MIt Kulturpreisträger Joerg Eyfferth beginnt Ausstellungssaison

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Matthias Schmitt (Kulturbeauftragter) mit Joerg Eyfferth und Landrat Thorsten Stolz (von links).

09.01.2019. - Die erste Ausstellung im Jahr ist im Main-Kinzig-Forum auch 2019 einem Kulturpreisträger vorbehalten: Der Hanauer Maler Joerg Eyfferth präsentiert ausgesuchte Stillleben zum Thema „Transparenz und Reflexion“.

Joerg Eyfferth erhielt im Jahr 2006 den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises und ist seit vielen Jahren eine prägende Persönlichkeit im Kunst- und Kulturleben der Region. In seinen Werken beschäftigte er sich unter anderem mit Spiegelungen an gekrümmten, verchromten Oberflächen und setzt sich mit den optischen Eigenheiten des luziden Glases auseinander. Joerg Eyfferth entnimmt seine Objekte der sie umgebenden Wirklichkeit und setzt sie in seinen Bildern bewusst in Szene. Allein gestellt, in einem neutralen Umfeld erscheinend, meist in überdimensionaler Weise gemalt, entfalten sie eine enorme Wirkung auf den Betrachter.

Joerg Eyfferth wurde 1957 in Witzenhausen/Werra geboren. Nach einer Lehre zum Elektroniker absolvierte er eine Ausbildung zum Lithographen und begann im Jahr 1982, sich autodidaktisch mit der Malerei zu beschäftigen. Von 1985 bis 1993 war er leitender Angestellter in der elektronischen Bildverarbeitung der Firma VAP, wirkte danach als freischaffender Künstler und erfüllt seit 2008 einen Lehrauftrag an der Fachoberschule für Gestaltung in Hanau. Zwischen zeitlich war er Dozent an der Jugendkunst- und Volkshochschule der Stadt Hanau und Lehrer an der JFK Gesamtschule in Bad Vilbel. Seit 1994 ist er Mitglied des Hanauer Kulturvereins, dessen Geschicke er viele Jahre als Erster Vorsitzender leitete. Im Rahmen von zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen wurden seine Werke in Hanau, Frankfurt, Karlsruhe, Baden-Baden, Köln, Wien, Zürich, Bouxviller (Frankreich), Amsterdam, Helsinki, New York, Houston/Texas, Seoul (Südkorea) und an vielen anderen Orten weltweit präsentiert.

Landrat Thorsten Stolz eröffnete die Ausstellung am vergangenen Dienstag vor zahlreichen Gästen, unter ihnen auch viele Kulturpreisträger aus den Jahren zuvor. Er würdigte die Kunst von Joerg Eyfferth als eine, die das sinnliche Wahrnehmen anrege und insbesondere zeigte er sich begeistert von der technischen Fertigkeit, „die Bilder sind einfach brillant gemalt“, sagte Thorsten Stolz.

Es werden wieder über das ganze Jahr interessante Ausstellungen zu verschiedenen Themengebieten und aus verschiedenen Bereichen zu sehen sein. Zum Beispiel: „14/18 – mitten in Europa“, eine Ausstellung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs, unter der Überschrift: „Befreiende Kunst“ werden Bilder von Frauen und Kindern mit Gewalterfahrungen zu sehen sein, eine Ausstellung des Frauenhauses Wächtersbach und das Zentrum für Regionalgeschichte präsentiert eine Darstellung über die Auswirkungen des 30-jährigen Krieges an Main und Kinzig. „In diesem Jahr wurde und wird das Main-Kinzig-Forum auch für größere Gewerbeschauen genutzt, eine Hochzeitsmesse lockte bereits am vergangenen Wochenende viele Besucher an, außerdem wird es noch eine Messe für Gesundheit im Main-Kinzig-Kreis geben“, kündigte Landrat Thorsten Stolz an.

Musikalisch sorgten die vier Posaunisten, der Kulturpreisträger Philipp Schum, Jaro Zakoucky, Sjoerd van Wijk und Justin Mikolai, für einen würdigen Rahmen der Eröffnungsveranstaltung.

Die Ausstellung im Main-Kinzig-Forum ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung noch bis Freitag, 8. Februar, zu sehen.