Historische Persönlichkeiten, Geschichtsforscher

Historische Persönlichkeiten

Viele Persönlichkeiten, deren Heimat die Städte und Gemeinden des heutigen Main-Kinzig-Kreises waren, stehen in keinster Weise hinter der Popularität der historischen Gebäude zurück.

Erwähnt seien unter vielen der Erfinder des Telefons, Philipp Reis, der in Gelnhausen lebte und arbeitete, und die wohl berühmtesten Söhne der Region, die Brüder Grimm.

Jacob und Wilhelm Grimm, deren Märchensammlung Weltruhm genießt, sowie der dritte Bruder, der Maler Ludwig Emil Grimm, wurden in Hanau geboren und verbrachten ihre Jugend in Steinau an der Straße, wo sie der Überlieferung zufolge auch all die Märchen hörten, die sie später in der Sammlung "Kinder- und Hausmärchen" wiedergaben.

So ist das Städtchen Steinau im oberen Kinzigtal bis heute "märchenhaft". Die "Deutsche Märchenstraße " - von Hanau bis Bremen - führt durch Steinau hindurch. Dort steht das "Märchenhaus des Deutschen Volkes".

Erle Magersuppe, Sohn und Nachfolger des Gründers des berühmten Steinauer Marionetten-Theaters, Karl Magersuppe, betrieb dort zusammen mit seiner Frau Lilo bis zu seinem Tod im Oktober 2001 seine Puppenbühne. Bis März 2017 lag die Leitung des Theaters in den Händen von Lilo Magersuppe, heute sind die "Holzköppe" als freie Bühne an verschiedenen Spielorten unterwegs. Im ehemaligen Marstall des Steinauer Schlosses bietet nun das "Theatrium" unterhaltsame und originelle Puppenspiele für Kinder und Erwachsene.

Philipp Reis - Familie

Brüder Grimm

Historische Führungen

Steinauer Puppe

Im Main-Kinzig-Kreis lebten und wirkten zahlreiche herausragende Wissenschaftler/-innen, Schriftsteller/-innen, Musiker/-innen, Forscher/-innen und Universalgelehrte.

Der beigefügte Flyer gibt in komprimierter Form eine Übersicht zu über 30 Persönlichkeiten. Im Selbstlernzentrum der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH findet sich weiterführende Literatur zu den einzelnen Persönlichkeiten.

Louis Paul Amédée Appia (1818-1898) aus dem Main-Kinzig-Kreis war Chirurg und als Mitbegründer und späterer Sekretär des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) beteiligt am Zustandekommen der Genfer Konvention von 1863. Die Bestimmung des Artikels 8, die als Kennzeichnung des freiwilligen Sanitätspersonals die weiße Armbinde vorsieht, geht auf seinen Vorschlag zurück.

Bettine von Arnim (1785-1859) war Schriftstellerin und eine bedeutende Vertreterin der deutschen Romantik, die im Main-Kinzig-Kreis gewirkt hat. Sie schrieb das sozialkritische Buch „Dies Buch gehört dem König“ (1843). Das aus fiktiven Dialogen zwischen der Mutter Goethes und der Mutter des preußischen Königs bestehende, hochpolitische Werk sollte Friedrich Wilhelm IV. die Vorstellung einer freiheitlichen und gerechten Gesellschaft nahe bringen und wurde in Bayern verboten. Das Antlitz von Bettine von Arnim zierte den 5 DM-Schein.

Heinrich Carl Breidenstein (1796-1876) war ein Musikgelehrter und Komponist aus dem Main-Kinzig-Kreis, der zunächst Rechtswissenschaft, Philologie und Philosophie studierte. Er promovierte „Über das Schöne in der Musik“, wurde Universitätsmusikdirektor, Dozent und später Professor der Musikwissenschaft. Er komponierte die Melodie zu dem Gedicht „Wenn ich ihn nur habe“ des frühromantischen Dichters Novalis.

Heimat- und Geschichtsforscher

Eine Übersicht von Heimat- und Geschichtsforschern findet sich auf www.kulturpreis.net.

Kulturpreisträgerinnen und -träger

Ausführliche Informationen zum Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises und zu den Preisträgerinnen und Preisträgern der zurückliegenden Jahre finden sich hier .

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