Lernfeld Landwirtschaft bei Schulleitungen bekannter machen

pm-img

27.08.2019. - Die Verantwortlichen des Staatlichen Schulamts und des Main-Kinzig-Kreises haben in Hanau über Möglichkeiten gesprochen, landwirtschaftliche Themen stärker in den Schulunterricht zu integrieren. Beiderseits besteht ein großes Interesse, etwa „Lernfeld Landwirtschaft“ unter Schulen bekannter und leichter zugänglich zu machen.

Susanne Meißner, Leiterin des Staatlichen Schulamts, zeigte sich erfreut über die Entwicklung des Projekts. Katrin Hess, Leiterin des Amts für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum, sowie Christina Gebhardt, Ansprechpartnerin für das Projekt in der Kreisverwaltung, hatten „Lernfeld Landwirtschaft“ vorgestellt. Dabei verwiesen sie auf das hohe Interesse: Fast 2.000 Kinder und Jugendliche haben im Rahmen dieses Projekts bereits einen Hofbesuch in ihrer Nähe absolviert.

„Wir legen großen Wert darauf, dass sich Kitagruppen und Schulklassen den Betrieb auswählen, der zum Unterrichtsinhalt oder zum Projekttag gut passt“, erläuterte Susanne Simmler. „Das können wir gewährleisten, weil vom kleinen Ökohof bis zum Großbetrieb, vom Obstbauer bis zum Milchbauer, von der Landwirtschaft bis hin zum weiterverarbeitenden Betrieb eine riesige Zahl vorhanden ist, die bei Lernfeld Landwirtschaft mitmacht.“

Zunächst richtete sich „Lernfeld Landwirtschaft“ vor zwei Jahren eher an Gruppen von jüngeren Kindern bis hin zu Grundschülern. Im Gespräch im Staatlichen Schulamt waren sich nun aber alle Beteiligten einig, dass sich ebenso viele Anknüpfungspunkte im Bereich der weiterführenden Schulen ergeben. Nicht nur Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich der Naturwissenschaften könnten hier Praxisbeispiele erhalten, sondern auch Bereiche wie Politik und Wirtschaft, wenn es um Warenströme, die Vermarktung oder den Weltmarkt geht. Zudem könne in Intensivklassen für Schülerinnen und Schüler das Erlernen von Deutsch als Zweitsprache mit Projekten wie „Lernfeld Landwirtschaft“ vorangebracht werden. Dies hob Susanne Meißner auch abschließend nochmals hervor. In den nächsten Monaten soll das Projekt den Schulleiterinnen und Schulleitern noch einmal separat vorgestellt werden. Die Vertreterinnen des Main-Kinzig-Kreises betonten ihrerseits, dass auf landwirtschaftlichen Betrieben sowohl Praktika als auch Ausbildungen beziehungsweise Gelegenheiten zur beruflichen Orientierung bestünden.