Neue Zahlen: Main-Kinzig-Kreis wächst langsamer

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12. Juli. – Die Bevölkerungsentwicklung im Main-Kinzig-Kreis verläuft weiterhin positiv, wenn auch deutlich langsamer als im Jahr 2017. Das Hessische Statistische Landesamt hat jetzt die Bevölkerungszahlen zum 31.12 2018 vorgelegt. Insgesamt ist die Bevölkerung in Hessen im Jahr 2018 um 22.500 oder 0,4 Prozent auf 6.265.809 gestiegen. Den höchsten absoluten Zuwachs verzeichnete die Stadt Frankfurt am Main (plus 6.178), den höchsten absoluten Verlust verbuchte der Vogelsbergkreis (minus 573).

Für den Main-Kinzig-Kreis registriert die Statistik zum Jahresende 2018 insgesamt 418.950 Menschen im Main-Kinzig-Kreis. Das bedeutete einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 742 Personen (+0,2%). Den höchsten absoluten Zugewinn verzeichnete die Stadt Maintal mit einem Plus von 368 Personen (0,9%). Einen auffälligen Rückgang zeigt die Statistik diesmal für die Gemeinde Biebergemünd mit einem Minus von 101 Personen (-1,2%).

Ungebrochen ist auch die positive Entwicklung der Stadt Erlensee, die mit einem Bevölkerungswachstum von über zwei Prozent den Spitzenplatz belegt - bezogen auf die Größe. Das entspricht einem Zuwachs von 321 Personen. Ebenfalls stark gewachsen ist Nidderau mit 213 Personen (1,1%). Auch Gelnhausen kann sich über einen Zugewinn von 200 Personen freuen und Bad Orb legt um 100 Personen zu.

Insgesamt zeigen 14 Städte und Gemeinden eine positive Entwicklung, in 15 Kommunen geht die Bevölkerungszahl zurück. Besonders stark ist dieser Trend diesmal in Gründau mit einem Minus von 142 Personen (-0,96%). Auch Sinntal und Steinau an der Straße verzeichnen jeweils einen Verlust von 68 und 69 Einwohnern. Erstmals seit zehn Jahren zeigt die Landesstatistik auch einen leichten Bevölkerungsrückgang von -107 Personen für die Stadt Hanau. In ihrer eigenen Statistik hatte die Stadt ein Plus von 105 Personen für 2018 ausgewiesen.

Entwicklung seit der letzten Volkszählung (Zensus 2011)

„Die Zahlen belegen den grundsätzlichen Trend, geben jedoch auch Aufschluss über die örtlich sehr unterschiedlichen Entwicklungen“, sagt Landrat Thorsten Stolz. Auch wenn die Dynamik etwas zurückgegangen sei, so müsse man vor allem den demografischen Wandel im östlichen Kreisteil weiterhin im Blick haben. Das belegen auch die Werte der vergangenen Jahre. Dazu hat die Kreisstatistik die Entwicklung seit der letzten Volkszählung (Zensus Mai 2011) näher betrachtet.

Beim Blick auf die prozentuale Bevölkerungsentwicklung dieser vergangenen siebeneinhalb Jahre liegt die Stadt Erlensee mit 13,52 Prozent (1775 Personen) klar vorn. Die Brüder-Grimm-Stadt Hanau folgt mit einem Zuwachs von 10,62 Prozent (9220 Personen). Auch Maintal (9,76%, 3493), Bad Orb (8,90%, 819), Niederdorfelden (6,20%, 231) und Gelnhausen (5,83%, 1272) liegen über dem Durchschnittswert des Kreises mit 4,51 Prozent (18.088 Personen).

Insgesamt zeigen 20 Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis eine positive Bevölkerungsentwicklung oder zumindest stabile Verhältnisse. Rückläufig sind die Tendenzen jedoch bei den vier Kommunen des Bergwinkels Bad Soden-Salmünster (-0,33%, -44), Sinntal (-2,38%, -216), Schlüchtern (-2,40%, -392) und Steinau an der Straße (-2,73%, -288) sowie den beiden Gemeinden im südlichen Vogelsberg, Brachttal (-0,98%, -51) und Birstein (-1,88%, -119).

Besonders gravierend ist der Rückgang in den beiden Spessartgemeinden Jossgrund (-4,44%, 161) und Flörsbachtal (-6,40% -157). Diese Daten liegen auch im Bereich der vorhergesagten demografischen Veränderungen.