Grundwasserschutz und Wasserversorgung

Initiativen des Main-Kinzig-Kreises zum Grundwasserschutz

Zur Reduzierung der Schadstoffbelastungen im Grundwasser wurde bereits im Jahre 1997 eine Rahmenkooperationsvereinbarung zwischen Wasserversorgern und Landwirtschaft mit dem Ziel, Grundwasserschutz gemeinsam mit der Landwirtschaft zu betreiben, vom Main-Kinzig-Kreis initiiert.

Parallel dazu wurde ein Beratungsprojekt unter Federführung des Kreises zur flächendeckenden grundwasserschutzorientierten Landbewirtschaftung eingerichtet. Im Projektverlauf haben sich zahlreiche Lokale Kooperationen in Wasserschutzgebieten mit Wasserqualitätsproblemen gebildet, um die Wasserqualität zu verbessern.

Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie unter Gewässerschutz MKK .

Wasserschutzgebiete

Wasserschutzgebiete werden als Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebiete ausgewiesen. In ihnen sind bestimmte Handlungen und Nutzungen verboten bzw. eingeschränkt. Ein Wasserschutzgebiet umfasst grundsätzlich das gesamte Einzugsgebiet einer Wassergewinnungsanlage. Da die Gefahr schädigender Einflüsse mit zunehmender Nähe zum Fassungsbereich größer wird, werden die Wasserschutzgebiete in unterschiedliche Schutzzonen eingeteilt.

Zone I (Fassungsbereich)

In diesem Bereich um die Wassergewinnungsanlage (bis ca. 50 m) und in ihrer unmittelbaren Umgebung muss jegliche Verunreinigung unterbleiben. Eine Flächennutzung, gleich welcher Art, ist nicht zugelassen.

Zone II (engere Schutzzone)

Diese Zone wird in der Regel so abgegrenzt, dass die Fließzeit des Grundwassers vom äußersten Rand der Schutzzone bis zur Fassung mind. 50 Tage beträgt. In dieser Zeit können bakteriologische Verunreinigungen absterben.

Zone III (weitere Schutzzone)

Sie wird in der Regel bis zur Grenze des Einzugsgebietes der Fassung ausgedehnt und erfasst damit das gesamte der Fassung zufließende Grundwasser.

Im Bereich der staatlich anerkannten Heilquellen wird neben dem qualitativen Schutz auch ein quantitativer Schutz betrieben.

Wasserschutzgebiete im Main-Kinzig-Kreis

Wenn Sie an Details informiert sind, nutzen Sie das Fachinformationssystem Grund- und Trinkwasserschutz Hessen.

Wasserversorgung

Mit den Grundwasserressourcen im Kreisgebiet wird die regionale Wasserversorgung der Bevölkerung und Wirtschaft gewährleistet. Da die Wassergewinnung im Kreis höher als die Abgabe ist, wird das Trinkwasser aus dem Bilanzüberschuss verkauft bzw. zur Versorgung des Ballungsraumes Rhein-Main eingesetzt.

Grundwasserentnahmen erfolgen unter der Prämisse eines nachhaltigen Grundwasserschutzes und einer umweltverträglichen Bewirtschaftung. Damit ist das Ziel verbunden, ökologische, bauliche und wirtschaftliche Schäden durch Grundwasserabsenkungen zu vermeiden, aber auch nutzbare Trinkwasservorkommen für nachfolgende Generationen weiterhin sicherzustellen.

Wasserbilanz zur öffentlichen Wasserversorgung im Main-Kinzig-Kreis 2006

  • Wassergewinnung
    25.777.534 m³
  • Fremdbezug
    3.843.555 m³
  • Wasserabgabe an Verbraucher MKK
    20.204.352 m³
  • Wasserabgabe nach außen
    2.819.950 m³
  • Verluste
    1.968.297 m³
  • Bilanz
    4.628.490 m³

Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt, Wasserbilanz Rhein-Main, 2008

Grundwasserentnahmen zur öffentlichen Wasserversorgung

Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt, Wasserbilanz Rhein-Main, 2008

Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt, Wasserbilanz Rhein-Main, 2008

Entwicklung des Wasserbedarfs

Quelle: RP Darmstadt, Wasserbilanz Rhein-Main, 2008