Vortrag: Fachkräftesuche in Zeiten der Vollbeschäftigung

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Referent Andreas Matutt (links) widmete sich dem Fachkräftemangel aus Sicht des Mittelstands. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, Antonie Klara Mühlenkamp und Walter Dreßbach (von links) leiteten den Vortragsabend gemeinsam mit ihm ein.

21.08.2019. - Die Zeiten des Fachkräftemangels verändern für Unternehmerinnen und Unternehmer die Suche nach geeignetem Personal. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben, arbeitete Referent Andreas Matutt von Andreas Matutt Personalberatung – Partner der Executive Services Group – im Main-Kinzig-Forum heraus. Im Rahmen der Reihe „Impulse für Unternehmen“ hatte die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern diesen Vortragsabend vorbereitet.

Walter Dreßbach, Referatsleiter für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, leitete den Vortrag mit den zwei Herausforderungen ein, mit denen kleinere Firmen konfrontiert sind. Sie müssen mit immer größerem personellen und finanziellen Aufwand um immer weniger verfügbare Auszubildende und Fachkräfte buhlen. Gleichzeitig sind es mehr Kanäle geworden, auf denen man grundsätzlich werben kann. Auf die Auswahl und die Form komme es da an, auf die zielgruppengerechte Ansprache, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

Andreas Matutt schloss direkt daran an und beleuchtete zunächst die Arbeitsmarktsituation. Nahezu Vollbeschäftigung sei eine gute Nachricht für die Region als Ganzes. Daraus resultierend müssten Firmen aber größere Anstrengungen unternehmen, Fachkräfte zu finden und zu binden. Der Referent aus Bad Orb stellte verschiedene Formen des Onlinemarketings und des direkten Werbens bei potenziellen Fachkräften dar.

Bei der Auswahl der künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfahl er etwas mehr Großzügigkeit und einen Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten. „Auch wenn ein Bewerber auf den ersten Blick nicht 100 Prozent passt, kann er trotzdem Fähigkeiten mitbringen, die für das Unternehmen relevant sein können“, sagte Matutt.

„Wir erhalten von vielen mittelständischen Betrieben aus dem Kreisgebiet die Nachricht, dass die Besetzung von offenen Stellen für sie zunehmend eine Herausforderung darstellt. Aus diesem Grund laden wir im Rahmen unseres Fachkräftesicherungskonzeptes Unternehmen ein, um dies zu thematisieren und gemeinsam zu schauen welche Wege es gibt, damit umzugehen“, sagte Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann.