zur Verfügung, in denen Menschen mit Hörbehinderung in Gebärdensprache über die Impfung informiert werden. Auch eine barrierefreie Anmeldung zur Impfung sowie die nötigen Unterlagen wie Einwilligungen, Ersatzbescheinigungen und Terminkärtchen stehen zum Download bereit. Wer darüber hinaus Fragen hat und weder gut lesen noch hören kann, hat die Möglichkeit, sich über sein Mobiltelefon per Gebärdensprache an den Kreis zu wenden. Er erhält dann - mit etwas zeitlichem Versatz - eine fachliche Antwort aus dem Gesundheitsamt, in Gebärdensprache übersetzt, zurück. Fordern Sie gerne nähere Informationen - in leicht lesbarer Sprache - über die E-Mail-Adresse presse@mkk.de an.

Weitere Textdateien und ausdruckbare Informationsmaterialien:

In Deutschland sind die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sowie die Vektor-basierten Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson zugelassen. Eine begonnene Impfserie soll mit dem gleichen Impfstoffprodukt komplettiert werden. Welche Impfung konkret angeboten wird, hängt von der Verfügbarkeit vor Ort ab.

Wegen der Impfstoffknappheit beinhaltet der Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 nach der Coronavirus-Impfverordnung nicht das Recht, den Impfstoff eines bestimmten Herstellers zu wählen.

Fragen zur Coronavirus-Impfverordnung beantwortet das Bundesgesundheitsministerium. Umfassende Informationen zu den einzelnen Impfstoffen stellen das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung..

Die Impfungen in über 40 Pilothausarztpraxen des Main-Kinzig-Kreises haben am 23. März 2021 begonnen, nachdem die ersten Impfdosen durch den Kreis ausgeliefert worden sind. Darüber sollen in erster Linie die Menschen Vakzine erhalten, die aufgrund von Vorerkrankungen von einem schweren Infektionsverlauf bedroht sind oder die nur schwer ein Impfzentrum aufsuchen können. Auch die knapp 4.000 Personen, die sich beim Land Hessen für eine häusliche Impfung angemeldet haben und deren Adressen kürzlich an den Main-Kinzig-Kreis übermittelt wurden, sollen auf diesem Weg geimpft werden. Seit dem 7. April dürfen alle Hausärztinnen und Hausärzte in Hessen gegen Covid-19 impfen, mit zu Beginn kleinen Mengen an Impfstoff und auch flexibler mit Blick auf die Prioritätsgruppen. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin.

Impfung aufgrund besonderer Ausnahmeumstände und für Härtefälle

Die Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums gibt vor, in welcher Reihenfolge Alters-, Berufs- und Risikogruppen mit einem Impfstoff versorgt werden. Davon unabhängig gibt es einzelne Fälle von Menschen, für die eine Corona-Infektion eine besondere Gefahr bzw. ein besonderes Risiko darstellen würde. Mit Beginn der Impfphase im März haben viele von ihnen nun die Möglichkeit, sich ganz regulär über die zentralen Terminvergabe-Adressen und –Rufnummern einen Impftermin geben zu lassen.

In der Impfphase ab 5. März können nach § 3 der Corona-Impfverordnung all jene Personen einen Impftermin erhalten, die das 70. Lebensjahr vollendet haben. Außerdem Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht (siehe Wer wird wann geimpft?) Außerdem zählen Polizei- und Ordnungskräfte, Kita- und Grundschulpersonal und weitere Personengruppen dazu. Näheres regelt die geltende Corona-Impfverordnung .

Sofern Sie sich in dieser Gruppe einordnen können, können Sie sich über das Terminvergabe-System des Landes Hessen für einen Impftermin registrieren: entweder telefonisch unter 116117 oder 0611/505 92 888 (erreichbar täglich von 8 bis 20 Uhr) oder online über die Websites www.impfterminservice.de oder www.impfterminservice.hessen.de .

Ein Härtefall kann vorliegen, wenn Sie jetzt noch nicht die Möglichkeit haben, sich für eine Impfung zu registrieren und bei Ihnen im Falle eine Corona-Infektion ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht. Bei einer Härtefallprüfung wird Ihre gesamte Lebenssituation berücksichtigt, um die Gefährdung beurteilen zu können, beispielsweise der Kontakt mit Corona-Infizierten oder vulnerablen Gruppen; auch das Alter spielt eine Rolle. Sollten Sie sich bei der Bewertung Ihrer Situation selbst unsicher sein, wenden Sie sich bitte zunächst an Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin.

Damit der Main-Kinzig-Kreis Ihren Fall prüfen kann, füllen Sie bitte dieses >>Kontaktformular aus.

Werden Sie als Härtefall anerkannt, werden Sie eventuell früher geimpft. Dies wäre möglich, wenn andere Personen ihren Impftermin kurzfristig absagen. Personen, die der Main-Kinzig-Kreis auf einer Liste als Härtefall aufführt, können dann angerufen und kurzfristig geimpft werden.

Wichtig: Da besondere Härtefälle mit großer Dringlichkeit vorrangig behandelt werden und nur sehr wenige Dosen zur Verfügung stehen, ist es gut möglich, dass Sie innerhalb der nächsten Wochen nicht geimpft werden können und in der vorgesehenen Reihenfolge schneller drankommen. Vereinbaren Sie daher auf jeden Fall auch einen regulären Termin!

Freiwillige Unterstützung für Impfaktion

Der Main-Kinzig-Kreis ist im Rahmen der bundesweiten Impfaktion gegen Covid-19 aufgefordert worden, die entsprechenden Zentren (Hanau und Gelnhausen) sowie mobile Teams aufzubauen, gerade auch in personeller Hinsicht. Das ist durch eine große Zahl an Meldungen Freiwilliger unlängst gelungen. Dafür spricht das Leitungsteam der Impfaktion im Main-Kinzig-Kreis allen Interessenten seinen herzlichen Dank aus. Der Pool an Helferinnen und Helfern ist derzeit gut gefüllt, so dass die Rahmenbedingungen ausreichend sind, um die Impfzentren unter Volllast zu betreiben. Die Helferabfrage ist zunächst gestoppt. Falls wieder Bedarf an unterstützenden Kräften aus spezifischen Berufsgruppen besteht, wird der Main-Kinzig-Kreis die Abfrage erneuern.