Alltag in Zeiten von Corona

Im Verlauf der Pandemie hat die Hessische Landesregierung in aktuellen Verordnungen weitreichende Verbote verfügt, um die Verbreitung von Covid-19 möglichst einzudämmen und Infektionsketten zu unterbrechen. Schrittweise wurden diese Einschränkungen zwar wieder gelockert, doch die dynamische Entwicklung verlangt einen genauen Blick auf regionale Fallzahlen und ein Gegensteuern, wie das der Main-Kinzig-Kreis im August getan hat. Die mit einer Allgemeinverfügung vom 26. August 2020 beschlossenen Maßnahmen für Hanau, Maintal, Bruchköbel, Erlensee, Nidderau und Neuberg sind am 7. September wieder aufgehoben worden.

In allen sechs Westkreis-Kommunen sind die zwischenzeitlich hohen Infektionszahlen rückläufig und die Übertragungswege der Covid-19-Fälle zu 90 Prozent nachzuvollziehen.

Weiterhin gelten die Hygiene- und Abstandsregeln unverändert, um dem Infektionsgeschehen nicht Vorschub zu leisten: mehrmals tägliche, intensive Handhygiene sowie im öffentlichen Raum anderthalb Meter Mindestabstand.

Seit 6. Juli gilt in Geschäften, Supermärkten und Möbelhäusern die Regel ein Kunde pro zehn Quadratmeter nicht mehr. Als Richtwert sollen nun für jede Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen. Es müssen aber weiterhin eine Alltagsmaske getragen und ein Mindestabstand von anderthalb Metern gehalten werden.

Seit dem 15. Mai dürfen Restaurants und Cafés wieder öffnen. Auch Kantinen, Mensen, Hotels und Eisdielen können wieder Gäste bewirten. Gleiches gilt für Bars und Kneipen, wenn sie mit Gaststätten vergleichbar sind, nicht aber, wenn sie Diskotheken und Tanzlokalen ähneln. Überall gelten Hygiene- und Abstandsregeln: Die Begrenzung auf eine Person pro fünf Quadratmeter besteht seit 28. Mai nicht mehr. Der Abstand von 1,50 Metern muss weiterhin eingehalten werden, sofern keine Trennvorrichtungen vorhanden sind − außer zwischen Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes. Jeder Gast muss Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen, um eine Nachverfolgung von Infektionen zu ermöglichen. Die Daten müssen nach einem Monat vernichtet werden. Das Personal ist verpflichtet, eine Maske zu tragen. Pfeffer- und Salzstreuer dürfen wieder auf den Tischen stehen.

Großveranstaltungen wie Stadt-, Straßen-, Wein- und Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen bleiben bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten. Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern müssen nicht mehr extra genehmigt und überwacht werden, Voraussetzung bleibt aber ein Hygienekonzept. Bislang galt dafür eine Obergrenze von 100 Teilnehmern.

Ja. In Hessen gilt die Pflicht zum Tragen einer >>Mund-Nasen-Bedeckung an folgenden Orten:

  • im öffentlichen Personennahverkehr (Bus, Bahn, Taxi, Schiff und Luftfahrzeug) sowie den zugehörigen Einrichtungen (Haltestellen, Bahnhöfe, Flughäfen usf.)
  • in Geschäften, Bank- sowie Postfilialen in Bereichen mit Publikumsverkehr
  • auf Wochenmärkten
  • in allen Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern oder Arztpraxen
  • in überdachten Einkaufszentren und in Ladenstraßen
  • in geschlossenen Räumen von Schlössern, Museen, Gedenkstätten, Tierparks und Zoologischen Gärten
  • bei der Erbringung und Entgegennahme von körpernahen Dienstleistungen (Friseur, Fußpflege, Tattoostudio usf.)
  • für Küchenpersonal und Servicekräfte während der Ausübung ihrer Tätigkeit
  • sowie seit dem 17. August 2020 auch in den Schulen außerhalb des Unterrichts.

