Impulsvortrag: Was bei Ein- und Ausfuhren zu beachten ist

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Walter Dreßbach (rechts) und Jesse Eschke standen zur Diskussion interessanter Themen rund um Importe und Exporte zur Verfügung.

29.07.2019. - Was kommt auf die Unternehmen mit einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu, die auf Importe und Exporte angewiesen sind? Dieser Frage – neben vielen weiteren Aspekten zu Importen und Exporten – widmete sich eine Veranstaltung der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Jesse Eschke, Speditionsleiter der UNO-SPED in Neuberg, gab Einblicke in die Aus- und Einfuhr von Waren in Nicht-EU-Länder und lieferte so viele Impuls für die anschließende Diskussion.

Eingangs hatte Walter Dreßbach, Leiter des Referats Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, die zahlreichen Firmenvertreter begrüßt und mit Hinweis auf die vielen Mittelständler im Kreisgebiet mit hohem Exportanteil die Dringlichkeit des Komplexes Importe und Exporte deutlich gemacht. Jesse Eschke vertiefte daran anschließend Themen wie Ursprungseigenschaften, Lieferbedingungen und die vorübergehende Verbringung von Waren und stellte sie anhand zahlreicher praktischer Beispiele dar.

Intensiver beleuchtete Eschke mögliche Folgen des Brexits. „Kommt es zu einem Brexit, fallen die derzeitigen Vereinfachungen im Warenverkehr zwischen Großbritannien und Deutschland weg und Großbritannien würde zu einem sogenannten Drittland werden. Waren, die derzeit noch ohne weitere Zolldokumente auf den Kontinent verbracht werden, müssen dann mit Warenbegleitdokumenten beim Zoll im Deutschland und England angemeldet werden“, wies Eschke auf das mögliche Szenario hin.

„Nicht nur das, auch die Lieferzeit der Waren wird sich verlängern, denn die Güter werden sowohl beim Austritt aus dem europäischen Wirtschaftsraum als auch bei der Einfuhr auf englischer Seite einer zolltechnischen Abfertigung unterzogen, bis hin zur Erhebung der Einfuhrabgaben“, erklärte der Referent. Alles in allem sei den Firmen zu raten, sich schon frühzeitig beim Zoll, der zuständigen Industrie- und Handelskammer, Fachagenturen oder Speditionen zu informieren und die Geschäftsabläufe „für den Tag X anzupassen“.

Regelmäßig bietet die Wirtschaftsförderung interessante Fachvorträge für Unternehmerinnen und Unternehmer an. Eine Übersicht über die Termine finden sich auf der Seite www.mkk.de im Bereich „Wirtschaft“.