Alltag in Zeiten von Corona

Das Coronavirus schränkt unseren Alltag deutlich ein. Die Hessische Landesregierung hat in aktuellen Verordnungen weitreichende Verbote verfügt, um die Verbreitung der Lungenkrankheit möglichst einzudämmen und Infektionsketten zu unterbrechen.

Die gute Nachricht zuerst: Die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und alltäglichen Dienstleistungen ist langfristig gesichert. Eine übermäßige Vorratshaltung (Hamsterkäufe) ist daher nicht erforderlich.

Kontakte von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit sind verboten, es sei denn, sie leben im selben Haushalt. Bei Begegnungen mit anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Ausnahmen gelten im Beruf, in Bussen und Bahnen.

  • Lebensmitteleinzelhandel
  • Feinkostgeschäfte
  • Wochenmärkte
  • Direktvermarkter von Lebensmitteln
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Reformhäuser
  • Sanitätshäuser
  • Optiker und Hörgeräte-Akustiker
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Zeitungsverkauf, Kioske, Tabak und E-Zigrarettenläden
  • Baumärkte
  • Gartenbaumärkte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel
  • Handwerker
  • Tierfuttermittelhandel

Das Sonntags-Verkaufsverbot wird bis auf Weiteres ausgesetzt.

  • Bars
  • Klubs
  • Diskotheken
  • Kneipen
  • Theater
  • Opern
  • Konzerthäuser
  • Museen
  • Ausstellungen
  • Bibliotheken
  • Messen
  • Kinos
  • Freizeit- und Tierparks
  • Anbieter von Freizeitaktivitäten drinnen und draußen
  • Spielhallen und Spielbanken
  • Wettannahmestellen
  • Prostitutionsstätten und Bordelle

Alle Gaststätten müssen schließen. Es ist erlaubt, Speisen und Getränke zu liefern oder abholen zu lassen.

Nein. Alle Urlaubsreisen ins In- und Ausland sind zu unterlassen. Das gilt auch für Reisen mit dem Reisebus. Übernachtungsangebote im Inland sollen nur zu „notwendigen“ und nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden.

Spielplätze, öffentliche und private Sportanlagen, Fitnesstudios, Schwimmbäder und Thermalbäder sind geschlossen. Zusammenkünfte in Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen sind verboten. Ebenso Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen und anderen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen.

Nein. Kirchen, Moscheen, Synagogen und Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften sind geschlossen.

Die Kommunen entscheiden, in welchem Rahmen sie Trauerfeiern und Bestattungen zulassen. Wenn die Trauerhalle groß genug ist, dass mehrere Personen den nötigen Abstand von anderthalb Metern einhalten können, sind Trauerfeiern möglich. Eine Alternative können Trauerfeiern unter freiem Himmel sein. Für Urnenbestattungen kann von der Bestattungspflicht innerhalb von neun Wochen abgewichen werden. Trauerfeier und Bestattung von Urnen dürfen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Krankenhäuser, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen sowie Pflegeheime schränken Besuche ein und schließen bestimmte Personengruppen ganz aus. Am besten auf der Homepage der jeweiligen Einrichtung nachschauen.

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises nimmt bis auf Weiteres keinen Abfall aus Privathaushalten mehr an. Das betrifft das Abfallwirtschaftszentrum Gelnhausen-Hailer und die Annahmestelle Schlüchtern-Hohenzell sowie das Schadstoffmobil und die stationäre Sammelstelle in der Gartenstraße in Schlüchtern. Im Abfallwirtschaftszentrum können kommunale Müllfahrzeuge und Gewerbebetriebe weiterhin Abfälle anliefern. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft bittet die Bürgerinnen und Bürger, die Sammelstellen und Einrichtungen ihrer Wohngemeinden zu nutzen. Aktuell geöffnet sind die Annahmestellen für Elektrogeräte in Schlüchtern und Nidderau. Große und schwere Haushaltsgeräte können weiterhin zur Abholung angemeldet werden. Vorbehaltlich der kurzfristigen Hinweise in den einzelnen Kommunen gelten die Regelungen für die Entsorgung und Abfalltrennung weiter.

Wer sich in häuslicher Isolierung befindet, für den hat das Bundesumweltministerium gesonderte Hinweise zur Entsorgung des Hausmülls herausgegeben.

Aktuelle Informationen finden sich auch unter abfall-mkk.de .

Die Zulassungsstelle Schlüchtern ist bis auf Weiteres geschlossen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation führen die Zulassungsstellen Linsengericht und Hanau ab Montag, 23. März 2020, bis auf Weiteres die Vergabe von Terminen zur Durchführung von Zulassungsvorgängen ein.

Termine werden nur an Bürger und Bürgerinnen mit Wohnsitz im Main-Kinzig-Kreis vergeben.

Es ist zudem zu beachten, dass nicht alle Serviceleistungen wie gewohnt an den Zulassungsstellen angeboten und erledigt werden können.

Terminanfragen richten die Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises direkt an die Zulassungsstelle. Die notwendigen Informationen zum Serviceumfang sowie die erforderlichen Kontaktdaten zur Terminvergabe stehen auf der Homepage der >> Zulassungsstellen des Main-Kinzig-Kreises zur Verfügung.

>>Online-Kontaktformular zur Zulassungsstelle

Videobotschaft des Landrats

"Die Situation im Main-Kinzig-Kreis ist ruhig, besonnen und sehr, sehr stabil", sagt der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz, in einem Video-Interview zur aktuellen Lage. Sein Appell an alle: Jeder soll sich regelmäßig über die Entwicklung informieren, denn die ist "sehr dynamisch".
Die genannten Fallzahlen stammen vom 18. März 2020