Ein Verstoß gegen die Vorschrift kostet 50 Euro Bußgeld. Die Pflicht gilt prinzipiell nicht für Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Schutzmaske tragen können – es wird empfohlen, eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen.

Wegen der Corona-Pandemie warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in >>diese Länder .

Wer aus einem Risikogebiet in die Bundesrepublik Deutschland einreist, muss sich auf das Corona-Virus testen lassen und sich in häusliche Quarantäne begeben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Der Test muss innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise durchgeführt werden. Die >>Corona-Testpflicht gilt seit dem 8. August. Die Risikogebiete weist das >>Robert-Koch-Institut aus. Es ist außerdem jeder Reiserückkehrer verpflichtet, über >>dieses Kontaktformular unverzüglich das Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf die Einreise hinzuweisen. Darüber hinaus gelten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Main-Kinzig-Kreis >>spezielle Regeln , wenn sie oder Angehörige aus ihrem Haushalt im medizinischen oder pflegerischen Bereich arbeiten beziehungsweise Schulen oder Kitas besuchen oder dort tätig sind.

Wer innerhalb Deutschlands verreisen will, sollte sich vorher über die Regelungen im >>jeweiligen Bundesland informieren.

Hessen hat wie viele andere Bundesländer ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko beschlossen. Übernachtungsbetriebe dürfen demnach keine Personen aufnehmen, die aus Regionen kommen, in denen in den sieben Tagen vor der Anreise mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Welche Gebiete das im >>Ausland und in >>Deutschland betrifft, weist das Robert-Koch-Institut aus.

Das Beherbergungsverbot gilt nicht für Menschen mit einem ärztlich attestierten negativen Corona-Test, der nicht älter als zwei Tage ist. Außerdem gibt es Ausnahmen, wenn ein Aufenthalt unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst ist oder sonst einen triftigen Grund hat, etwa den Besuch eines engen Familienangehörigen oder Lebenspartners. Aktuelle Informationen finden sich auf der Homepage des >>Landes Hessen .

Spielplätze sind wieder geöffnet, und auch Sport ist seit 9. Mai wieder möglich. Seit 1. August dürfen sämtliche Teamsportarten sowie der Schulsport wieder ausgeübt werden. Wichtig bleibt, dass die Hygieneregeln in den Vereinen und im Sportunterricht weiterhin eingehalten werden.

Zuschauer sind gemäß den Vorgaben für Veranstaltungen gestattet. Duschen, Toiletten, Umkleiden und Spinde dürfen wieder benutzt werden, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Fitnesstudios können seit 15. Mai wieder öffnen. Schwimmbäder, Badeseen, Thermalbäder und Saunen dürfen seit 15. Juni wieder für die Allgemeinheit öffnen. Die Bäder haben Zugangsbeschränkungen und Hygienekonzepte, über die man sich vor dem Besuch auf der jeweiligen Homepage informieren sollte. In der Regel müssen Eintrittskarten vorab online gekauft werden. So sollen Warteschlangen am Eingang vermieden werden. Die Nutzung von Einzelumkleiden, Schließfächern und sanitären Anlagen ist unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln erlaubt.

In Kirchen, Moscheen, Synagogen und Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften dürfen sich Gläubige seit 1. Mai wieder versammeln. In den Gottesdiensten und religiösen Feiern müssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Kollektekörbchen oder ähnliches dürfen nicht entgegengenommen und weitergereicht werden. Der Veranstalter muss seit 11. Juni die Daten der Teilnehmenden erfassen, um die Nachverfolgung von Infektionen zu ermöglichen.

Ja, die hessische Landesregierung erlaubt im Rahmen der Lockerungen der Coronaregeln wieder Zusammenkünfte bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen. Es gelten die bekannten Hygienevorschriften. Der Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen Personen muss eingehalten werden, sofern sie nicht in einem Haushalt zusammenleben. Der Veranstalter muss seit 11. Juni die Daten der Teilnehmenden erfassen, um die Nachverfolgung von Infektionen zu ermöglichen.

