Wieder naturnahe und insektenfreundliche Gärten gesucht

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GartenKunstGenuss Main-Kinzig-Initiator Jörg Schmitz eröffnet die Gartensaison.

22.03.2019. - Die Temperaturen steigen, die Sonne lockt und das schöne Wetter zeigt: es geht wieder los im Garten. Gräser werden zurückgeschnitten, der Garten wird aufgeräumt, die Pflanzliste für den nächsten Einkauf wird geschrieben. Auch das Gartenfestival "GartenKunstGenuss Main-Kinzig" steht 2019 wieder an – noch bis zum 30. März können sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Gärten und Gartenthemen bewerben.

„Neben schönen Gärten im Main-Kinzig-Kreis stellen wir grüne Trendthemen vor – und bieten Freizeitgärtnern so eine qualitative Vorauswahl, was im Garten wichtig ist“, sagt GartenKunstGenuss-Initiator Jörg Schmitz. Aus Anlass des dramatischen Insektensterbens legt man in diesem Jahr den Schwerpunkt auf den naturnahen insektenfreundlichen Garten.

Gerade im ländlichen Raum überraschten zahlreiche Steinwüsten in den Vorgärten und die immer gleiche Auswahl an ökologisch wenig sinnvollen Anpflanzungen wie Kirschlorbeer und Rasen, dabei sei das Argument, einen „pflegeleichten Garten“ haben zu wollen, fatal für Umwelt und Mensch, informiert Jörg Schmitz. „Wir müssen die richtigen Zusammenhänge über Kreisläufe der Natur neu lernen“, dabei schließt der Gartenaktivist sich ausdrücklich mit ein: „Als Kind der 1970er Jahre bin ich mit dem sauber aufgeräumten Garten aufgewachsen – und musste umdenken“.

Der Dreiklang zwischen Wissensvermittlung, Spaß am Garten und Bewusstseinswandel zeichnen das Gartenfestival aus. So ist GartenKunstGenuss Main-Kinzig auch eine Chance, dem ehrenamtlichen Engagement und den Mitgliederzahlen der regionalen Gartenvereine neuen Auftrieb zu geben. „Naturnahe insektenfreundliche Gärten schaffen wir nur gemeinsam in der Fläche“, so Jörg Schmitz. Daher freuen wir uns besonders über Anmeldungen von Imkervereinen, Obst- und Gartenbauinitiativen und Naturschutzgruppen.

Dass Deutschland seine Klimaziele 2020 nicht erreichen wird, ist ein guter Grund, anders zu gärtnern als bisher. „Wir können unsere Verantwortung für die Umwelt nicht ständig an andere delegieren. Jeder kann heute anfangen, vor seiner Haustür etwas zu verändern, auch ein langer Weg beginne mit dem ersten Schritt“, so Schmitz – „am besten im eigenen Garten“.

Wer seinen eigenen Garten im Main-Kinzig-Kreis für Gartenliebhaberinnen und -liebhaber öffnen möchte, kann sich bis zum 30. März 2019 unter kultur@mkk.de oder postalisch beim Amt für Kultur, Sport, Ehrenamt und Regionalgeschichte, Barbarossastraße 24 in 63571 Gelnhausen bewerben. Ein Anmeldeformular steht unter www.gartenkunstgenuss-mkk.de/teilnahme-2019 zum Download bereit. Eine fachkundige Jury wird zeitnah danach unter den Bewerbungen eine Auswahl treffen. Für teilnehmende Gärten ist die Erfüllung des Themenschwerpunkts jedoch nicht bindend, auch eigene Schwerpunktsetzungen sind möglich. Die teilnehmenden Gärten sollten gut zu erreichen sein und einige Besucher gleichzeitig aufnehmen können. Unter allen teilnehmenden Kleinoden soll in diesem Jahr zudem erstmals der „schönste Garten im Main-Kinzig-Kreis“ gekürt werden. Außerdem sind alle Initiativen, die sich der heimischen Artenvielfalt widmen, zur Teilnahme aufgerufen. „Angefangen vom Obstbau über Imker bis hin zu Kinder- und Jugendgruppen sowie schulischen Arbeitsgemeinschaften, auch Hinweise auf besondere Gartenorte im Main-Kinzig-Kreis sind willkommen“, informiert Landrat Thorsten Stolz.

Die Veranstaltungsreihe „GartenKunstGenuss Main-Kinzig“ startet in diesem Jahr am Donnerstag (Fronleichnam), 20. Juni, um 15 Uhr mit einem Gartenkonzert im Kurpark von Bad Soden-Salmünster. Das Programmheft der Reihe wird ab Anfang Mai verfügbar sein. Auf Facebook ist GartenKunstGenuss unter www.facebook.com/gartenkunstgenussmkk zu erreichen. Impressionen bietet auch der Instagramkanal www.instagram.com/gartenkunstgenussmainkinzig.