Kreisspitze dankt Einsatzkräften in Polizeistationen und der Leitstelle

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Landrat Thorsten Stolz (stehend, Mitte) sagte unter anderem in der Station Hanau I gemeinsam mit Polizeipräsident Roland Ullmann Dank und Anerkennung für die Arbeit der Polizei und Einsatzkräfte.

20.12.2018. - Der Besuch der Polizeistationen von Maintal bis Schlüchtern in der Adventszeit ist „eine gute und sinnvolle Tradition“, wie Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler im Gespräch mit den jeweiligen Einsatzkräften betonten. Für die Kreisspitze sei es eine willkommene Gelegenheit, zu einem offenen Gedankenaustausch, einem fachlichen Jahresrückblick sowie ein passender Anlass, um für die zuverlässige und verantwortungsvolle Arbeit zu danken.

Schon in der Polizeistation Hanau I wurde Landrat Thorsten Stolz am frühen Morgen in großer Runde empfangen. Stationsleiter Marc Blume begrüßte die Delegation mit Polizeipräsident Roland Ullmann, dem Leiter der Kriminalpolizei Main-Kinzig, Florian Steinkopf, Polizeiseelsorger Pfarrer Ulrich Briesewitz sowie Markus Hüschenbett vom Personalrat. Mit am Tisch saßen die Polizeikräfte der Dienstgruppe A, die auch am Heiligabend im Einsatz sein werden.

Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde stand der Blick voraus auf die kommenden Festtage, die in diesem Jahr wieder eine besondere Herausforderung bedeuten. Wie die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, könnte das Wochenende vor den Feiertagen die „familiären Spannungen“ noch einmal verstärken. Denn immer wieder muss die Polizei gerade zur Weihnachtszeit eine vermehrte Zahl von Fällen „häuslicher Gewalt“ bearbeiten.

Doch auch ohne dieses Phänomen haben die Polizeistreifen alle Hände voll zu tun. So gab es in diesem Jahr vermehrt Einsätze im Zusammenhang mit der Landtagswahl und auch der Weihnachtsmarkt erfordert eine hohe Präsenz. „Nach den Vorfällen in Straßburg stellt sich auch für uns die Sicherheitslage noch einmal anders da“, erläutert Polizeipräsident Ullmann. So wurde von höchster Stelle angeordnet, dass die Einsatzkräfte hier mit Maschinenpistolen patrouillieren sollen.

Prall gefüllter Präsentkorb mit herzhaften Produkten aus der Region

Vor diesem Hintergrund äußerte Landrat Thorsten Stolz „den höchsten Respekt“ und übermittelte stellvertretend für die politischen Entscheidungsträger im Main-Kinzig-Kreis den besonderen Dank für die verantwortungsvolle Arbeit. Zudem überreichte er einen prall gefüllten Präsentkorb mit herzhaften Produkten aus der Region. Sowohl die Worte der Anerkennung als auch die appetitliche Stärkung kamen bei den Beamtinnen und Beamten gut an.

Geschätzt wird auch „der offene und vertrauensvolle Gedankenaustausch“ bei diesem jährlichen Besuch in der Vorweihnachtszeit. „Wir freuen uns immer auf diesen Termin und den direkten Kontakt“, bestätigte Erik Lirsch, stellvertretender Leiter vom Kriminaldauerdienst. Mit wenigen Worten schilderte er die Aufgaben seiner Abteilung, die rund um die Uhr vor allem bei Einbrüchen, Sexualdelikten sowie auffälligen Todesfällen gefordert ist. Die Fachleute sind in der Regel kurz nach den örtlichen Polizeikräften am jeweiligen Tatort.

Auch in der Polizeistation Hanau II an der Cranachstraße im Stadtteil Lamboy nutzte der Landrat die Gelegenheit zum offenen Gespräch mit Stationsleiter Rainer Kraus, Dienstgruppenleiter Matthias Moritz sowie den anwesenden Beamtinnen und Beamten. Im Mittelpunkt stand hier das starke Wachstum der betreuten Kommunen Erlensee, Bruchköbel, Rodenbach und Langenselbold. So sei es dringend erforderlich, dass auch die Polizeistrukturen und vor allem die Personalstärke in vergleichbarer Weise mitwachse.

Die steigenden Anforderungen an die Ordnungshüter waren auch das bestimmende Thema in den Polizeistationen Großauheim und Maintal. Hier sei es unverzichtbar, dass sich die benachbarten Dienststellen im Alltag auf der Straße auch immer wieder gegenseitig unterstützen. Ein weiterer positiver Aspekt sei die zum Teil sehr gute Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der Kommunen, wie der Maintaler Dienststellenleiter Stefan Petersein betonte.

Beste Wünsche an die zahlreichen Einsatzkräfte und ihre Familien

Der Landrat besuchte zudem das Gefahrenabwehrzentrum mit der zentralen Leitstelle. Dabei richtete er seinen Dank nicht nur an die Einsatzkoordinatoren an den Telefonen, sondern auch an die vielen Beschäftigten der Rettungsdienste sowie die Freiwilligen Feuerwehren, die rund um die Uhr in Bereitschaft sind. „Es ist ein gutes Gefühl, dass dieses System auch an den kommenden Feiertagen reibungslos funktioniert“, sagte Thorsten Stolz, der den Einsatzkräften und ihren Familien eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr wünschte.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, begleitet vom Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig Jürgen Fehler und Sabine Spangenberg vom Personalrat, sprach mit den Beamtinnen und Beamten über einen schleichenden Wertewandel, den auch die Polizei in ihrer täglichen Arbeit zu spüren bekommt. „Der Respekt vor der Polizei und den Äußerungen der Polizei ist in Zeiten sozialer Medien und der ‚Selbstberatung‘ aus dem Internet schwieriger geworden. Das durfte ich vor einigen Jahren hautnah miterleben, als ich mal eine Nachtschicht mit Polizistinnen und Polizisten mitgearbeitet und konkrete Fälle selbst erlebt habe“, erzählte Simmler und erhielt Zustimmung von den Gesprächspartnern. Das sei kein reines Phänomen des städtischen Teils des Polizeipräsidiums, sondern setze sich im ländlichen Bereich durchaus so fort, berichteten die Diensthabenden.

Simmler hatte den Polizeistationen in Bad Orb und in Schlüchtern ebenso einen Besuch abgestattet wie der Autobahnpolizei in Langenselbold. Nicht nur in letzterer Station waren zunehmende Rücksichtslosigkeiten im Straßenverkehr ein größeres Thema. So seien immer mehr Fälle von Fahrens unter Drogeneinfluss zu verzeichnen. Hier helfe es, verstärkt Streife zu fahren und Kontrollen durchzuführen, berichteten die Beamtinnen und Beamten. Dafür sprachen Susanne Simmler, Jürgen Fehler und Sabine Spangenberg ihren Dank aus, verbunden mit dem Respekt vor der täglichen geleisteten Arbeit.

Für den Dienst an den Festtagen überreichte die Erste Kreisbeigeordnete ebenfalls einen appetitlichen Präsentkorb mit Produkten aus der Region. Dabei wurde auch die Polizeistation in Gelnhausen nicht vergessen. Weitere Aufmerksamkeiten und Dankesworte gab es von den Vertreterinnen und Vertretern des Polizeipräsidiums, des Personalrates und der Seelsorge. Im Mittelpunkt standen dabei die Wünsche nach einem möglichst friedlichen Weihnachtsfest sowie Glück und Gesundheit für die Einsatzkräfte.