Das Gesundheitsamt hat Empfehlungen für einen guten Schutzstandard an Trauerfeierlichkeiten übersichtlich zusammengefasst: Empfehlungen für Trauerfeiern (pdf).

In Krankenhäusern darf seit dem 15. Juli der Patient oder die Patientin in den ersten sechs Tagen insgesamt zwei Besuche empfangen. Pro Besuch dürfen maximal zwei Personen kommen. Ab dem siebten Tag darf täglich Besuch von maximal zwei Personen empfangen werden. Besuche in Rehakliniken sind uneingeschränkt möglich. Behinderteneinrichtungen dürfen von allen Bürgerinnen und Bürgern betreten werden, sofern sie gesund sind und keinen Kontakt zu COVID-Patienten hatten. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen können drei Besuche pro Woche empfangen (unabhängig ob Angehöriger oder sonstige nahestehende Person). Wer Bewohner*innen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises besuchen oder zum Beispiel zum Spaziergang oder Arztbesuch abholen möchte, kann den Termin dafür vom 14. September an online buchen

Menschen mit Behinderung, die stationär betreut werden, können jeden Tag eine Person empfangen. Die Besucher müssen eine OP-Maske als Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Grundsätzlich empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die Homepage der jeweiligen Einrichtung, um sich über die Besuchsregeln und -zeiten zu informieren. Oft kann ein Besuchsschein, den man zur Kontaktnachverfolgung ausfüllen muss, vorab heruntergeladen und schon zu Hause ausgefüllt werden.

Vorübergehend hatten die Servicestellen des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft schließen müssen beziehungsweise nur einen eingeschränkten Betrieb vorhalten können. Dies ist ab sofort nicht mehr der Fall. Es gelten für die einzelnen Servicestellen diese Öffnungszeiten und Hinweise.

Für das Schadstoffmobil gelten diese Hinweise.

Wer sich in häuslicher Isolierung befindet, für den hat das Bundesumweltministerium gesonderte Hinweise zur Entsorgung des Hausmülls herausgegeben.

Aktuelle Informationen finden sich auch unter abfall-mkk.de .

Die Zulassungsstelle Schlüchtern bietet nach einer Corona-Zwangspause seit 7. September wieder Dienstleistungen an. Zunächst öffnet sie montags und dienstags für Nutzer des Großkundenschalters und Gewerbetreibende. Großkunden können ihre Vorgänge montags von 8 bis 11 Uhr abgeben und am Folgetag zwischen 8 und 12 Uhr abholen. Mit Wiedereröffnung der Zulassungsstelle Schlüchtern ist die Zahlung anfallender Gebühren nur noch per EC-Karten-Zahlung möglich. Gewerbetreibende müssen sich für einen Termin über das >>Online-Kontakformular der Zulassungsstelle anmelden.

Die Zulassungsstellen in Linsengericht und Hanau hatten per Umstellung auf Terminvergabe durchweg weitergearbeitet, allerdings waren nicht alle Serviceleistungen angeboten worden.

Terminanfragen richten die Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises direkt an die Zulassungsstelle. Die notwendigen Informationen zum Serviceumfang sowie die erforderlichen Kontaktdaten zur Terminvergabe stehen auf der Homepage der >> Zulassungsstellen des Main-Kinzig-Kreises zur Verfügung.

Wie die Servicebereiche des Main-Kinzig-Kreises wieder zu erreichen sind, findet sich in dieser Übersicht.

Eine Fake-Seite im Internet wirbt mit Soforthilfe wegen der Corona-Pandemie. Kriminelle versuchen über E-Mail-Anhänge schädliche Software zu installieren, um an sensible Daten zu gelangen. Betrüger klingeln an der Haustür und geben sich als infizierte Angehörige aus, um Geld zu erschleichen. Oder sie behaupten, kostenpflichtige Corona-Tests durchzuführen. Die Polizei warnt vor solchen Maschen, rät zu besonderer Vorsicht und gibt detaillierte Hinweise, wie man sich schützen kann:

https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/corona-straftaten/

https://www.polizei.hessen.de/Startseite/