Lärmstudie Hessen 2006

Das Land Hessen beauftragte eine repräsentative, landesweite Telefonbefragung, um Informationen über die Lärmbetroffenheit der Bevölkerung zu erhalten. Aus der Studie sollen Schwerpunkte für Maßnahmen zur Lärmminderung abgeleitet werden.

Gefragt wurde nach der empfundenen Lärmbelästigung durch Straßen-, Flug- und Schienenverkehr, durch Industrie und Gewerbe, Nachbarn, Sport- und Freizeitanlagen und Baustellen. Darüber hinaus wurde die Belästigungswirkung von Motorrädern und so genannten „Rollenden Diskotheken“ ermittelt. Mit letzteren sind überwiegend jugendliche Autofahrer, die mit lauter Musik tagsüber oder nachts durch die Strassen fahren, gemeint.

Landesweit betrachtet, führt der Straßenverkehrslärm inkl. Motorräder sowie Fluglärm und Nachbarschaftslärm die Liste der Störquellen an. Erhebliche Abweichungen vom Landesdurchschnitt bei den sich gestört oder belästigt gefühlten Befragten (> 10 %) finden sich in den Regierungsbezirken beim Flugverkehr. In Darmstadt fühlten sich rd. 50 %, in Gießen gut 23 % und in Kassel rd. 20 % der Befragten durch Flugverkehr gestört.

In der Studie wird zudem die Gesamtlärmbelästigung nach den 26 Landkreisen und kreisfreien Städten aufgezeigt. Der Main-Kinzig-Kreis befindet sich bei dieser Auswertung an neunter Stelle. Die empfundene Lärmbelastung ist im Main-Taunus-Kreis, im Landkreis Groß-Gerau und im Stadtgebiet Offenbach am größten. Die geringsten Störungen werden im Odenwaldkreis, Vogelsbergkreis und im Landkreis Waldeck-Frankenberg empfunden.

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