Erste Ergebnisse der Sportentwicklungsplanung vorgestellt

pm-img
Ein sportlicher Kreis, eine gute Infrastruktur - so wie hier die Sporthalle der Albert-Einstein-Schule in Maintal.

30.08.2019. - Im Rahmen der aktuellen Sportentwicklungsplanung des Main-Kinzig-Kreises fand vor einigen Tagen die erste Sitzung einer Planungsgruppe auf Landkreisebene statt. Damit wurde die zweite Phase der umfassenden Erhebung gestartet, mit der der Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit dem Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) seit Ende des letzten Jahres beschäftigt ist.

Die Planungsgruppe setzt sich zusammen aus Vertretern der politischen Kreisgremien, der Kreissport¬kommission, des Sportkreises Main-Kinzig und der Kreisverwaltung. Dr. Jörg Wetterich und Dr. Stefan Eckl von ikps stellten zunächst erste Erkenntnisse aus den im Frühjahr durchgeführten Befragungen und Datenerhebungen vor. Als „sehr erfreulich“ konstatierten die beiden Experten den guten Rücklauf mit über 2.000 Datensätzen aus dem Main-Kinzig-Kreis. Die gemachten Angaben der zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen wertvolle Rückschlüsse auf das Sport- und Freizeitverhalten und sind ein wesentlicher Teil der Bestands- und Bedarfsanalyse.

„Der Freizeitsport befindet sich auch im MKK im Wandel. Über 70 Prozent der Befragten bezeichnen sich heute als ‚sportlich aktiv‘. Neben den klassischen Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Joggen/Laufen und Schwimmen nehmen Wandern, Fitness- und Krafttraining einen hohen Stellenwert ein. Aber auch Yoga und Walking zählen zu den heute beliebten Sparten. Dabei werden die meisten Aktivitäten im privaten Rahmen organisiert und finden im öffentlichen Raum statt“, berichtet Dr. Wetterich.

Die Befragten wurden unter anderem auch um ihre Einschätzungen zu vorhandenen Rahmenbedingungen und um Nennung ihrer Präferenzen für zukünftige Verbesserungen in den Städten und Gemeinden gebeten. Im Vergleich zu anderen Landkreisen schneidet der Main-Kinzig-Kreis beispielsweise besonders gut ab bei Anzahl und dem baulichem Zustand der Sportplätze und -hallen. Aber es gibt auch etliche Verbesserungsvorschläge, die es in der nächsten Phase der Sportentwicklungsplanung dann differenziert zu betrachten gilt.

Auch wurden die Kindertagesstätten und Schulen des Main-Kinzig-Kreises im Rahmen von Befragungen und empirischen Erhebungen auf ihr Sport- und Bewegungsangebot hin untersucht, ebenso wie die Sportvereine, von denen 32 Prozent die umfangreichen Fragebögen beantworteten. „In den vergangenen Jahren haben Städte, Gemeinden, der Main-Kinzig-Kreis und die örtlichen Sportvereine viel in den Erhalt und den Ausbau der sportlichen Infrastruktur investiert. Dies kommt auch in der Befragung im Rahmen der Sportentwicklungsplanung zum Ausdruck“, zieht Thorsten Stolz eine erste Zwischenbilanz. Diese Erkenntnisse sind nun in weiteren Arbeitsgruppen zu diskutieren und mögliche Handlungsfelder für den Kreis und die einzelnen Kommunen zu bestimmen.

Ab September werden deshalb in fünf Teilräumen des Main-Kinzig-Kreises Workshops mit Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Sportanbietern und sportlich Aktiven stattfinden. „Das Ziel ist es, gemeinsam Perspektiven auf kommunaler, interkommunaler und Kreisebene herauszuarbeiten, damit wir auch in Zukunft als sport- und bewegungsfreundlicher Landkreis auf allen Ebenen punkten können“, erläutert der Landrat.