Erster „Regiomat“ ist in Linsengericht-Waldrode in Betrieb gegangen

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Das Werbebanner macht künftig darauf aufmerksam, was sich in dem Häuschen auf dem Ziegenhof verbirgt: ein „Regiomat“. Henry Groh und Tobias Groh (von links) nahmen es im Beisein des Ersten Beigeordneten Helmut Bluhm aus den Händen von Katrin Hess (Kreisverwaltung, Mitte) und der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler in Empfang.

24.09.2019. - In Linsengericht ist seit August einer der ersten „Regiomaten“ im Kreisgebiet im Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Automaten, der im Stile von Getränkeautomaten 24 Stunden am Tag frische und gekühlte Produkte aus der Region anbietet. Auf dem Grundstück des Ziegenhofs Waldrode erhält man Joghurt, Käse, Wurst und weitere Produkte aus dem eigenen wie auch von anderen Betrieben. Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler hat die „Regiomaten“ als Pilotprodukt im Kreisgebiet eingeführt und zeigte sich angesichts der ersten positiven Rückmeldungen sehr erfreut.

„Das Konzept geht auf“, befand Simmler. Sie hatte gemeinsam mit Katrin Hess, Leiterin des Amts für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum, den Linsengerichter Ziegenhof vor wenigen Tagen besucht, um mit Tobias Groh und Henry Groh über deren ersten Erfahrungen zu sprechen. Zugleich überreichte sie ein großes Werbebanner, das künftig alle Standorte von „Regiomaten“ schmücken wird.

Die beiden Betreiber berichteten davon, dass sie die überaus große Nachfrage überrascht habe. Täglich und teilweise mehrmals am Tag würden die Fächer im Automaten überprüft und aufgefüllt. Dafür steht das Team vom Ziegenhof auch in regem Kontakt zu den Betrieben, die es beliefert, etwa aus Erlensee oder aus Steinau. Dennoch komme es an manchen Tagen vor, dass bestimmte Produkte schneller ausverkauft seien als die Familie Groh nachfüllen kann.

„Regionales liegt einfach im Trend, und an regionalen Genüssen haben die Betriebe im Main-Kinzig-Kreis jede Menge zu bieten. Beides bringen wir bei diesem Vermarktungsprogramm zusammen und erschließen Käufergruppen, an die einige Betriebe sonst nicht herangekommen wären“, machte Susanne Simmler deutlich.

Der Kreisausschuss hatte für drei erste „Regiomaten“ im Kreisgebiet im vergangenen Jahr den Weg freigemacht. In Lettgenbrunn, Schlüchtern und eben in Linsengericht-Waldrode sollte ein „Mehrwert“ im Bereich der Nahversorgung geschaffen werden. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler erinnerte in Linsengericht an das Prinzip der „Regiomaten“ und weshalb der Kreis dies unterstützt: „Wir haben bei der Auswahl der ersten drei Standorte für ‚Regiomaten‘ strikt auf zwei Dinge geachtet. Wir wollen erstens keinem nahegelegenen kleinen Laden Konkurrenz machen. Wir wollen zweitens die Premiumwanderwege und attraktiven Radstrecken mit Gelegenheiten zum Snack oder zur Brotzeit aufwerten, die möglichst jederzeit verfügbar sind.“

Nahe des Standorts in Waldrode befinden sich der Spessartbogen sowie die Spessartfährte „Vorderspessartblick Horbach“. Die „Regiomaten“ sollen als Verpflegungsmöglichkeit diese Wanderwege zusätzlich aufwerten. Das gleiche Ziel verfolgt der Kreis auch mit den „Regiomaten“ in Lettgenbrunn, nahe der Spessartfährte „Junge Jossa Lettgenbrunn“ und der Mountainbikestrecke „Jossataler Höhentour“ gelegen, sowie in Schlüchtern-Gomfritz in der Nähe des hessischen Radfernwegs R3, des Jakobswegs Fulda – Frankfurt sowie der Via Regia. Entsprechend sind die „Regiomaten“ auch einheitlich mit dem Schriftzug der Spessart Tourismus und Marketing GmbH versehen.

Alle Standorte verbindet die Gemeinsamkeit, dass in den Ortsteilen derzeit keine örtliche Nahversorgungsgelegenheit besteht. Somit profitieren neben den Touristen auch und vor allem die Bürgerinnen und Bürger. „Man kann es ganz einfach fassen“, sagte Simmler, „diese Lösung stellt eine kulinarische Bereicherung für Menschen aus Nah und Fern dar.“ Und vor Ort kann man demnächst obendrein Rast machen: In Kürze werden auf dem Ziegenhof in Waldrode, direkt neben dem Häuschen mit „Regiomaten“, noch Tische und Bänke aufgestellt.