Behindertenrat im MKK beginnt seine neue Amtszeit

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Der Behindertenrat hat seine Arbeit aufgenommen.

26.07.2019. - Der Behindertenrat des Main-Kinzig-Kreises hat in nahezu unveränderter Besetzung in kommende Amtszeit angetreten. Ausgeschieden sind aus gesundheitlichen Gründen die verdienten Mitglieder Erika Schmidt und Uwe Schneider. Für ihre Mitwirkung dankte ihnen unter anderem die wiedergewählte Vorsitzende Melanie Jung.

Auch die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler übermittelte den Dank an das Gremium, das mit „viel Einsatz und Kompetenz seit mehr als 20 Jahren die berechtigten Interessen der Menschen mit Behinderung im Main-Kinzig-Kreis vertritt“. Laut der offiziellen Statistik sind das rund zehn Prozent der Bevölkerung, also über 40.000 Männer und Frauen.

Alle vier Jahre wird der Behindertenrat in der Vollversammlung der rund 30 Organisationen und Sozialverbände gewählt. In der konstituierenden Sitzung bestimmt die Gruppe dann den Vorsitz sowie zwei Stellvertreter und verteilt die Aufgaben. Hier wurde Melanie Jung (Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig) aus Hanau an der Spitze bestätigt. Michael Becker (SHK gGmbH) und Thomas Hammer (VdK, Kreisverband Gelnhausen) übernehmen die Vertretung. Weitere Mitglieder sind Klaus Herrmann (Sekos Gelnhausen), Karl-Heinz Käbisch (VdK, Kreisverband Hanau), Horst Möwes (VdK, Kreisverband Schlüchtern), Stefan Neubauer (Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen) sowie Marianne Unte (Rollstuhl- und Reha-Sportclub Main-Kinzig).

Die Aufgaben der acht Mitglieder sind vielfältig, aber vor allem versteht sich das Gremium als Sprachrohr und Vermittler für Menschen mit Behinderung. „Die Betroffenen wünschen sich Unterstützung und eine Lobby, vor allem in den Bereichen Barrierefreiheit in Gebäuden, im Straßenverkehr und Umsetzung der Inklusion in Kitas und Schulen bis hin zum Thema Arbeit“, heißt es im Rechenschaftsbericht. Wie die Vorsitzende Melanie Jung zusammenfasst, geht es ganz grundsätzlich um die Unterstützung zur Teilhabe am täglichen Leben.

Daher hat es sich der Behindertenrat zur zentralen Aufgabe gemacht, die Barrierefreiheit in allen Bereichen weiterhin zu forcieren. Ein Grundstein dieser Arbeit ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Ämtern des Main-Kinzig-Kreises. Auch wenn der Main-Kinzig-Kreis hier nach Darstellung des Behindertenrates „gegenüber anderen Kreisen und sogar anderen Bundesländern weit vorne liegt“, gibt es noch viel zu tun.

So gehört zur Barrierefreiheit zum Beispiel auch „leichte Sprache und leichte Schrift“, und hier ist im Bereich des Formularwesens noch sehr viel zu leisten, so die Bilanz. Als die vielleicht größte Herausforderung der nächsten Jahre betrachten sie die Barrieren in den Köpfen nicht betroffener Menschen. Diese Schranken abzubauen sei wichtig, damit Kindertagesstätten nicht nur barrierefrei gestaltet sind, sondern Kinder mit Behinderung hier von allen Beteiligten auch ohne Vorbehalte betreut und angenommen werden.

Die Sprechzeiten des Behindertenrates sind montags, dienstags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr. Bürgerinnen und Bürger können telefonisch unter 06051/ 85 12 368 ihre Anfragen und Hinweise im Sekretariat aufnehmen lassen. Termine für persönliche Beratungen sind möglich nach telefonischer Vereinbarung. Die Mailadresse lautet behindertenrat@mkk.de.