Umweltpreis geht an „Grün und Grün“ und Dr. Consemüller (BUND)

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04.10.2019. - Der Kreisausschuss hat gemäß der Empfehlung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft die Vergabe des Umweltpreises 2019 beschlossen. Die Auszeichnung geht zu gleichen Teilen an den Inklusionsbetrieb „Grün und Grün“ des Behinderten-Werkes Main-Kinzig sowie an Dr. Stephan Consemüller, seit rund 30 Jahren Vorsitzender des Ortsvereins Gelnhausen des BUND. Die feierliche Übergabe findet am Mittwoch, 13. November, in Linsengericht statt.

Erst im Sommer 2015 hat das Behindertenwerk Main-Kinzig das Gelände der ehemaligen Baumschule Müller in Linsengericht-Altenhaßlau gepachtet und dort den Inklusionsbetrieb „Grün und Grün“ angesiedelt. „In der Folge sind eine Vielzahl vorbildlicher Projekte und guter Ideen in die Tat umgesetzt worden“, berichtet Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, die viele Schritte aus nächster Nähe begleitet hat. So wurde unter anderem zur Eingrünung des Firmengeländes eine Wildsträucher- und Wildrosenhecke von jeweils rund 100 Metern Länge gepflanzt.

In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Main-Kinzig haben die Akteure im Rahmen des Projekts „Main-Kinzig blüht“ zudem einen Naturgarten rund um das Gewächshaus der ehemaligen Baumschule geschaffen. Weitere Aktionen in diesem Zusammenhang waren das Anlegen einer Wildblumenwiese sowie einer Wiesenschotterrasenfläche. Der aktuelle Schwerpunkt des Naturgartenprojekts liegt im Aufbau einer heimischen Wildstaudenzucht. Aus regionalen Samen werden zunächst Mutterstauden gezogen, die dann durch Vermehrung weitere Pflanzen für den blühenden Main-Kinzig-Kreis liefern.

„Dieses Zusammenwirken mit anderen Projekten ist ein herausragendes Merkmal und genau im Sinne unseres Umweltpreises“, erklärt Susanne Simmler. Die Ideen und Anregungen von „Grün und Grün“ werden zudem über Führungen und Vorträge weitervermittelt. Schulen, Kindergärten, Senioreneinrichtungen sind dazu herzlich eingeladen.

Auch Dr. Stephan Consemüller ist seit Jahrzehnten in der Umwelt- und Naturschutzarbeit im Main-Kinzig-Kreis bestens vernetzt. Nicht zuletzt als Vorsitzender des Ortsvereins Gelnhausen des BUND und hat er zahlreiche Projekte initiiert und durchgeführt. So zum Beispiel vor mehr als 20 Jahren die Pflanzenbörse in Gelnhausen. Hier werden einheimische alte Sorten (Blumen, Nutz- und Zierpflanzen, Stauden, Büsche und Bäume) unentgeltlich von Privat an Privat angeboten, um die Anlage naturnaher Gärten zu fördern.

Auch die Fahrradbörse gibt es inzwischen seit 25 Jahren. Statt brauchbare Räder wegzuwerfen, werden sie im Sinne der Nachhaltigkeit an einen anderen Nutzer abgegeben. Neben diesem Beitrag zur Nachhaltigkeit will der BUND das Fahrrad als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel fördern und damit den Autoverkehr und die damit verbundenen Abgas- und Lärmimmissionen reduzieren.

Als weitere Projekte können das Repaircafe, die Umweltmesse „Ökotrends“, das 1996 gestartete BUND-Projekt „Zukunftswald 2000“ sowie der Einsatz bei den jährlichen Krötenwanderungen genannt werden. „Es freut mich, dass wir Dr. Consemüller auch als engagierten Mitstreiter für unser MMK blüht gewinnen konnten“, betont die Erste Kreisbeigeordnete. So wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde am Main-Kinzig-Forum eine Blühwiese als Pilotprojekt angelegt. Ferner hat der BUND mit Dr. Consemüller an der Spitze an der Moschee in Altenhaßlau entsprechende Bepflanzungen durchgeführt. Als letztes Projekt wurde am Ostspangen-Kreisel eine Blühfläche angelegt.