Simmler: Mit der Region als Marke auch Fachkräfte anlocken

pm-img
Ausbildung und Fortbildung aus Aushängeschilder: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler zu Besuch im Unternehmen von Peter Jökel (links) und Stefan Jökel.

15.07.2019. - Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler hat sich mit Stefan und Peter Jökel, den beiden Geschäftsführern des Bauunternehmens Jökel mit Sitz in Schlüchtern, über die Aus- und Weiterbildungsformen im Betrieb unterhalten. „Die Jökel-Akademie ist ein weithin strahlendes, gutes Beispiel, wie sich ein Unternehmen nicht nur die eigenen Fachkräfte aufbaut und qualifiziert, sondern wie man auch nach außen hin die Attraktivität der eigenen Firmenmarke über den Bereich Ausbildung steigern kann“, sagte Simmler. Neben vielen weiteren Faktoren brauche es eine starke Region, eine starke „Marke“, um insgesamt mehr Fachkräfte an den Arbeits- und schließlich auch den Wohnstandort in und um Schlüchtern zu locken.

Von den verschiedenen Seminaren, deren Themen sich die Belegschaft bei Jökel auswählen kann, dürfen sich alle der mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesprochen fühlen. Gezielt wendet sich das Unternehmen mit diesem und weiteren Fortbildungsformaten aber auch an Auszubildende. Der Grad und die Zahl der Fortbildungen liegen über dem üblichen Niveau eines mittelständischen Betriebs.

Mit dem neuen Ausbildungsjahr werden es elf Lehrlinge bei der Firma Jökel sein; hinzu kommen 13 Duale Studenten und Werksstudenten. Das Bauunternehmen befindet sich personell auf Wachstumskurs, was sich auch in den Platzkapazitäten niederschlagen wird: Aktuell ist Jökel dabei, sein Bestandsgebäude zu erweitern und damit die Nutzflächen für Büro- und Versammlungsräume zu verdoppeln.

Im Gespräch mit Susanne Simmler verdeutlichten Stefan und Peter Jökel, dass die Suche nach Fachkräften selbst im eigenen Betrieb in den vergangenen Jahren schwieriger geworden sei, trotz großer Anstrengungen in der Anwerbung und im Bereich der Ausbildung. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bestätigte, dass dies auch aus anderen Wirtschaftsbereichen zu hören sei. „Im Bergwinkel herrscht Vollbeschäftigung und die Wirtschaft boomt. Das sind zwei gute Nachrichten, die aber zusammen dazu führen, dass starke Unternehmen in ihrem weiteren Wachstum mangels Personal eingebremst werden können. Da müssen wir gemeinsam gegensteuern“, so Simmler.

Der Main-Kinzig-Kreis als Förderer der heimischen Wirtschaft habe unter anderem deshalb in den vergangenen Jahren die Region stärker vermarktet. „Eine Region als Marke war unser Ziel, das wir insbesondere über den Tourismussektor zu einem guten Stück schon erreicht haben. Wir wollen aber auch die Weiterbildung und die Fachkräftequalifizierung im Kreisgebiet stärken. Hier brauchen wir die Mitarbeit von erfahrenen Unternehmen mit langer Ausbildungstradition und Bekenntnis zur Region“, so Simmler, in Anspielung auf das Familienunternehmen Jökel, das seit Gründung 1887 nun schon in fünfter Generation geführt wird.