Glückwünsche an Bürgermeister Möller zur Aufnahme in IKEK-Programm

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„Hier ist Schlüchtern in allen Teilen der Stadt und aus allen Bereichen der Gesellschaft aufgerufen, sich zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen“: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids an Bürgermeister Matthias Möller (Zweiter von rechts) im Beisein von Johannes Michel (Kreisverwaltung, links) und Thomas Rau (Amtsleiter Liegenschaften der Stadt Schlüchtern).

20.12.2018. - „Schlüchterns Stadtteile werden in den nächsten Jahren kräftige Entwicklungsimpulse erleben. Ich wünsche den Schlüchterner Bürgerinnen und Bürgern, dass sie daraus etwas Langfristiges und Gutes für sich und ihr Umfeld machen“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Sie hat an Bürgermeister Matthias Möller den Zuwendungsbescheid über 50.000 Euro übergeben, um ein Integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) zu erstellen. Schlüchtern wurde als Gesamtkommune im Sommer als Förderschwerpunkt der Dorfentwicklung anerkannt, die Laufzeit endet 2025.

Rathauschef Matthias Möller sieht genau wie die Erste Kreisbeigeordnete in dem Programm insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile eine Chance. „Mit dem IKEK-Programm geht ein ganz wichtiges Signal an die Stadtteile“, sagte er. Schlüchtern hat 13 Stadtteile mit insgesamt 16.660 Einwohnern. Davon leben rund 7.000 Einwohner in der Kernstadt. Nach der Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm folgt, mit Unterstützung des Fachbüros „SP Plus“ aus Bad Nauheim, nun in einer ersten Phase die Erstellung eines Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK).

Das Konzept, das bis Anfang 2020 erarbeitet werden soll, dient als zentrales Instrument der Dorfentwicklung und als Grundlage für die sich anschließende Förder- und Umsetzungsphase. Dabei sind nach dem Willen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Rahmenbedingungen und individuellen Gegebenheiten der Kommune zu berücksichtigen. „Hier ist Schlüchtern in allen Teilen der Stadt und aus allen Bereichen der Gesellschaft aufgerufen, sich zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen. Das IKEK kann in jedem Ort zum kleinen oder größeren Aufbruch werden, das haben die Menschen vor Ort selbst in der Hand“, so Simmler.

In einem ersten Schritt wird eine Stärken- und Schwächenanalyse aufgestellt, die im Anschluss als Grundlage dient, ein Handlungskonzept mit den Bürgern zu entwickeln. Darin müssen Pflichtthemen enthalten sein wie demografische Entwicklung, bürgerschaftliches Engagement, städtebauliche Entwicklung, das Thema Wohnen, also auch Innenentwicklung und Leerstände, sowie Daseinsvorsorge, Basisinfrastruktur und Grundversorgung. Bürgermeister Möller erläuterte, dass darüber hinaus für die Stadt Schlüchtern die Themenfelder (Elektro-)mobilität, Umweltschutz und Landwirtschaft in Verbindung „mit einem ganzheitlichen Ansatz im ländlichen Tourismus sowie die Stärkung des Ehrenamtes“ von besonderer Bedeutung sein. Als Ergebnis formuliert das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept bis Anfang 2020 das Leitbild, die Handlungsfelder und konkrete Projekte mit Kosten- und Finanzierungsplan, die die Kommune nach und nach zur Umsetzung bringen will.