Noch ist es für eine Grippeschutzimpfung nicht zu spät

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18.01.2019. - Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler weist darauf hin, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll ist, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass die Zahl der Influenza-Fälle in den kommenden Wochen witterungsbedingt und erfahrungsgemäß zunehmen wird.

Die Impfempfehlung richtet sich besonders an Männer und Frauen ab dem 60. Lebensjahr sowie Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab dem ersten Schwangerschaftsmonat sowie an Personen mit bestimmten Grundleiden, wie chronischen Lungenkrankheiten, chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselerkrankungen, chronischen Anämien sowie angeborenen und erworbenen Immundefekten. Dies gilt auch für Kinder mit diesen Risiken ab dem sechsten Lebensmonat.

Darüber hinaus empfiehlt das Gesundheitsamt die Schutzimpfung ausdrücklich allen Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, die als Risikogruppe besonders hervorgehoben sind und weiterhin gelte die Empfehlung auch für Personen, die beruflich einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind, dazu zählt zum Beispiel medizinisches Personal oder Personen in Tätigkeiten mit umfangreichem Publikumsverkehr. Es dauert aber bis zu zwei Wochen, bis ein Impfschutz aufgebaut ist.

Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes empfiehlt in diesem Jahr eine Impfung, die Antigene gegen vier verschiedene Influenzavirusstämme enthält. Weitere Auskünfte dazu geben die Hausärzte, die auch die entsprechende Impfung vornehmen. Die Infektion wird durch Tröpfchen übertragen, bereits kleinste Mengen reichen aus, die beim Niesen, Husten oder Sprechen in die Luft gelangen und von anderen Menschen eingeatmet werden. Es besteht eine hohe Ansteckungsgefahr. Die Grippe kann jeden treffen, auch völlig gesunde Menschen.

Im vergangenen Jahr hatte es besonders viele Menschen „erwischt“, das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises zählte 1556 gemeldete Influenza-Fälle, die Altersgruppe der 45-64-Jährigen war besonders betroffen. In der ersten Januarwoche wurden dem Kreisgesundheitsamt insgesamt vier bestätigte Fälle gemeldet, in der zweiten Woche waren es sechs. Auch wenn sich die Meldungen bis jetzt noch in Grenzen halten, appelliert das Gesundheitsamt trotzdem an die Bürgerinnen und Bürger, gerade auch im Hinblick auf die bevorstehende Fastnachtszeit, sich impfen zu lassen. Erkrankte Personen werden darauf hingewiesen, verantwortungsvoll mit der Erkrankung umzugehen. Meist wird die Influenza durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen kleinste, virushaltige Tröpfchen des Nasen-Rachen-Sekrets von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Auch über die Hände werden die Viren weitergereicht, wenn diese mit virushaltigen Sekreten in Kontakt gekommen sind. Werden anschließend Mund, Nase oder Augen berührt, können die Grippeviren über die Schleimhäute in den Körper eindringen. Daneben können die Viren auch an verunreinigten Türklinken, Haltegriffen, Treppengeländern oder ähnlichen Gegenständen haften und von dort über die Hände in den Körper gelangen.

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, gibt das Gesundheitsamt folgende Tipps:

- Mehrmals täglich gründlich die Hände mit Seife und Wasser waschen; dabei sollte die Seife 20 bis 30 Sekunden zwischen den Händen verrieben und dann sorgfältig abgespült werden.

- In die Ellenbeuge husten, statt in die Hand, da Hände ein häufiger Übertragungsweg sind

- So wenig wie möglich die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen berühren

- Abstand zu niesenden und hustenden Personen halten, Händeschütteln vermeiden

- Insgesamt engen Kontakt zu Erkrankten, auch im häuslichen Umfeld, vermeiden.